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Chronik der Woche 48: Hoch die Tassen!

Ein Grund zum Feiern lässt sich immer finden. Oder auch zwei oder drei. Kein Wunder, ist ja bald Weihnachten. Aber mal im Ernst: Wer kümmert sich endlich um dieses marode Atomkraftwerk, das regelmäßig für Nachrichten sorgt?

Fotos: Melody Hansen, Alain Rischard, François Aussems (2), Didier Sylvestre, Fabrizio Pizzolante (alle Editpress), Editpress-Archiv (2), Pro Sieben

Kreditwürdigkeit – Gutes reiches Land

Regelmäßig erhält Luxemburg von der Ratingagentur Moody‘s die Bestnote AAA. Jetzt hat die Agentur Luxemburgs Situation ausführlich analysiert und kommt zu dem Schluss, dass im Großherzogtum alles tutti ist. Von „sehr hohem Wohlstandsniveau“ ist da die Rede und einer soliden steuerlichen Entwicklung. Das klingt natürlich vorbildlich, Kredite braucht solch ein Land wahrscheinlich ohnehin nicht. Ein gewisses Risiko sieht die Ratingagentur allerdings in der Abhängigkeit des Landes von den Arbeitnehmern aus dem Ausland. Zudem will sie in künftigen Analysen auch die Entwicklung der Immobilienpreise und die Verschuldung der Privathaushalte berücksichtigen.

Ruppert und Cahen – Längerer Hebel

Nachdem Marc Ruppert vor drei Wochen seinen Rücktritt vom Posten des Generalsekretärs der Demokratesch Partei aus persönlichen Gründen bekanntgab, hätte es eigentlich ruhig um ihn werden können. Stattdessen liefert er sich einen kleinen Schlagabtausch mit seiner Parteivorsitzenden und Familienministerin Corinne Cahen. Grund ist ein am Samstag erschienenes Interview im Quotidien, in dem Ruppert erklärt, von Cahen unter Druck gesetzt worden zu sein. Er sollte auf einen Kommentar, der im Wort erschienen ist, reagieren und dementieren, dass innerhalb der Partei Spannungen und Meinungsverschiedenheiten bestünden. Cahen reagierte prompt und erklärte bei RTL, dass dies nicht stimme. Und bei der DP sei auch alles in bester Ordnung. Basta!

Zahl der Woche: 100

Millionenen Euro mehr Gewinn als erwartet hat die Cargolux in diesem Jahr gemacht. Die Boni für die Mitarbeiter sind bereits ausgezahlt worden.

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Knuedler on Ice – Winter Wonderland

Eislaufen und auf dem Weihnachtsmarkt bummeln – was gibt es Schöneres in der Vorweihnachtszeit? Seit Mittwoch kann beides auf dem Knuedler erledigt werden, dieses Jahr sogar auf einer noch größeren Eisfläche. Ein Teil der Schlittschuhbahn ist erstmalig extra für Kleinkinder abgesperrt, damit sie dort in aller Ruhe üben können. Bis zum 7. Januar bleibt „Knuedler on Ice“ stehen, danach wird abgebaut.

Erfolgreich – Luxemburg kann singen

Wenn sich Luxemburger in Castingshows der Nachbarländer präsentieren, ist das
etwas Besonderes. Dieses Jahr aber nicht, denn in die diesjährige Staffel von „The Voice of Germany“ haben es gleich drei aus dem Großherzogtum geschafft: Christine, Christina und Jimmy. Während die 21-jährige Christina bei den Battles ausschied, geht es für die 20-jährige Christine Heitz aus Mertzig in den Sing-Offs weiter. Ob der 19-jährige Jimmy es auch bis dahin schafft, gibt es am morgigen Donnerstag zu sehen.

Zitat der Woche

„Ich würde die Sanktionen einstellen und die Lieferungen wieder aufnehmen.“
Russland-Botschafter Alexander Sorokin im Tageblatt am 24. November.

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Bazar International – Immer wieder schön

Während ihr Mann auf der Mosel die neue Elektro-Fähre taufte, vergnügte sich Erbgroßherzogin Stéphanie gemeinsam mit Schwiegermutter Maria Teresa und Premier Bettel in den Messehallen beim alljährlichen „Bazar International“, der bereits zum 57. Mal stattfand. Der Basar ist die größte internationale Wohltätigkeitsveranstaltung des Landes. Auf ihm stellen Menschen, die in Luxemburg wohnen, die Delikatessen und schönsten Mitbringsel ihrer Heimatländer vor. Wer sich da nicht den Bauch vollschlägt, ist selbst schuld.

Fonds du Logement – Personalprobleme

Zum 1. Januar sollte Pitt Mathieu neuer Direktor des Wohnungsbaufonds werden, aber er hat es sich anders überlegt und bleibt, wo er ist, bei der Baufirma Giorgetti. Keine gute Nachrichten für den Fonds, der nach einer Neustrukturierung im Sommer erhebliche Probleme hat, seine Chefposten zu besetzen. Auch die Stelle des Verwaltungsrats-Präsidenten ist zu vergeben. Vielleicht sollten mal ein paar Frauen zum Zug kommen, nicht nur wegen der Quote.

Cattenom – Fass ohne Boden

Drei der im Atomkraftwerk Cattenom verbauten Brennstäbe wurden bei der Herstellung nicht auf ihre Funktionsweise überprüft, teilte die Herstellerfirma mit. Das muss nichts heißen, könnte es aber. Brennstäbe bestehen aus Uran, sie bilden den Kern des Reaktors. Ein undichter Brennstab könnte katastrophale Auswirkungen haben. Da kommt einem der erneute kleine Zwischenfall – eine brennende Pumpe im Maschinenraum – wie eine Lapalie vor.

Sankta Maria II – Grenzerfahrung

Noch hat sie zwar ihren Dienst nicht aufgenommen, die offizielle Taufe und Einweihung der neuen Elektro-Fähre zwischen dem luxemburgischen Wasserbillig und dem deutschen Oberbillig fand aber bereits am Samstag statt. Erbgroßherzog Guillaume legte selbst Hand an und zerschlug die obligatorische Flasche Champagner am Schiffsrumpf, was ihm allerdings erst beim zweiten Versuch gelang. Am 10. Dezember wird die Fähre ihren regulären Dienst aufnehmen.

Heike Bucher

Journalistin

Ressorts: Wissen und Gesundheit

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Author: alommel

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