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Chronik der Woche 20: Das große Gähnen

Es scheint fast so, als würde die Frühjahrsmüdigkeit auch der Aktualität etwas zusetzen. Zum Glück wurde der Ursacher der falschen Bombenmeldungen entlarvt, und der Besuch der Herzogin von Cambridge sorgte für ein bisschen Glamour.



Transport – Ganz schön viel los

Transportminister François Bausch (déi gréng) bestimmte die Wochenaktualität fast im Alleingang. Als erstes präsentierte er die Visionen der Regierung für die Nordstad. 732 Millionen werden in den nächsten fünf Jahren in Infrastrukturen investiert. Unter anderem wird auch die B7 bis hinter Ettelbrück als Autobahn ausgebaut. Dann lodert es weiterhin im Dossier Flughafenverwaltung ANA, wo der Streit noch lange nicht beigelegt ist und es könnte sogar Richtung Streik gehen. In Sachen Schienenverkehr kann der Minister nach einem Treffen mit seinem belgischen Amtskollegen François Bellot positives vermelden. Unter anderem wird die Zugverbindung Richtung Brüssel (etwas) attraktiver werden indem bis 2021 20 Minuten eingespart werden. Und last but not least weihte Bausch auch noch die neue Fahrradpiste auf der roten Brücke ein…
Foto: Hervé Montaigu (Editpress)

Pseudo-Bommeleeër – Verdächtiger „gefasst“

Wer hätte das gedacht? Der mutmaßliche Autor der rezenten Bombendrohungen wurde ermittelt. Und wie der Zufall es will, befand sich der 56-Jährige Mann schon im Knast und zwar in Nancy, von wo aus er mittels Mobiltelefon nach Luxemburg telefoniert haben soll. Über die Motive des Telefonterroristen ist derweilen nichts bekannt. In Nancy wird er noch bis 2019 absitzen müssen. Danach soll er nach Luxemburg ausgeliefert werden.
Foto: Jean-Claude Ernst (Editpress)

Zahl der Woche: 83,3

Prozent des Wirtschaftswachstums 2016 sind auf den Außenhandel zurückzuführen.

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Pressehilfe – Debatte in der Chamber

Ab 2021 sollen jährlich 38 Millionen Euro an die Presse fließen. Damit wird laut Medienminister Xavier Bettel eine pluralistische Presselandschaft garantiert. Neben den klassischen Medien sind nun auch Online-Publikationen mit einbegriffen sowie lokale und regionale Fernsehsender. Aus CSV-Reihen wurde die Kritik geäußert, dass Start-Up-Unternehmen in der Medienbranche nicht gezielt unterstützt würden. Eine berechtigte Kritik, da es oft derartige Firmen sind, die Innovation in eine Branche bringen und alteingesessene Platzhirsche wachrütteln.
Foto: Fabrizio Pizzolante (Editpress)

Brexit – Harte Worte eines Europäers

Es sah schon besser aus für die Europäischen Union, und obwohl mit der Wahl Emmanuel Macrons zum neuen französischen Präsidenten ein weiterer „Exit“ vorläufig vereitelt wurde, scheint EU-Kommissionspräsident Juncker den Brexit noch nicht verdaut zu haben. In Bukarest nannte er den Ex-Premierminister Großbritanniens David Cameron einen Zerstörer und gab sich zuversichtlich, dass es keine weiteren Austritte geben werde. Schließlich lohne es sich nicht, was am Beispiel der Briten in Zukunft deutlich werde.
Foto: Thierry Martin

SIGI – Schwere Vorwürfe

Mitte letzter Woche sah sich das „Syndicat Intercommunal de Gestion Informatique“, kurz SIGI, schweren Anschuldigungen ausgesetzt. Ein Unbekannter ließ ein 56-seitiges Dokument an die Presse gehen, in dem Direktor Carlo Gambucci der Veruntreuung von Betriebsmitteln angeschuldigt wird. Unter anderem war die Rede von einem 55.000 Euro teuren Dienstwagen, der auch für private Zwecke zum Einsatz kam. Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag wurde letzteres bestätigt und hinzugefügt, dass es sich hier um eine gängige Praxis handele und dies auch vom Führungskomitee genehmigt sei. Dass der Direktor jedoch bei einer Urlaubsreise in die Schweiz eine Vignette über den Betrieb erworben hätte, wurde als falsch dargestellt. Es hätte sich hierbei um eine Dienstreise gehandelt. Insgesamt wurden alle Vorwürfe auf der Pressekonferenz zurückgewiesen. Man habe die Geschäfte in Transparenz abgewickelt, und das Syndikat würde ohnehin unter der Beaufsichtigung des Innenministeriums arbeiten.
Foto: Fabrizio Pizzolante (Editpress)

Zitat der Woche

„Et ass d’Zil vun eiser Partei, an eng Regierung ze kommen.“ ADR-Abgeordneter Gast Gibéryen im Interview bei Radio 100,7.

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Alkoholkonsum – Präventionskampagne

Bis zum 21. Mai findet eine vom Gesundheitsministerium organisierte Aktionswoche zum Thema „Alkohol? Weniger ist besser!“statt. Unter dem Motto „Kein Alkohol unterwegs!“ wird vor allem auf Risiken des Alkoholkonsums für Auto- und Radfahrer hingewiesen, die nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Umfeld gefährden. Laut Gesundheitsministerium leiden etwa 30.000 Menschen unter Störungen durch Alkohol und bis zu 5.000 unter einer schweren Abhängigkeit. Im Rahmen der Aktion sollen Freiwillige im öffentlichen Raum auf das Thema aufmerksam machen und Diskussionen anregen.
Foto: Pexels

„e quante Sprong-Release“ – Sturköpfiges „Love Boat“

Release-Partys von Luxemburger Bands gibt es fast im Wochentakt, und die meisten suchen sich die Rockhalle oder eine ähnliche Location aus, um ihre neue Musik dem Publikum zu unterbreiten. Da ist es schon ziemlich erfrischend, wenn eine Band versucht, etwas anderes auf die Beine zu stellen. So wie die alten Ska-Haudegen von den Toxkäpp!, die am Samstag zu einer etwas anderen Moselschifffahrt geladen hatten um ihr neuestes Wek „E Quante Sprong“ live zu präsentieren.
Foto: Kaboompics

Rekrutierung – Die Feuerwehr

Die Feuerwehr will in Zukunft 50 neue Stellen bei der Berufsfeuerwehr besetzen. Im Parlament wollte DP-Abgeordneter Max Hahn von Innenminister Dan Kersch wissen, wo man jene Rekruten finden will. Der Minister wies darauf hin, dass sich die Rekrutierung vor allem an Schulabgänger richte. Die Kampagne soll noch vor den Sommerferien beginnen.
Foto: Alain Rischard (Editpress)

Philippe Reuter

Journalist

Ressorts: Land und Leute

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Author: Martine Decker

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