Home » Home » Das Geheimnis schöner Haut

Das Geheimnis schöner Haut

Von wegen „Weil ich es mir wert bin“. Liliana Horta Coelho litt jahrelang unter dermatologischen Problemen und Allergien. Erst als sie auf ätherische Öle zurückgriff und ihre eigene Naturkosmetik herstellte, verschwanden die Irritationen. Ein für alle Mal.

Text: Françoise Stoll (francoise.stoll@revue.lu) / Fotos: Philippe Reuter

Nie wieder Falten, auch lange Wimpern und natürlich voluminöses Haar: Die Kosmetikbranche verspricht das Blaue vom Himmel. Tatsächlich ist es aber gang und gäbe, dass minderwertige, äußerst fragliche Substanzen in Pflegeprodukten verwendet werden. Statt das Hautbild zu verbessern, trocknet die Haut aus. Juckreiz und Ekzeme können die Folge sein.

phr_4088Liliana Horta Coelho führt einen kleinen (Online-)Shop in Lamadelaine. Die zweifache Mutter und Tagesmutter widmet sich ihrer Seifenküche in den eigenen vier Wänden einmal wöchentlich, acht Stunden am Stück. Wer die bunten und wohlduftenden Kernseifen in den Händen hält, unterschätzt gerne, welcher Arbeits- und Zeitaufwand dahinter steckt.

Seifenherstellung ist keine gewöhnliche und auch keine ungefährliche Beschäftigung. Anders als beim Häkeln oder Backen muss jeder Griff und jede Dosierung sitzen. Das ist vor allem wegen des Umgangs mit Konzentraten der Fall. Alkalische Lösungen, umgangssprachlich ebenfalls Lauge genannt, gehören zu den Basiskomponenten.

„Die Haut ist unser größtes Organ. Genau wie bei der Ernährung sollten wir auch auf das ‚Fastfood‘ der Kosmetikindustrie verzichten.“ Liliana Horta Coelho, professionelle Seifensiederin

Deshalb arbeitet Liliana immer in voller Montur: Mit Maske und Handschuhen. Sie stellt ausschließlich Kosmetika aus pflanzlichen Ölen, Fetten und Aromen her und verfährt dabei nach einem schonenden Kaltverseifungsverfahren. Bei den sogenannten „slow cosmetics“ wird alles im Rohzustand verarbeitet. Lediglich die Butter wird kurz angeschwitzt.

phr_4064

Wenn der Seifenleim fertig ist und in eine Blockform gegossen werden soll, ist Schnelligkeit und Präzision angesagt. Denn die puddingartige Masse verfestigt sich binnen weniger Minuten. Erst zwei Tage später steht das Schneiden an – Lilianas Lieblingsschritt, wie sie uns verrät. Danach werden die 21 Blöcke mindestens einen Monat lang gelagert, bis das Restwasser verdunstet. „Eine gute Seife ist wie ein Wein. Sie wird mit der Zeit reifer und besser“, erklärt die professionelle Seifensiederin.

Das Bio-Label soll, neben dem „Made in Luxembourg“-Etikett, das i-Tüpfelchen ihrer Kreationen werden.

Die 37-Jährige werkelt gerade an einem trendigen „solid shampoo“. Das feste Haarwaschmittel reicht anders als in der typisch-flüssigen Variante für 30 bis 60 Anwendungen, was zwei handelsüblichen Flaschen entspricht. Obendrein spart man sich eine aufwendige Verpackung und schont so die Natur.

Überhaupt liegt Umweltbewusstsein der Expertin am Herzen. Sie verfeinert ihre Rezepte derzeit. Das Bio-Label soll, neben dem „Made in Luxembourg“-Etikett, das i-Tüpfelchen ihrer Kreationen werden. Dass Menschen heutzutage zunehmend auf Bio-Lebensmittel und gesunde Kost setzen, aber nicht auf hochwertige Hautpflegeprodukte achten, kann sie nicht verstehen: „Die Haut ist unser größtes Organ. Genau wie bei der Ernährung sollten wir auch auf das ‚Fastfood‘ der Kosmetikindustrie verzichten“.

Die von der Branche versprochenen Wunder bleiben ohnehin aus. Liliana weiß um die Hochwertigkeit und Wirkung ihrer hausgemachten Kernseifen, Duschschäume, -öle, Körperbalsame und Peelings. Genauso ist sie sich darüber im Klaren, dass hinter einer schönen Haut keine Hexerei steckt. Neben Crèmes und Co. sorgen vor allem ausgewogene Essgewohnheiten, eine hohe Flüssigkeitszufuhr und Sport für einen guten Teint.

www.bubble-dreams.com

phr_4101

Teilen ...Email this to someoneShare on Google+Print this pageTweet about this on TwitterShare on Facebook
Author: Philippe Reuter

Login

Lost your password?