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Chronik der Woche 25: Punk ist nicht tot

Neben der Tatsache, dass Green Day den Stadion-Punk in der Rockhalle zelebrierten, ging es in der Wochenaktualität mit der „Fête de la musique“ sowieso sehr musikalisch zu, man könnte fast sagen harmonisch.

Fotos: Isabella Finzi (3), Tania Feller, Jean-Claude Ernst (alle Editpress), Editpress-Archiv (2)

Wiseler will kein adr – Je t’aime… moi non plus

Der CSV-Fraktionschef Claude Wiseler hatte in einem Interview bei RTL Radio Lëtzebuerg Anfang vergangener Woche erklärt, seine Partei würde eine Koalition mit der adr nach den Wahlen 2018 ausschließen. Die adr reagierte prompt in einer Pressemitteilung und warf der CSV unter anderem vor, links von der politischen Mitte zu stehen und mit solchen Aussagen jetzt schon den womöglichen Wählerwillen 2018 nicht respektieren zu wollen. Koaltionsdiskussionen mehr als zwölf Monate vor der Wahl zu führen, zeigt zumindest eins… Einige können es (wohl) kaum erwarten, dass endlich Wahlen sind…

Luxair Jahresbilanz – Leaving On A Jet Plane

Die Luxair-Gruppe hat im vergangenen Jahr einen Netto-Gewinn von 4,4 Millionen Euro gemacht. Dies bedeutet einen Rückgang von 5,3 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Die Airline hat in einem „schwierigen Umfeld“, wie CEO Adrien Ney (Foto) es nannte, ein Minus von 8,8 Millionen eingeflogen. Die Bereiche LuxairTours, LuxairCargo und LuxaixServices erwirtschafteten allerdings Gewinne.

Zahl der Woche: 25

Prozent der Kinder hierzulande sind laut einer Studie von Unicef von Armut betroffen.

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Fete de la musique – Music Was My First Love

Das Wochenende stand von Düdellingen bis Niederanven ganz unter dem Motto der John-Miles-Schnulze. Weil der Wettergott auch noch ein Einsehen hatte, entpuppte sich die diesjährige „Fête de la musique“ als große OpenAir-Party, bei der ausländische Acts wie die Mighty Oaks, Van Holzen, Puggy oder Luxemburger Künstler wie „de Läb“ oder Legotrip als Headliner auftraten. Da kann man es fast nur mit den deutschen Punkrockern Broilers halten: „Ganz egal ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein.“

Online-Petitionen – Let It Be

Drei Jahre nach deren Einführung wurde eine erste Bilanz über die öffentlichen Petitionen gezogen. Seit dem 12. März 2014 haben von 442 eingereichten Petitionen 23 das Mindestquorum von 4.500 Unterschriften erreicht und damit zu einer Debatte im Parlament geführt. Die Petition mit den meisten Schriften hat die ominöse Petition 698 von Lucien Welter über die Amtssprache in Luxemburg erhalten, mit mehr als 14.700 Unterschriften.

Studie über NEETs – The Kids aren‘t Alright

Vergangene Woche wurde eine Studie über sogennante NEETs (Not in Education, Employment or Training), Personen also, die weder zur Schule gehen noch in Ausbildung sind oder eine Arbeit haben, vorgestellt. Unter anderem zeigen die Resultate der Studie, an der das „Service national de la jeunesse“, die „Inspection générale de la sécurité sociale“ (IGSS) und das Institut LISER beteilligt waren, dass zwei von drei Betroffenen binnen zwei Jahren den NEET Status wieder verlieren, ein Drittel der Befragten allerdings in der NEET-Gruppe bleiben. Einer der Hauptgründe und Risikofaktoren, um in diese Situation zu kommen, ist der Abbruch der Schulausbildung. Bildungsminister Claude Meisch will diesem Phänomen mit konkreten Maßnahmen
entgegenwirken.

Zitat der Woche

„De gesonden Mënscheverstand seet engem dass zwee Mandater mussen duergoen.“ Der scheidende Präsident der „Chambre des Métiers“ Roland Kuhn am 15. Juni bei RTL RadioLëtzebuerg

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Gefängnis – Comfortably Numb

Justizminister Félix Braz hat einen Audit über die Gefängnismedizin präsentiert. Ein Schweizer und ein französischer Experte haben sich mit der Thematik befasst und 70 Empfehlungen festgehalten, aber insgesamt ein gutes Zeugnis ausgestellt. Unter anderem wurde hervorgehoben, dass infektiöse Krankheiten schnell vom Personal erkannt und dementsprechend schnell behandelt würden. Es ist zwar bei weitem noch nicht alles perfekt, aber so schlecht wie der Ruf scheint Schrassig nicht zu sein…

Kollektivverträge – Don‘t Worry, Be Happy

Lange Zeit standen die Zeichen im Sozial- und Pflegesektor auf Streik. Am vergangenen Donnerstag konnten sich allerdings die Gewerkschaften OGBL und LCGB mit den Arbeitgebervertretern über einen neuen Kollektivvertrag einigen. Unter anderem sind Lohn- und Karriereverbesserungen vorgesehen was die Gewerkschaften seit Langem forderten. Der Kollektivvertrag tritt am 1. Oktober in Kraft und dauert bis zum Dezember 2019. Auch im Spitalwesen liegt der angedrohte Streik momentan auf Eis, und es wird zwischen den Sozialpartnern um eine Einigung gefeilscht. Auch im Spitalwesen geht es um eine Aufwertung der Karrieren.

Landesplanung – I Like Birds

Zwölf formelle Beanstandungen handelte sich das Landesplanungsgesetz vom Staatsrat ein. Vor allem, weil so manches nicht präzise ausformuliert sei. Trotz dieser Beanstandungen hofft die aktuelle Regierung, das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschieden zu können. Es könnte allerdings vom zeitlichen Spielraum äußerst eng werden. Aber wer weiß?

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Martine Decker

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