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Civilization: Beyond Earth

In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft ist man sich auf der Erde seit langem wieder über etwas einig: Die Zukunft der Menschheit liegt nicht auf dem blauen Planeten. Zu tief sitzen die Schmerzen vergangener Konflikte. Ein Neubeginn steht an.

Sid Meier’s Civilization: Beyond Earth spielt kurz nach einer globalen Katastrophe, dem sogenannten „Great Mistake”, der nicht weiter erläutert wird. Fest steht nur, dass das Überleben der Menschen als Rasse langfristig infrage steht. Überbevölkerung, ideologische Differenzen und Ressourcenknappheit treiben die Supermächte hinaus ins All, um auf einem fremdartigen Planeten zu siedeln und dort einen Neuanfang zu wagen.

Kritiker werfen dem Entwickler Firaxis vor, eine Science-Fiction-Kopie von Civilization V, von dem die Grafik-Engine übernommen wurde, produziert zu haben. Eingefleischte Fans von Civilization (CIV) kämen nicht auf ihre Kosten, da ein Großteil der Spielemechanik übernommen wurde. Als CIV-Neulinge lassen wir uns jedoch nicht von derartigen Kritiken beirren und starten in die neue Welt, getrieben von Neugierde und Größenwahn.

Als Pan-Asian-Cooperative (PAC) landen wir inmitten einer dichten außerirdischen Vegetation. Unsere Fraktion zeichnet sich durch überdurchschnittlich produktive Arbeiter aus. Außerdem fällt es uns leichter, Wunder zu erbauen, die uns zu ernstzunehmenden Vorteilen in allen Bereichen verhelfen. Nach etlichen Runden fängt unsere Hauptstadt Tiangong an zu wachsen, während Arbeiter fleißig am Erbauen von Infrastruktur werkeln. Schnell fällt uns die exotische und teils furchteinflößende Fauna auf und nehmen uns vor, auf keinen Fall in deren Entwicklung einzugreifen. Unterdessen erkundet unser Explorer die Umgebung, die einige Überraschungen parat hält: Skelette indigener Kreaturen, verschollene Expeditionen und Proviantkapseln, die unsere Fraktion in weiser Voraussicht verschickt hat.

Hoffentlich begehen wir nicht die Fehler wie einst unsere Vorfahren auf der Erde.

Angesichts des rasanten Gedeihens unserer Hauptstadt wird bald entschieden, eine zweite Kolonie zu gründen, nicht zuletzt, um noch mehr Ressourcen abzubauen und schneller forschen zu können. Doch dann der Schock: Die Fraktion „Brasilia“ gründet ihre erste Siedlung unweit unserer Grenze. Sie sind dafür bekannt, exzellente Krieger ins Feld zu führen und eine expansionistische Politik zu verfolgen. Zu allem Überfluss stellt sich heraus, dass sie der einheimischen Pflanzen- und Tierwelt mit wenig Respekt begegnen, ein Umstand, der in unserer Gesellschaft auf wenig Verständnis stößt. Denn als PAC widmen wir uns der intensiven Erforschung jener Kreaturen, die wir in Zwischenzeit zutiefst bewundern. Unsere Forscher streben sogar eine Verschmelzung menschlicher und außerirdischer Gene an. Die strategische sowie ideologische Lage zwischen uns und Brasilia spitzt sich spürbar zu. Alles scheint auf Krieg hinzudeuten. Doch der Frieden ist uns wichtiger – ein Präventivschlag kommt nicht in Frage! Das Militär steht dennoch bereit.

Als die brasilianische Kriegsmaschinerie schließlich vor den Toren unserer Hauptstadt in Stellung geht, lässt unsere militärische Führung sogenannte „Xeno-Schwärme“, die neueste Errungenschaft der Forschung im Bereich der außerirdischen Biologie, auf die Belagerer los und treibt sie mit wenig Verlusten in die Flucht. Höchste Zeit, dem chauvinistischen Pack nachzusetzen und der Bedrohung ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Ob dies eine gute Idee ist, weiß niemand. Mittlerweile konnte nämlich Kontakt zu den übrigen Fraktionen hergestellt werden. Es ist also an der Zeit, mehr auf Diplomatie als auf Krieg zu setzen. Hoffentlich begehen wir nicht dieselben Fehler wie einst unsere Vorfahren auf der Erde.

Civilization (2)

Screen: Firaxis

So in etwa sieht der Beginn einer Partie in Civilization: Beyond Earth aus. Dabei gibt es unzählige Variablen, die jedes Spiel einzigartig erscheinen lassen. Die sogenannten „Affinitäten“ verschaffen einer Fraktion diverse Vorteile. In unserem Beispiel bauten wir auf die Affinität „Harmonie“, andere Fraktionen widmen sich den Affinitäten „Vorherrschaft“ oder „Reinheit“, die jeweils mit einzigartigen Technologien und Weltanschauungen verbunden sind. Konflikte zu vermeiden ist demnach kaum möglich. Wie jene gelöst werden, ob durch Krieg oder Diplomatie, hängt ganz vom Spieler ab.

Von Siegesbedingungen gibt es insgesamt fünf. Neben der militärischen und der wissenschaftlichen gibt es noch drei weitere, die eng an die Auswahl der Affinitäten gekoppelt sind. Wer sich die Komplexität eines „Alpha Centauri“ von 1999 erwartet, kommt schnell zum Schluss, dass dem nicht so ist. Dennoch haben wir Beyond Earth alleine wegen des Sci-Fi-Szenarios in vollen Zügen genossen und werden es zweifellos weiterzocken.

www.firaxis.com

Wertung u. Systemvorraussetzungen

•    Grafik: ****
•    Sound: ****
•    Gameplay: *****
•    Spieltiefe: *****
•    Wertung insgesamt: 4,5 / 5

OS: Windows 7
CPU: 1.8 GHz Quad Core
Speicher: 4 GB RAM
Grafik: AMD HD5000 oder nVidia GT400
Speicherplatz: 8 GB
Plattform: Steam
Preis: 49,99 Euro

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Grafik: Firaxis

Grafik: Firaxis

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Author: Philippe Reuter

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