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Die Chronik der Woche Nr. 08: Für frühe Vögel

Endlich dürfen auch Bäcker ihre frischen Teigwaren so früh verkaufen, dass Schichtarbeiter nicht mehr unbedingt zur Tanke fahren müssen. Dafür soll jetzt eine ganze Allee voller Bäume dran glauben – im Namen des Umweltschutzes.

Fotos: Office National du Tourisme, Zoll, Hervé Montaigu, Isabella Finzi (beide Editpress), Editpress-Archiv

Drogen – Hopsgenommen

Aufgriff von 58 kg Khat

58 Kilogramm Khat führte ein Flugpassagier bei seiner Ankunft am Flughafen Findel in zwei Koffern mit sich. Er war von Nairobi über Abu Dhabi und Nizza nach Luxemburg gekommen und wurde bei seiner Ankunft von Zollbeamten festgenommen. Ebenso der Mann, der im Terminal auf ihn gewartet hatte. Khat sind Blätter des Khatstrauchs. Beim Zerkauen wirken sie anregend und mindern das Hungergefühl. Die Festnahme der beiden Männer fand bereits am 29. Januar statt, die Meldung des Zolls erst vergangene Woche.

Offnungszeiten – Frisches Baguette ab vier

Bäcker und Metzger dürfen ihre Waren jetzt schon ab vier Uhr morgens verkaufen. Das besagt eine Ausnahmeregelung, die vom Wirtschaftsministerium ausgegeben wurde. Grund für die neue Regelung ist die Klage einer Bäckerei aus Differdingen, die es als ungerecht empfand, dass die benachbarte Tankstelle rund um die Uhr frische Brötchen verkaufen darf, eine Bäckerei aber erst ab sechs Uhr morgen. Das Gericht gab der Klage recht, auch in der nachfolgenden Berufung. Die Ausnahmeregelung gilt vorerst bis Ende des Jahres, bis dahin soll das bestehende Gesetz reformiert werden.

Zahl der Woche: 175

Menschen haben im Januar einen Antrag auf Asyl in Luxemburg gestellt. Das sind 50 weniger als im Januar des vergangenen Jahres.

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Bauprojekte – Bäume müssen weichen

Die alten Platanen und japanischen Kirschbäume auf der hauptstädtischen Avenue de la Liberté sollen gefällt werden. Der Grund? Der Ausbau der Tram und Arbeiten am Kanalisationsnetz. Viele Bürger sind entsetzt, eine Petition ist bereits gestartet worden. Dabei ist der Ausbau der Tram doch eine wünschenswerte Initiative, um den innerstädtischen Autoverkehr zu verringern. Das sagen auch die Kritiker, doch ärgern sie sich über die fehlende Transparenz bei der Planung der Tram. Nostalgisch kann man hingegen werden, wenn man das fast hundert Jahre alte Foto sieht. Damals gab es bereits eine Straßenbahn – und sogar Bäume.

URTEIL – Zu milde?

Sechs bzw. drei Monate Haft auf Bewährung – so lautet das Urteil für die Mutter und den Vater, die ihre neun und 17 Jahre alten Söhne regelmäßig mit einem Gürtel verdroschen haben. Dazu noch jeweils 500 Euro Strafe und 500 Euro Schadensersatz. Alle zwei bis drei Tage sollen die beiden auf ihre Kinder eingeschlagen haben. Ein mildes Urteil. Zu milde? Vielleicht. Viele Diebe werden härter bestraft.

Zitat der Woche

„Et ass net 5 vir 12, mee 2 Minutte virun 12.“ – Außenminister Jean Asselborn am Rande der Sicherheitskonferenz in München zu RTL

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Spendensammler – Vorsicht: Fälschungen

Immer wieder wird vor falschen Spendensammlern gewarnt. Sie klingeln an Haustüren oder sammeln in Fußgängerzonen. Wie am vergangenen Donnerstag rund um den hauptstädtischen Theaterplatz. Leider sind die falschen von den legalen Spendensammlern oft nicht zu unterscheiden. Deshalb: Wer Geld spenden will, sollte sich direkt an die Hilfsorganisationen wenden, entweder über die Internetseite oder telefonisch.

CNL UND ROSE DE CLAIRE – Dritter Streich

Der Ausstellungskatalog „Korrekturspuren – Textmetamorphosen/Traces de corrections – textes en métamorphose“ der Design-Agentur Rose de Claire und dem Centre national de littérature heimste seine dritte Auszeichnung ein. Nach dem berühmten „red dot“ 2016 und dem „European Design Award“ gab es für Rose de Claire nun den „German Design Award“ in der Kategorie „Excellent Communication Design – Editorial“ – und das drei Jahre nach der Publikation.

Polizeikontrollen – Zu dumm

Täglich gehen der Polizei zwei Autofahrer ins Netz, die entweder keinen gültigen Führerschein besitzen oder einem Fahrverbot unterliegen. Dieser Trend hält seit Jahren an. Rund 40.000 Kontrollen hat die Polizei im vergangenen Jahr durchgeführt, dabei fielen nicht nur 655 Fahrer ohne Fahrerlaubnis auf, sondern zudem 1.187 Fahrer, deren Auto keine aktuelle technische Kontrolle durchlaufen hatte. Außerdem besaßen 143 Fahrer keine graue Karte und bei weiteren 628 war die Steuervignette abgelaufen.

RICHTIGSTELLUNG – Vertippt!

In „Wenn es im Job funkt“ (revue 07/2018) wollte Maître Sabbatini die Diskretion nicht warten, sondern walten lassen. Hier das korrigierte Zitat: „Nicht zuletzt betont der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in seiner Rechtsprechung eindeutig, dass der Arbeitsplatz keineswegs eine privatsphärenfreie Zone ist. Angestellte sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass bei Liebe auf dem Arbeitsplatz Diskretion walten soll.“

Heike Bucher

Journalistin

Ressort: Wissen

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Author: alommel

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