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Chronik der Woche 27: Dunkle Wolken

Der langersehnte Sommer verwöhnt uns endlich mit sonnigen Momenten, doch die Woche wird nicht nur von hiesigen Schlagzeilen, sondern auch von einer Reihe terroristischer Attentate in aller Welt überschattet.

Philharmonie – Mit Parolen beschmiert

490_0008_14211633_2606_12Am Nationalfeiertag hat die Polizei sechs Jugendliche auf frischer Tat beim Sprayen vor dem Gebäude der Philharmonie ertappt. Die Täter wurden kurzerhand mit Putzmaterial ausgestattet, um ihr „Kunstwerk“ sofort zu entfernen. Doch da dieses scheinbar gegen bewährte Hausmittel resistent war, musste die Feuerwehr anrücken. Zudem wurde der Fall protokolliert und die Spraydosen konfisziert. In der Darstellung der Polizei heißt es des Weiteren, die Sprayer hätten die Philharmonie mit „linken Parolen beschmiert“. Das ließ das Künstlerkollektiv nicht auf sich sitzen und bezog auf Facebook Stellung. Bei den Parolen habe es sich um Auszüge aus der Luxemburger Nationalhymne gehandelt, die sie lediglich verfremdet hätten. Außerdem sei es kein übliches Farbspray, sondern nur Kreide und Kreidespray gewesen. Für die Polizei ändert dies jedoch nichts an dem Tatbestand. (Foto: Editpress/Herve Montaigu)

Armee – In den Schlagzeilen

490_0008_14212177_491_0008_444323_PARADE_MILITAIRE_01Zwei junge Rekrutinnen haben sich RTL zufolge über einen Unteroffizier beschwert, weil er sie mit SMS, Facebook-Nachrichten oder körperlicher Nähe belästigt habe. Der Beschuldigte sei bereits vor Jahren wegen unsittlichen Benehmens aufgefallen. So sei er 2007 wegen Angriffs auf die Schamhaftigkeit angeklagt und verurteilt worden. In einem weiteren Fall wegen Vergewaltigung sei er freigesprochen worden. Der Unteroffizier sei nach diesen Urteilsverkündungen im „Etat Major“ der Armee und später in der Basisausbildung beschäftigt worden, wo er Rekruten und Rekrutinnen den Drill beibringt, berichtet RTL. Die Armee bestätigt sowohl, dass es Beschwerden gab als auch die Vorgeschichte des Beschuldigten. Stellt sich die Frage, warum besagter Unteroffizier trotz seiner Vorgeschichte ausgerechnet in die Basisausbildung versetzt wurde. Die Untersuchungen diesbezüglich laufen und solange gelte die Unschuldsvermutung, heißt es weiter von Seiten der Armee. Mit dem Dingo-Crash im Heilig-Geist-Tunnel im Anschluss an die Militärparade an Nationalfeiertag hat sich die Armee ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. (Foto: Pierre Matge)

Zahl der Woche: 1.642

Schüler haben im Schuljahr 2012/2013 die Schule ohne Abschluss verlassen. Im Vergleich zum vorherigen Schuljahr ist das ein Anstieg von 2,4 Prozent.

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Terror-Anschläge – Schwarzer Freitag

490_0008_14212950_28_06_2015_Editpress_028579Innerhalb kurzer Zeit wurden an einem Tag mehrere Menschen bei einer Reihe mutmaßlicher islamistischer Anschläge getötet. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in Kuweit sind während des traditionellen Freitagsgebets mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. In Syrien gab es bei einem Anschlag der Terrormiliz IS mindestens 20 Tote. In Somalia griffen islamistische Extremisten einen Militärstützpunkt der Afrikanischen Union an, die Todeszahl wird auf ein Dutzend geschätzt. Doch der Terror macht auch vor Europa keinen Halt: Im französischen Lyon wurde nach einem Überfall auf eine Gasfabrik ein enthaupteter Leichnam entdeckt. Bei einem Angriff auf ein Strandhotel im tunesischen Urlaubsort Sousse gab es mindestens 39 Tote, darunter einem Medienbericht zufolge mindestens 30 Briten. Das Hotel sowie das Nachbarhotel werden auch im Katalog von LuxairTours angeboten. Unter den Opfern seien keine Luxemburger, bestätigt das Unternehmen. Zum Zeitpunkt des Attentats waren 26 Urlauber von LuxairTours in der Region um Sousse, 12 davon im benachbarten Hotel. Zwei weitere Kunden, die in einem anderen Hotel untergebracht waren, wurden Zeugen der Attacke. Sie wurden noch in der Nacht auf Samstag von der Air Rescue zurück nach Luxemburg gebracht. Auch alle anderen LuxairTours-Kunden sind derweil heimgekehrt. Wegen der Attentate hat Luxair beschlossen, sämtliche Flüge nach Enfidha bis zum 12. Juli zu stoppen. (Foto: Editpress/Herve Montaigu)

Polizeiaudit – Schwachstellen aufgedeckt

490_0008_14206643_16_04_2015_Editpress_014758Sicherheitsminister Etienne Schneider (LSAP) stellte kürzlich die Ergebnisse einer ausführlichen Prüfung der Polizei in Luxemburg vor. Es seien „gravierende Schwachstellen“ entdeckt worden, die der breiten Öffentlichkeit jedoch „aus Sicherheitsgründen“ vorenthalten werden. Viele der befragten Polizisten hätten um Diskretion gebeten. Knapp 1.000 Fragebögen hatten die Polizisten online ausgefüllt. Es gab 480 vertrauliche Einzelgespräche mit Beamten. 191 Polizisten reichten auf Eigeninitiative Verbesserungsvorschläge ein. Vollen Einblick erhalten aber die Gewerkschaften, die auch in die Schlussfolgerungen des Audits einbezogen werden sollen. Eine Konklusion habe man bereits gezogen: Statt sechs soll es künftig nur noch drei Polizeiregionen geben – Diekirch, Luxemburg und Esch. (Foto: Editpress/Tania Feller)

Zitat der Woche

„Ich werde bis zur letzten Minute, Sekunde, Millisekunde arbeiten, damit das Euro-Projekt nicht abstirbt.“ – EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 26. Juni im Tageblatt

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Kulturhauptstadt – Wer wird es?

490_0008_14201732_14_06_2015_Editpress_0253882022 erhält Luxemburg wieder eine europäische Kulturhauptstadt. So will es das Rotationsprinzip. Eine Frage bleibt jedoch noch offen: Wer macht das Rennen? Neben der Stadt Luxemburg, die den Titel beim letzten Mal (2007) erhielt, haben auch Differdingen und Esch ihr Interesse bekundet. Die Entscheidung fällt spätestens 2018. Bis dahin können auch andere Städte ihre Kandidatur stellen. (Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

Personalien – Bäumchen, wechsle dich

Die derzeitige Generaldirektorin des Europäischen Amtes für Veröffentlichungen, Martine Reicherts, wird neue Leiterin der Generaldirektion für Bildung und Kultur. Georges Ravarani, der bisherige Präsident des Verwaltungsgerichts in Luxemburg, wechselt an den Europäischen Gerichtshof. Er tritt die Nachfolge von Dean Spielmann an, der seit 2004 als Richter am Europäischen Menschenrechtsgerichtshof arbeitet.

EU-Außenministerium – Hoher Besuch

490_0008_14207153_MoonEU-Generalsekretär Ban Ki-Moon (2.v.r.) war auf Arbeitsbesuch in Luxemburg. Bei dieser Gelegenheit führte er Gespräche mit den Luxemburger Ministern Jean Asselborn (Mitte), Romain Schneider (l.) und Carole Dieschbourg (r.). Zuvor hatte Ban Ki-Moon an der Ratstagung der 28 EU-Außenminister auf Kirchberg teilgenommen. (Foto: Thomas Barbancey)

Business Club – Nachbarschaftspflege

490_0008_14210488_24_06_2015_Editpress_028016Der luxemburgisch-französische Business Club wurde anlässlich eines Empfangs zum Nationalfeiertag in der luxemburgischen Botschaft in Paris offiziell vorgestellt. Luxemburg war dabei durch Premierminister Xavier Bettel, Finanzminister Pierre Gramegna und Wirtschaftsminister Etienne Schneider vertreten. Der Club, der Ende Mai gegründet wurde und sich in der Residenz des luxemburgischen Botschafters befindet, soll die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Luxemburg und Frankreich stärken. (Foto: Editpress/Jean-Claude Ernst)

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Author: Philippe Reuter

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