Willkommen im Weihnachts-Wunderland. Ein Spezialist in puncto „Licht“ ist Charles Maes, ein Hobby-Künstler, der sich mit seiner Marke „L’art et la lumière“ bereits einen Namen in Luxemburg gemacht hat. revue besuchte ihn in seinem Atelier.
Text: Mady Lutgen / Fotos: Fabrizio Pizzolante/Editpress, l’art et la lumière
Charles Maes lebt im Moment in einem Lichter-Paradies in Hesperingen. Der gelernte Event-Manager baut für die Weihnachtszeit sein gesamtes trautes Heim in der Route de Thionville um. Die Möbel werden jetzt nur noch als Dekoration genutzt. Man könnte meinen, man befände sich in einem Geschäft und nicht in einem Privathaus. Schon von außen und auf hundert Meter Entfernung leuchten Plakate mit der Aufschrift „L’art et la lumière“. Hinter diesem Label steckt mehr als nur ein Hobby-Tüftler. Maes und sein Lebenspartner kauften sich ihr Heim vor fünf Jahren, ein kleines gemütliches Häuschen, dekoriert wie im Katalog. Das Paar legt auch privat Wert auf Design, das merkt man.
Lichterketten, Lampen, Kerzen und Weihnachtsdekoration ziehen die Blicke an. Charles fertigt alles per Hand an, mit Liebe zum Detail. Stress im Beruf trieb den 32-Jährigen an, sich ein Hobby zu suchen, um zur Ruhe zu kommen. „Ich brauchte ein Hobby, das mich nach einem harten Arbeitstag wieder runterbringt“, erklärt Charles Maes. Neben dem Kochen hat nun auch das Basteln viel Platz in seinem Leben eingenommen.

Wenn er nach dem Job nach Hause kommt, zieht es ihn sofort in sein Atelier in den Keller. Dort verbringt er fast jede freie Minute. Die Windlichter und Lampen werden mit Servietten beklebt. Eine geheime Technik, die Maes der revue natürlich nicht verrät. „Ich kann das Glas für die Kerzenleuchter oder Lampen nicht auch noch blasen. Das Rad kann ich nicht neu erfinden, ich dekoriere an sich nur“, erläutert der Hobby-Bastler. Vor Kurzem entdeckte Charles die Beton-Kunst. Er fertigt Deko-Gegenstände aus Beton an und bemalt sie oder auch nicht. Die Beton-Lampen sind der Hit. „In der Vorweihnachtszeit werden vor allem Geschenke für die Lieben und Weihnachtsdekoration eingekauft“, vermerkt Maes.
Er organisiert jedes Jahr mehrere „Portes ouvertes“ in seinen eigenen vier Wänden. Auch zieht es den aus Nocher stammenden Kunstfan das ganze Jahr über auf diverse Hobby-Märkte, wo er seine Werke ausstellt. „Meine Leidenschaft für die schönen Dinge zeigt sich aber nicht nur in der Kreation meiner Windlichter und Lampen sowie in der Erstellung von Blumenschmuck und anderen Gegenständen, sondern auch in meiner ständigen Suche nach neuen Trends“, stellt Charles fest. Seit einiger Zeit hat er auch Feinkost in sein Sortiment aufgenommen.
„Das Rad kann ich nicht neu erfinden, ich dekoriere an sich nur.“ Charles Maes
„Ich verbringe viel Zeit mit der Suche nach außergewöhnlichen Gegenständen, oder damit, Kleinerzeuger zu finden, die mein Angebot bereichern können“, so Maes. Meistens kauft er bei Gärtnern ein und besucht regelmäßig Messen, wo er sich inspirieren und von den Herstellern beliefern lässt. Seine Windlichter, die einzeln oder zu dritt zu erwerben sind, kann man nicht nur in privaten Häusern, sondern auch schon in diversen Lokalen bestaunen. Teilweise befinden sich auf den Lichtern Sprüche, die einen zum Nachdenken anregen oder zum Schmunzeln bringen, wie zum Beispiel: „Life is far too short not to have a little umbrella in your drink“. Der Künstler arbeitet ab und zu auf Anfrage und kann Objekte zu einem gewissen Thema anfertigen. Maes‘ Werke passen als Deko für Hochzeiten, Kommunionfeiern oder Geburtstage.
Deko muss nicht teuer sein. Das zeigt Charles Maes. „Meine Sachen sind nicht überteuert. Doch vor einigen Tagen fand eine Dame auf meiner Facebook-Seite, dass einer meiner abgebildeten Adventskränze zu teuer wäre. So etwas ärgert mich“, erklärt er. Zahlreiche Kunden benutzen schon seinen Online-Shop, um schnell und einfach einzukaufen. Nach der Weihnachtszeit widmet sich Maes gleich dem Frühling. Die Trends müssen früh genug aufgespürt werden. Dann wird seine Wohnung auch bereits ganz im Frühling erblühen und auf die nächsten „Portes ouvertes“ vom 27. Februar bis zum 6. März warten.












