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Blind Date

Kann man die Vergangenheit hinter sich lassen? Alles von vorne beginnen? Und wenn ja, hat dann auch die Liebe eine neue Chance? Diesen und weiteren Fragen stellen sich Sascha Ley und Jules Werner in „Blind Date“, einem grandiosen Kammerspiel über Trauer und Verlust.

Ein Kind ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Die Mutter saß am Steuer, war abgelenkt, weil der Vater Witze erzählte. Nun versuchen beide Elternteile, mit dem schmerzlichen Verlust und ihrer Trauer fertig zu werden, doch das Leben geht nicht einfach weiter. Nicht immer. Nicht für jeden. Mit Hilfe von „Blind Dates“ will das Paar Thormeyer seiner Beziehung eine neue Richtung geben und retten, was noch zu retten ist. Mal schlüpft Don in die Haut eines raubeinigen Magiers, der ein paar Kartentricks beherrscht, mit denen sich das Glück indes nicht herbeizaubern lässt, mal ist er blind oder ein Journalist. Mal trifft er auf eine gesellige, dann wiederum auf eine katzenhafte oder eine launische, mitunter sogar ziemlich aggressive Frau, die lediglich die Stimme oder das Kostüm wechselt, um eine andere Identität anzunehmen, andere Freiheiten auszuprobieren. Ein riskantes Spiel, das den Schauspielern Sascha Ley und Jules Werner viel abverlangen wird. Zwar ist das Kammerstück „Blind Date“, das auf dem gleichnamigen Film des Regisseurs Theo van Gogh beruht, der 2004 auf offener Straße in Amsterdam von einem islamischen Fundamentalisten ermordet wurde, weniger provokativ als andere Werke des umstrittenen Niederländers, aber nichts ist schwieriger als Verzweiflung und Hilflosigkeit darzustellen, und hilflos sind die Treffen der beiden Protagonisten allemal. Schmerz geht in Zerbrechlichkeit über, Lachen und Weinen liegen sehr nah beieinander. Zum Glück führt Myriam Muller Regie. Sie weiß, wie man die seelische Not von Menschen so inszeniert, dass das Publikum „mitfühlt“. (Foto: Bohumil Kostohryz)

Premiere ist am 4. November um 20 Uhr im GTVL. Weitere Vorstellungen am 7. und 10. November. Anschließend geht das Stück auf Tournee.

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Author: Philippe Reuter

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