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Der Weg ist das Ziel

Die erste Hürde der sechswöchigen revue-Aktion „Fit in den Herbst“ ist gemeistert! Bootcamp, Lauftraining und gesunde Ernährung standen wieder auf dem Programm der fünf Kandidaten. Ihre Zwischenbilanz: jede Menge Muskelkater, ein fitteres Körpergefühl und einige Kilos weniger.

An diesem Sonntagmorgen geht es ans Eingemachte. Es sind knapp zehn Grad draußen. Das Herbstlaub leuchtet und einige Nebelschwaden hängen noch über dem hauptstädtischen „Bambësch“. Eigentlich ein perfekter Tag, wenn nur das Bootcamp nicht wäre.

„Das Aufstehen hat mir nichts ausgemacht. Ich bin sowieso Frühaufsteher und habe heute für unsere Fotos extra frisch geduscht“, witzelt der revue-Leser Marco Poul beim Warmmachen. Der 33-jährige Gärtner ist hochmotiviert. Er will die revue-Fitnesskampagne unbedingt erfolgreich beenden und endlich wieder einige Kilos weniger wiegen. „Ich bin nicht der Typ, der zu Hause sitzt, allein Diät macht und sich zum Sport motivieren kann. Ich brauche diesen Gruppenzwang“, so der zweifache Familienvater. Zu Hause habe er sogar zwei komplette Garderoben, eine in L und eine in XL. Je Sein Ziel ist klar: Die XL-Outfits für immer einzumotten und seine Kondition kontinuierlich zu verbessern.

„Marco ist trotz seiner 106 Kilo recht fit. Er spielt Tennis und hat früher Fußball gespielt. Das merkt man ihm noch an“, sagt die Fitnesstrainerin Conny Gabellini als der revue-Kandidat gerade einen Hügel hoch sprinten muss. „Und jetzt wechselt ihr bitte wieder die Station!“, ruft sie und spornt die Teilnehmer zum Durchhalten an. Marco Poul atmet tief durch. Jetzt gilt es 20 Armbeugen an einem Holzbanken zu machen. „Meine Arme streiken langsam. Ich packe es nicht mehr“, sagt er lachend und pausiert.

„Mein Kopf sagt mir: Weiter so! Es geht langsam voran, aber es geht voran!“ Pascale Ries-Nilles, revue-Kandidatin

Dem 51-jährigen Carlo Ries geht es ähnlich. Der Angestellte einer Mineralölfirma aus Crauthem muss nach den kurzen, aber intensiven Einheiten mit immer wiederkehrenden „Jumping Jacks“, seitlichen „Sit-ups“ und Rumpfkniebeugen ebenfalls kurz verschnaufen. Seine Beinmuskeln schmerzen. Auch die anderen in der Gruppe beginnen jetzt so langsam zu schwitzen. Denn es gibt nur wenige Verschnaufpausen. Noch schnell eine neue Übung absolviert und schon geht’s joggend weiter. „Alles ok Carlo? Mach sonst einfach langsamer!“, ruft die diplomierte Fitnesstrainerin ihrem Schützling zu.

„Nach dem Bootcamp letzte Woche hatte ich grausamen Muskelkater. Mir tat alles weh. Ich konnte am nächsten Tag kaum arbeiten“, verrät der revue-Fotograf Christophe Olinger schmunzelnd über seine erste Trainingseinheit im Freien. Der 42-Jährige ist heute für die Fotos der anderen Teilnehmer zuständig und steht deshalb hinter statt vor der Kamera. „Seit der Fitnesskampagne versuche ich mich im Alltag mehr zu bewegen und weniger zu rauchen.“ Zu wissen, dass er nicht die Einzige sei, der sportlich schuften muss, tut ihm gut.

Zu den weiteren Leidensgenossen an diesem Morgen gehört auch Pascale Ries-Nilles, die Ehefrau von Carlo. „Eigentlich hasse ich es, zu schwitzen. Trotzdem gebe ich mein Bestes und walke zügig mit – auch wenn die anderen an mir vorbeilaufen“, erzählt die 46-Jährige. Ihre Motivation führt sogar dazu, dass sich die vierfache Mutter mehrmals täglich zur Kontrolle wiegt. Das sei aber nicht nötig, so Conny Gabellini. Zudem ernährt sich die Gemeindebeamtin der Stadt Luxemburg seit Beginn der revue-Aktion äußert gesund. Das würde ihr nicht schwer fallen. „Ich mache mit und will mich nicht blamieren. Die Sporteinheiten fallen mir noch schwer. Ich gehe lieber mit meinen Hunden stundenlang spazieren“, gibt sie offen zu.

An diesem Sonntag passen muss dagegen Claudine Barthel-Kohl. Die 42-Jährige aus Leudelingen arbeitet im Bettemburger Schwimmbad und konnte ihren Schichtdienst nicht tauschen. „Ich war aber dafür beim Ganzkörpertraining ‚Body Shape‘. Das war auch ganz schön intensiv“, berichtet sie.
Zwei Tage später, am Dienstagabend, schlägt die Stunde der Wahrheit: Alle fünf revue-Teilnehmer müssen vor dem Lauftraining in Connys Fitnessstudio auf die Waage. „Die meisten haben in 14 Tagen rund ein Kilo Fett abgenommen und schon Muskelmasse aufgebaut. Das ist ganz ok“, findet die Expertin. Mit diesem Zwischenergebnis sind alle Kandidaten ganz zufrieden – so auch Pascale Ries-Nilles: „Mein Kopf sagt mir: Weiter so! Es geht langsam voran, aber es geht voran!“, postet sie abends an ihre Facebook-Pinnwand.

Foto: Christophe Olinger

Foto: Christophe Olinger

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Author: Philippe Reuter

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