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Chronik der Woche 17: Harte Fakten

Die Wahl in Frankreich und eisige Nächte waren die Themen der Woche. Und trotz Ferien gab es Neuigkeiten über die Schüler des Landes: Sie sind zwar nicht die Besten, fühlen sich aber größtenteils pudelwohl.

Wahlverhalten – Was wäre, wenn…

… die Luxemburger an den französischen Prasidentschaftswahlen teilnehmen könnten? Diese Frage stellte das Tageblatt in einer Meinungsumfrage. Das Ergebnis: 45 Prozent hätten Emmanuel Macron gewählt, Marine Le Pen hingegen nur neun Prozent. Fillon und Hamon wären auf 17 bzw. 16 Prozent gekommen. Erstaunlich an den Ergebnissen ist aber, dass 13 Prozent der Luxemburger, die hier „déi gréng“ wählen, in Frankreich für den Le Pen gestimmt hätten. Grün ist eben nicht unbedingt links, auch wenn das meist in einen Topf geworfen wird.
Foto: Pixelio

PISA-Studie – Wohlfühlen im Fokus

Regelmäßig bringen die Ergebnisse der weltweiten PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) schlechte Nachrichten ins Ländchen. Zwar liegen die Fähigkeiten der 15-Jährigen in den getesteten Bereichen nicht mehr wie bei der ersten Studie im Jahr 2000 am unteren Ende der Länderliste, aber viel besser als gerade einmal durchschnittlich sind sie auch nicht geworden. Bei den letzten Tests aus dem Jahr 2015, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden, kam eine neue Kategorie hinzu: die des Wohlfühlens. Diese ergab, dass sich ein Großteil der luxemburgischen Schülerinnen und Schüler wohl bis sehr wohl fühlt. Auffällig dabei ist jedoch, dass mehr Jungen (39 Prozent) angaben, sich „sehr wohl“ zu fühlen, nur 29 Prozent der Mädchen empfinden das ebenso. Ein großes Problem, wie auch in den meisten anderen OECD-Staaten, die an der PISA-Studie teilnehmen, scheint das Mobbing zu sein: 15,7 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler gaben an, regelmäßig Opfer von Mobbing oder Gewalt zu werden. Zudem gab fast die Hälfte aller Befragten an, unter Prüfungsangst zu leiden, unabhängig von den schulischen Leistungen.
Foto: Editpress-Archiv

Zahl der Woche: 155

Anträge auf Asyl wurden seit Anfang Januar von Flüchtlingen aus Syrien gestellt. Damit sind Syrer die größte Gruppe von Flüchtlingen in Luxemburg.

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Frostschäden – Bitterkalte Nächte

Da stand das Land in schönster Blüte, und plötzlich hält Väterchen Frost wieder Einzug. Wintereinbrüche im April sind zwar nicht wirklich ungewöhnlich, aber nach einem so sonnigen und warmen März wie in diesem Jahr hatten es sich Menschen und Pflanzen schon richtig gemütlich gemacht im Frühling. Doch während wir Menschen uns schützen können, waren die Nächte mit Minusgraden vor allem für alle Frühblüher und jungen Triebe gefährlich. Viele Blüten an den Obstbäumen sind erfroren, und auch die zarten Triebe an den Weinreben sehen aus wie verwelkt. Welchen konkreten Schaden der Frost angerichtet hat, wird man wohl erst bei der Ernte sehen. Weinbauern rechnen allerdings schon jetzt mit Einbußen von bis zu 20 Prozent in diesem Jahr.
Foto: Hervé Montaigu (Editpress)



Ärzteversorgung – Subventionen für Praxen

Um die ärztliche Notfallversorgung abseits der drei „Maisons médicales“ (in Luxemburg-Stadt, Esch/Alzette und Ettelbrück) zu verbessern, denkt Gesundheitsministerin Mutsch über eine finanzielle Unterstützung für allgemeinmedizinische Praxen im ländlichen Raum nach, die bereit sind, ihre Öffnungszeiten zu verlängern. Damit sollen einerseits die Notfallzentren entlastet werden, andererseits aber auch die Möglichkeit geschaffen werden, die ärztliche Versorgung in Notfällen über das ganze Land hinweg bedeutend zu verbessern. Ein wichtiges Zeichen, vor allem für ältere Menschen.
Foto: Editpress-Archiv

Grenzverkehr – Belgische Überwachung

Auf sämtlichen Autobahnen an den Grenzen Belgiens werden ab sofort alle vorüberfahrenden Fahrzeugkennzeichen per Kamera erfasst und mit aktuellen polizeilichen Fahndungsdaten abgeglichen. Diese Maßnahme soll die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität wie Menschen- und Drogenhandel, illegale Einwanderung oder terroristischen Aktionen unterstützen. Die installierten Kameras können sowohl die Kennzeichen auslesenals auch Fotos von den Fahrzeuginsassen machen. Wir können es nicht verhindern: Big Brother ist watching you!
Foto: Jean-Claude Ernst (Editpress)

Zitat der Woche

„Wenn ich den Franzosen einen Ratschlag geben kann, ist es der folgende: Tut alles, um Le Pen zu verhindern.“ Premier Xavier Bettel im Tageblatt am 24. April.

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Bombendrohung – Baumarkt evakuiert

Nach einer Bombendrohung in einem Bettemburger Baumarkt wird das Gebäude geräumt und die Umgebung großräumig abgesperrt. Ein Sprengsatz wird nicht gefunden, aber die Polizei nimmt Drohungen wie diese sehr ernst, heißt es.

Verkehr – Entschleunigung

Tempo 30 und „rechts vor links“: Das gilt seit Dienstag in der Escher Kanalstraße. Die Anwohner freuen sich, denn durch den geraden und übersichtlichen Verlauf der Straße fühlten sich immer wieder zahlreiche Autofahrer genötigt, richtig auf die Tube zu drücken. Diese Zeiten sind nun vorbei.
Foto: Editpress-Archiv

March for Science – Auch im Ländchen

Er war schon lange angekündigt, der internationale March for Science, eine Demonstration für die Förderung und gegen die Einschränkung von Wissenschaft und Forschung. Überall in der Welt kamen Menschen zusammen, in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. waren es Tausende, die friedlich, aber nachdrücklich mit Plakaten und Reden auf die Bedeutsamkeit wissenschaftlicher Forschungen und die Gefahr von „alternativen Fakten“ aufmerksam machten. Auch in Luxemburg versammelten sich etwa 100 Menschen auf der Place de Clairefontaine. Nicht viele – aber immerhin.
Foto: Didier Sylvestre (Editpress)

Heike Bucher

Journalistin

Ressort: Wissen

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Author: Martine Decker

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