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Chronik der Woche: Brüsseler Schatten

Nach „Je suis Paris“ heißt es jetzt „Je suis Bruxelles“. Und wieder einmal rückte die nationale Aktualität auf Grund von sinnlosen Terrorakten in einer europäischen Hauptstadt in den Hintergrund.

Cargolux – Ein gutes Jahr

490_0008_14492844_Cargolux_19_HRDas Luxemburger Luftfrachtunternehmen präsentierte seine Zahlen für das vergangene Jahr. Die Bilanz für die letzten 24 Monate sorgt für ein breites Grinsen bei den Verantwortlichen der Cargo-Gesellschaft. Ein Plus von 7,8 Prozent an transportierter Fracht gab es zu verbuchen, und der Weltmarktanteil ist auf 3,8 Prozent gewachsen. „Wir gewinnen an Marktanteilen, weil wir im Gegensatz zur europäischen Konkurrenz weiterhin investieren“, erklärte Geschäftsführer Dirk Reich. Im Februar dieses Jahres überholte Cargolux Fedex und ist weltweit zur Nummer sieben aufgestiegen. Die Erfolge sind laut Reich auf die neue Unternehmensstrategie zurückzuführen. Ziel bis 2020 ist ein weltweiter Marktanteil von fünf Prozent. (Foto: Viktor Laszlo)

Radarfallen – Ausgebremst

490_0008_14492342_071550Nach einer Woche Blitzaktivitäten auf den Straßen Luxemburgs wurden schon über 10.000 Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit rot angestrahlt und werden in den kommenden Wochen gebeten, ihren Obulus wegen Hang zum Bleifuß zu entrichten. Wenn die Blitzerei in diesem Maße weiter geht, dürfte Transportminister François Bausch (déi gréng) wahrscheinlich demnächst morgens unter der Dusche den Golden Earring-Klassiker „Radar Love“ auf der Luftgitarre performen. (Foto: Editpress/Isabella Finzi)

Zahl der Woche: 17.945

Menschen waren zum 29. Februar ohne Arbeit. Die Zahl der Arbeitslosen ist damit weiterhin rückläufig. Vor 24 Monaten gab es noch 1.150 mehr Arbeitslose.

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Einsatz auf Belval – Könige der Lüfte

490_0008_14492836_073076Einen nicht alltäglichen Einsatz gab es für das Escher Einsatzzentrum zu verbuchen. Auf Belval hatte sich ein Arbeiter in einer Höhe von 34 Metern schwer verletzt. Weil es nicht einfach war, den Mann zu bergen, griff die Escher Feuerwehr auf einen Baukran zurück, um den Mann möglichst schonend aus luftiger Höhe zu evakuieren. (Foto: CISEA)

Sprachförderung – Mehrsprachige Kitas

490_0008_14492928_073040Wenn man von klein auf eine Sprache lernt, fällt einem das leichter als wenn man älter ist. Ab September 2017 sollen Kinder in Kitas im Alter von einem bis vier Jahren gezielt in den Sprachen Luxemburgisch und Französisch gefördert werden. Ziel ist es, die Kitas besser zu nutzen, um Sprachen zu lernen und damit besser vorbereitet auf die Zukunft zu sein. Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat bereits Anfang des Jahres ein Pilotprojekt gestartet, an dem acht private und öffentliche Crèches teilnehmen, um zu testen, ob die Sprachförderung funktioniert. Die Sprachen sollen ganz im Alltag der Kitas angewendet werden, so zum Beispiel beim Spielen, Essen, Singen und bei allen anderen Aktivitäten. Die Kinder sollen spielerisch lernen und dabei Spaß haben. So möchte man auch durch die Migration entstandenen Ungleichheiten zwischen Kindern beheben, indem sie alle gemeinsam in der Kita Luxemburgisch und Französisch spielerisch erlernen können. (Foto: Editpress/François Aussems)

Zitat der Woche

„Mär si keng Insel.“ Premierminister Xavier Bettel am 22. März über die Gefahr von Terroranschlägen in Luxemburg (am 22. März bei RTL Télé Lëtzebuerg)

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Konsumentenschutz – Forderung nach Vorschussindextranche

490_0008_14488144_consoDie ULC („Union luxembourgeoise des consommateurs“) meldet sich in Sachen Kaufkraft und zur angedachten Steuerreform zu Wort. Der Konsumentenschutz sieht Handlungsbedarf, weil durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer und durch andere Preiserhöhungen die Kaufkraft der Verbraucher ständig sinken würde. Weil die nächste Indextranche wahrscheinlich erst im zweiten Trimester 2017 fallen wird, fordert die ULC eine Vorschussindextranche von 1,5 Prozent und parallel dazu die Abschaffung der Spezialsteuer von 0,5 Prozent. Die Idee einer Vorschussindextranche wurde1981 ad acta gelegt. (Foto: Isabella Finzi/editpress)

Postämter – Nägel mit Köpfen

490_0008_10795190_posteDie Post hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, insgesamt 35 Postfilialen über das ganze Land schließen zu wollen. Mittlerweile wurden bereits drei davon dicht gemacht. Die restlichen 32 Filialen werden zum 11. April geschlossen. In Zukunft wird es dann nur noch 62 Filialen in Luxemburg geben. Die 200 Beschäftigten aus den geschlossenen Filialen werden schließlich auf die großen Postdienststellen in der Hauptstadt sowie in Esch verteilt. (Foto: isabella finzi/Editpress)

Jahresbericht des Ombudsman – Klartext sprechen

In ihrem Jahresbericht 2015 stellt die Bürgerbeauftragte Lydie Err die Kommunikation in den Mittelpunkt. Laut Bericht würden sich zahlreiche Probleme zwischen Verwaltungen und Bürgern vermeiden lassen, wenn die Verwaltungen eine verständliche Sprache sprechen und die Informationen direkt weitergeben würden. Komplizierte Fachbegriffe seien fehl am Platz, so Err in ihrem Bericht. Eigentlich logische Forderungen, doch hochtrabendes Geschreibsel bei Behörden auszumerzen, wird sicherlich nicht so einfach…

Neuer FEDIL-Präsident – Gegen Krankheiten

490_0008_14490211_conf_rence_de_presse_annuelle_FEDILRobert Dennewald, der Präsident der „Federation des Industriels Luxembourgeois“, tritt von seinem Amt zurück. Stattdessen ist jetzt Nicolas Buck (Foto unten) Chef des Industrieverbands Fedil. Dieser kommt aber nicht aus dem klassischen Industriebereich wie Dennewald, sondern aus der ICT-Branche. Buck möchte neuen Wind und neue Ideen in die Fedil bringen. Die Fedil würde jetzt auch gegen drei „Krankheiten“, die typisch für Luxemburg seien, vorgehen. Erstens die Unfähigkeit, bei Zukunftsthemen zusammenzuarbeiten, zweitens die Langsamkeit, mit der Ideen zum Endprodukt würden, und drittens das Bildungssystem, das nicht die nötigen Talente von heute auf morgen vorbereite.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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