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Chronik der Woche 27: Ab aufs Rad

Die Frankreichrundfahrt hatte nur ein kurzes Gastspiel in Luxemburg, und die Aktualität drückte noch einmal auf die Tube. Und sogar die hierzulande scheinbar sakrosankte Oktoberfeststimmung drängte sich in den Vordergrund.

Fotos: Jean-Claude Ernst, Hervé Montaigu (3), Julien Garroy, Fabrizio Pizzolante (alle Editpress), Pixabay (2)

Erster Spatenstich – Neuer Knast für U-Haft

Das Gefängnis in Schrassig platzt seit Jahren aus allen Nähten und die Tatsache, dass hier Untersuchungshäftlinge gemeinsam mit verurteilten Straftätern untergebracht sind, wird schon seit Ewigkeiten kritisiert. Das neue Gefängnis für Untersuchungshäftlinge auf dem „Uechterhaff“ in der Gemeinde Sanem soll hier Abhilfe schaffen. Vergangene Woche wurde der erste Spatenstich getätigt, und das Gebäude soll bis 2022 fertig gestellt sein. Bis zu 400 Untersuchungshäftlinge können dann hier untergebracht werden.

Skyliner – Die Stadt von oben

Wer in den kommenden Wochen einen etwas anderen Blick auf die Hauptstadt werfen will, der sollte die Gelegenheit nicht verpassen, sich bis zum 6. August eine Fahrt mit dem 81 Meter hohen „Skyliner“ zu gönnen. Für sieben Euro gibt es einen außergewöhnlichen Blick auf Luxemburg, und bei gutem Wetter reicht die Sicht bis weit über die Tore der Hauptstadt hinaus.

Zahl der Woche: 100

Projekte hat die „Oeuvre nationale de secours Grande-Duchesse Charlotte“ im vergangenen Jahr unterstützt.

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Neue Petitionen – Mehrere Forderungen

Des Otto-Normal-Luxemburgers zweite Lieblingsbeschäftigung – nach dem Besuch von irgendwelchen Oktoberfesten – ist das Verfassen von Online-Petitionen. Sechs neue können seit letzter Woche und noch bis zum 8. August unterschrieben werden. Unter anderem wird – obwohl der gesunde Menschenverstand es längst voraussetzt – gefordert, dass das Tragen eines Helms auf dem Fahrrad für Kinder unter zwölf Jahren Pflicht wird, eine andere setzt sich für das Herabsetzen der Promillegrenze auf 0,0 und eine dritte dafür ein, dass Väter statt den bisherigen zwei Tagen in Zukunft zehn Tage Urlaub bei der Geburt eines Kindes erhalten.

Foire Agricole – Ganz schön was los

Der Wettergott hat zwar am Wochenende keinen eitlen Sonnenschein aus dem Hut gezaubert, das änderte allerdings nichts daran, dass die „Foire Agricole“ in Ettelbrück zu einem wahren Publikumsmagnet wurde. Die Messe ist seit Jahren weit aus mehr als nur eine Fachmesse für Landwirte, sondern ein regelrechter Treffpunkt, wo das breite Publikum einen Einblick in die Landwirtschaft des Landes erhält. Wer es nicht mit Traktoren und Kühen hatte, dem wurde am Wochenende trotzdem nicht langweilig, vom „Urban Art Festival“ in Esch über die „Fête des hauts fourneaux“ auf Belval bis zur „Nuit des légendes“ in Esch/Sauer war im ganzen Land etwas los.

Vermummungsverbot – Alle Jahre wieder

Nachdem ein mögliches Vermummungsverbot schon vor rund zwölf Monaten (vor allem, aber nicht nur in Frankreich) das scheinbar ideale Thema war, um das Sommerloch auszufüllen, ist es mal wieder in Luxemburg ein Thema. Vor allem die sich scheinbar schon im Wahlkampf befindende CSV lässt nicht locker und will von der Regierung klare Ansagen. Justizminister Felix Braz ließ letzte Woche nur verlauten, dass wahrscheinlich noch vor den Sommerferien ein Gesetzesprojekt vorgelegt wird.

Zitat der Woche

„Et geet net drëms ob de Bettel de Premier ass oder net.“ Premierminister Xavier Bettel am 29. Juni beim Radio 100,7

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Oktoberfest Alzingen – Kein „O’zapft is“

Eigentlich ist es eine Bagatelle: Die Veranstalter des größten Oktoberfestes im Land haben aus verschiedenen Gründen entschieden, die Biersause in diesem Jahr ins Wasser fallen zu lassen. Doch wenn sogar das Enregistrement nach einem Fernsehbericht von RTL Télé Lëtzebuerg sich genötigt sieht zu reagieren, dann scheint das Dirndl-und-Lederhosen-Spektakel mehr Menschen zu bewegen als man glauben könnte. Das Problem des Festes in Altzingen ist, dass es eine Riesensause mit einer Menge Einnahmen geworden ist, die von einer kleinen Asbl organisiert wird. Das Gesetz sieht vor, dass die TVA nicht erfällt, wenn Feste von Asbls vor allem dazu dienen, dass Vereinsleben gewährleisten zu können. Die Nummer in Altzingen war scheinbar zu groß geworden…

Finanzplatz – Ein bisschen grüner

Im Gegensatz zur ollen Föhnmatte aufder anderen Seite des Atlantiks, der im Vorfeld des G20 mal wieder seine Entscheidung verteidigt hat, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen, will die Luxemburger Regierung die Klimaschutzziele groß auf die Fahnen schreiben und sogar dem Finanzplatz einen grünen Anstrich verpassen. Mit einem neuen „Climate Finance Accelerator“ soll Fondsmanagern beim Investieren in nachhaltige Anlagen geholfen werden. Laut Umweltministerin Carole Dieschbourg wird der Finanzplatz idealerweise eine Vorreiterrolle einnehmen.

Gesundheitsministerium – Sterbefälle in Zahlen

Im Jahr 2015 starben in Luxemburg insgesamt 3.936 Menschen, 49,2 Prozent davon waren Männer und 50,8 Prozent Frauen. 92,8 Prozent der Todesfälle sind krankheitsbedingt, die restlichen 7,2 Prozent auf äußere Umstände zurückzuführen. Hierzulande verstarben im Jahr 2015 die meisten Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (30 Prozent), gefolgt von Krebserkrankungen (28,2 Prozent).

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Martine Decker

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