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Chronik der Woche 11: Viel gefordert

Jugendliche wollen bezahlbaren Wohnraum, die Lehrergewerkschaften mehr Personal und Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern. Neben diesen Baustellen hat die Politik noch die Referendumskampagnen auf dem Programm.

JUGENDVERTRETER – Wohnst du schon?

490_0008_14144806_27_02_2015_Editpress_008040Die Politik muss endlich das Angebot an bezahlbarem Wohnraum erhöhen. Dies forderten die Vertreter der verschiedenen luxemburgischen Jugendorganisationen unter dem Vorsitz der „Conférence générale de la jeunesse du Luxembourg“ (CGJL) bei einem Hearing im Parlament. Dabei setzten sie sich nicht nur für preiswertere Wohnungen ein, sondern auch für die Förderung von Wohngemeinschaften und Wohnkooperativen. Des Weiteren sei eine gute Anbindung an die öffentlichen Transportmittel sowie die Nähe zur Schule beziehungsweise Universität erforderlich. Die Politiker haben diese Kritikpunkte wohlwollend zur Kenntnis genommen. Nun liegt der Ball bei ihnen. (Foto: Fabrizio Pizzolante)

MINISTERIUM FÜR CHANCENGLEICHHEIT – Wenn der Partner zuschlägt

490_0008_14147329_04_03_2015_Editpress_008633Die Zahl der Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt hat zwischen 2004 und 2013 stark zugenommen, von 253 auf 844. Ein deutlicher Anstieg ist auch bei den Hausverweisen zu verzeichnen und zwar von 145 auf 357. So das Ergebnis einer vom Ministerium für Chancengleichheit beim Luxembourg Institute for Health (LIH) in Auftrag gegebenen Studie. Zu den Opfern gehören im Übrigen nicht nur Frauen. In 35,7 Prozent waren Männer betroffen. Die Ministerin für Chancengleichheit Lydia Mutsch hat jedoch nicht vor, sofort auf die Studie zu reagieren. Dafür sei das Thema zu komplex. Auf die lange Bank sollte man konkrete Reformen dennoch nicht schieben. (Foto: Didier Sylvestre)

Zahl der Woche: 100.000

100.000 Euro wollen die Parteien jeweils maximal für die regulären Wahlkampagnen im Vorfeld des konsultativen Verfassungsreferendums vom 7. Juni ausgeben. Dabei verpflichten sie sich zu einer „sachlichen und fairen Informationskampagne”.

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ETTELBRÜCK – Eine Stadt in Trauer

490_0008_14147998_05_03_2015_Editpress_008892Rund 500 Bürger beteiligten sich am Schweigemarsch in Erinnerung an das Opfer der Messerattacke in Ettelbrück. Ein 64-jähriger Mann war am Montagabend vergangener Woche auf dem Parkplatz neben der Ettelbrücker Pfarrkirche brutal niedergestochen und getötet worden. Der 27-jährige mutmaßliche Täter wurde noch in der gleichen Nacht verhaftet. Er soll psychische Probleme haben und sich sein Opfer wahllos ausgesucht haben. Insbesondere jene Details versetzen die Mitbürger in Aufruhr. Der Gemeinderat hat bereits angekündigt, Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Bei der Anzahl an Gewaltverbrechen, die sich in letzter Zeit hierzulande ereignet haben, wäre jedoch zu überlegen, ob man diese Maßnahmen nicht auf das ganze Land ausweiten sollte… (Foto: Isabella Finzi)

Zitat der Woche

„D’Fraequote ass eng “ Diskriminatioun en tant que telle. Die neue Generalstaatsanwältin Martine Solovieff am 5. März im Tageblatt

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ULC – Bitte nicht übertreiben!

490_0008_13149819_pinte_bi_reDie Konsumentenschutzvereinigung ULC kritisiert die Preissteigerungen im Horesca-Sektor. Grund dafür ist die TVA-Erhöhung auf alkoholischen Getränken von drei auf 17 Prozent. Die Preise seien zudem bereits vor dem Inkrafttreten der TVA-Erhöhung am 1. Januar dieses Jahres angepasst worden. So sind diese Preise laut Statec zwischen Oktober 2013 und Februar 2015 in den Gaststätten um 13,6 Prozent und in der Gastronomie um 9,8 Prozent gestiegen. Doch damit nicht genug: In dieser Zeitspanne seien auch alkoholfreie Getränke um nicht weniger als 2,1 Prozent teurer geworden. Und das sei nun wirklich nicht gerechtfertigt. Immerhin gelte für diese Drinks weiterhin der super-reduzierte TVA-Satz von drei Prozent, bemängelt die ULC und warnt davor, den Konsumenten mit übertriebenen Preisen zu vergraulen.

ELTERNURLAUB – Nicht ganz zufrieden

490_0008_14145987_29_01_2015_Editpress_005357Was wünschen und erwarten sich Eltern von der Reform der Elternzeit? Diese Frage war Gegenstand einer vom Fami- lienministerium bei TNS-Ilres in Auftrag gegebenen Umfrage. Dabei kam unter anderem folgendes heraus: 33 Prozent wünschen sich eine flexiblere Dauer, 15 Prozent fordern eine längere Dauer und 18 Prozent sprechen sich für eine höhere Entschädigung aus. Zu den Hauptsorgen der Eltern zählt übrigens der schwierige Wiedereinstieg ins Berufs- leben. Trotz einiger Unzufriedenheiten erweist sich der Elternurlaub in Luxemburg als Erfolgskonzept. So ist die Anzahl an Anträgen von Müttern und Vätern seit der Einführung 1999 deutlich gestiegen. (Foto: Francois Aussems)

ABSTAMMUNGSGESETZ – Rechte des Kindes

490_0008_10701661_bebeDie ersten Gutachten bezüglich der Reform des Abstammungsrechts liegen vor. Der zuständige Parlamentsausschuss hatte externe Gremien um eine Stellungnahme gebeten. Das neue Abstammungsgesetz soll u.a. die anonyme Geburt, die künstliche Befruchtung und die Leihmutterschaft gesetzlich regeln. Bei Letzterer gilt es zu klären, ob man an einem reinen Verbot der Leihmutterschaft festhält – wie im Gesetzesprojekt ursprünglich vorgesehen. Schließlich dürfe man nicht die Augen vor der Realität verschließen, so Justizminister Félix Braz.

LOTERIE NATIONALE – Besser spät als nie!

490_0008_13753078_LN_EuroMillions_Buletin_New_LogoDer Euromillions-Gewinner aus Luxemburg hat sich gemeldet. Und dies fast zwei Monate nach der Ziehung. Scheinbar sei die oder der Glückliche sich nicht bewusst gewesen, im Besitz des Gewinnerscheins zu sein und damit 31.666.941 Euro gewonnen zu haben. (Foto: Loterie Nationale)

BILDUNGSWESEN – Dieser Weg wird kein leichter sein

490_0008_14147788_05_03_2015_Editpress_008828Die Lehrergewerkschaften SNE und SEW (hier auf dem Bild Patrick Remakel und Patrick Arendt) lehnen die neuen Stundenpläne sowie die damit verbundene Reorganisation des Förderunterrichts ab. Außerdem ziehen sie das aktuelle Modell der Schulkomitees der geplanten Einführung eines Schuldirektors vor. Des Weiteren wehren sie sich gegen die Erhöhung ihres Arbeitspensums. So das ernüchternde Fazit der zweiten Schlichtungsrunde zwischen Bildungsminister Claude Meisch und den Gewerkschaften der Sekundarlehrer. Neben Ablehnung gab es aber auch Forderungen. So setzen die Lehrer sich unter anderem für eine Erhöhung des Lehrerkontingents ein. (Foto: Didier Sylvestre)

FINANZMISSION IN DER WÜSTE – Werbung für Luxemburg

490_0008_14147681_SIP_Guillaume_Stephanie_Qatar_LuxIm Rahmen einer von „Luxembourg for Finance“ organisierten Finanzmission bereiste Finanzminister Pierre Gramegna gemeinsam mit dem erbgroßherzoglichen Paar die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, um dort u.a. für den luxemburgischen Finanzplatz zu werben. (Foto: SIP)

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Author: Georges Noesen

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