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Basta, Pasta!

Sind Ihnen Nudeln zu schwer oder zu langweilig? Dann probieren Sie es stattdessen mal mit Zoodles. Die Gemüse-Alternative zu Spaghetti & Co. ist nicht nur kalorienarm, sondern steckt auch voller Vitamine.

Fotos: Renée Ries

Ach herrje, schon wieder so ein überflüssiger Food-Trend! So dachte ich jedenfalls, als ich zum ersten Mal über Zoodles las. Doch je mehr ich mich damit beschäftigte, desto größer wurde meine Neugier. Das Ausprobieren ließ nicht lange auf sich warten, mit dem Resultat, dass Zoodles jetzt öfter auf meinem Speiseplan stehen. Falls Sie noch nie davon gehört haben: Zoodles sind nichts anderes als Nudeln aus Gemüse, und ihr Name eine Wortschöpfung aus Zucchini und dem englischen Begriff „noodles“. Wie für ihre Vettern aus Mehl und Eiern gibt es vielerlei Zubereitungsarten und unzählige Rezepte. Doch wo klassische Pasta bei großen Portionen ihre Spuren in Form von Hüftspeck hinterlässt, punkten die Zoodles mit minimalen Kalorien. Gerade mal 19 Kalorien haben 100 Gramm Zucchini, ganz schön wenig im Vergleich mit Hartweizennudeln (362 kcal). Kohlenhydrate fallen mit 3,1 g ebenfalls kaum ins Gewicht. Und wer an Glutenunverträglichkeit leidet, wird die Gemüsenudeln sowieso schon längst als prima Alternative zu Teigwaren für sich entdeckt haben.

Mit gerade mal 19 kcal/100 g sind Zoodles ein wahres Leichtgewicht.

Zoodles lassen sich denkbar einfach herstellen. Am einfachsten erhält man lange, gleichmäßige Gemüsefäden mit einem Spiralschäler, den es im Handel bereits ab 20 Euro gibt. Entweder mit einem Handkurbelmodell, in das man das Gemüse einfach hineinsteckt und drauflos dreht, oder einem Handspiralschäler. Das Kurbelgerät hat den Vorteil, dass man nicht auf die Größe des Gemüse achten muss, nimmt im Küchenschrank aber mehr Platz ein und ist auch aufwendiger bei der Reinigung als der kleine Handschäler. Bei diesem muss man das Gemüse allerdings erst auf die passende Größe zurechtstutzen. Wer nur hin und wieder Zoodles machen will, ist mit einem einfachen Julienne-Schäler sicher auch gut bedient.

Außer Zucchini lassen sich auch andere Gemüsesorten zu „Pasta“ verarbeiten. Wer einmal auf dem Geschmack gekommen ist, kann sich an Möhren, rote Bete, Kürbis oder anderen Sorten mit festem Fleisch versuchen. Nach dem Schneiden soll das Gemüse möglichst rasch weiterverarbeitet werden, da es sonst zu schnell austrocknet und eine unschöne Farbe annimmt. Die drei Grundzubereitungsarten sind Garen im kochenden Wasser, gebraten in der Pfanne oder als Rohkost. Anders als richtige Nudeln müssen Zoodles nicht lange im kochenden Salzwasser garen: Eine Minute ziehen lassen – fertig! Auch beim Braten, z.B. mit Knoblauch in der Pfanne, sorgen kurze Garzeiten für schnell zubreitete und gesunde Gerichte.

Gegarte und gebratene Zoodles servieren Sie wie ihre Lieblingspasta mit Sauce, mit Pesto oder minimalistisch mit gutem Olivenöl. Vermeiden sollte man allerdings zu schwere Saucen, zum einen, weil sie die zarten Zoodles „erschlagen“ würden, zum anderen, weil man die eingesparten Kalorien schnell wieder eingeholt hat. Probieren Sie unsere beiden nachstehenden Rezepte doch mal aus oder experimentieren Sie ein bisschen in Ihrer Küche.

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Zoodles mit rotem Pesto und Feta

Für 2 Personen

Zutaten

4 Zucchini
100 g Feta
50 g in Öl eingelegte
getrocknete Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 EL Pinienkerne
30 g geriebener Parmesankäse
30 ml Olivenöl
1 TL getrocknete italienische Kräuter
1 EL Balsamico-Essig
Pfeffer

Zubereitung
Tomaten abtropfen lassen und mit dem Knoblauch, den Pinienkernen, dem Parmesan, dem Öl, den Kräutern und dem Balsamico-Essig mit dem Mixer zu einer Paste verarbeiten. Mit Pfeffer abschmecken. Dem Feta grob zerbröckeln. Die Zucchini mit dem Spiralschneider in dünne Streifen schneiden und 1 Minute in kochendem Salzwasser garen. Zucchini gut abtropfen lassen und in einer Schüssel mit 2 EL
Pesto und dem Feta vermischen, anschließend auf Tellern anrichten.

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Schneller Zoodle-Salat

Für 2 Personen

Zutaten

3 Zucchini
1 Paprikaschote
3 EL Olivenöl
Salz, schwarzer Pfeffer
aus der Mühle

Zubereitung
Die Zucchini mit dem Spiralschneider in dünne Streifen schneiden. Die Paprikaschote entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Beide Gemüse in einer Salatschüssel mit dem Olivenöl vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Author: Philippe Reuter

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