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Kurz gefasst

Veruntreutes Geld
Im Prozess gegen einen ehemaligen Manager der Firma Multiplan, welcher zwischen 2007 und 2010 etwa 25 Millionen Euro veruntreut haben soll, hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von sieben Jahren (zum Teil auf Bewährung) sowie eine Geldstrafe von 10.000 Euro und die Beschlagnahmung von 18 Millionen, einem Flugzeug, einem Helikopter und diversen Kunstobjekten gefordert. Zu der Veruntreuung des Geldes durch den 67-Jährigen kam es während dem Bau der Projekte Belval Plaza I und II.

Doch noch eine Einigung
Lange Zeit sah es nicht so aus, als könnte zwischen den Sozialpartnern im Bausektor eine Einigung um einen Kollektivvertrag gefunden werden. Doch nach dem die Positionen von Patronat und den Gewerkschaften lange Zeit eingefroren schienen, rangen sich beide Seiten – nach einigen Eingeständnissen – jetzt zu einem neuen Tarifvertrag durch. Dieser sieht unter anderem vor, dass innerhalb von drei Jahren die Tariflöhne um 2,4 Prozent steigen werden, die Reallöhne sollen durch eine Neuberechnung der Jahresendprämie um zwei Prozent steigen. Verwaltungsangestellte erhalten zwei weitere Urlaubstage und einen Bonus zum Jahresende. Zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeit soll es nicht kommen.

Gegen das Vergessen
Im Außenministerium wurde eine Erinnerungstafel eingeweiht, welche den Opfern des Naziregimes gedenkt. In dem alten Justizgebäude – in das vor rund anderthalb Jahren das Außenministerium zog – hatte das Naziregime zwischen 1940 und 1945 unter anderem hier ein „Sondergericht“ eingerichtet, wo politische Gerichtsaffären behandelt wurden. 1942 wurde dann im Zuge der Protestaktionen von Ende August, hier das „Standgericht“ installiert, welches in acht Tagen nicht weniger als 80 Luxemburger verurteilte, von denen zwanzig erschossen wurden. Die Gräueltaten in Erinnerung rufen, scheint heute – angesichts der verschiedenen Entwicklungen in Europa – wichtiger denn je.

So flexibel wie möglich
Während die Koalitionsverhandlungen im vollen Gange sind, sind viele Akteure dabei ihren Forderungskatalog für die kommende Mandatsperiode zu stellen. So auch die „Chambre de Commerce“. Diese viel vor allem, dass die kommende Regierung garantiert, dass die Inflation niedrig bleibt und dass, alles daran gesetzt wird, das Triple-A-Rating des Landes zu erhalten. Weitere Forderungen sind unter anderem die kontinuierliche Arbeit an der „simplification administrative“, eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung und eine Überarbeitung der Betriebssteuer. Von einer Erhöhung des Mindestlohns hält man bei der „Chambre de Commerce“ nichts.

Kollektivverträge für alle
Vergangene Woche trafen sich mehrere hundert Gewerkschaftler zu einem OGBL-Syndikatstreffen. Der OGBL wies unter anderem daraufhin hin, dass hierzulande nur etwa die Hälfte der Arbeitnehmer einem Kollektivvertrag unterliegen. Wenn es nach der Gewerkschaft geht, soll diese Quote unbedingt erhöht werden, schließlich sei ein gutes Kollektivvertragswesen im Interesse der gesamten Wirtschaft. Wie sagt der Volksmund: Es gibt viel zu tun…

…und nun ein bisschen Pressebashing
Die adr bilanzierte letzte Woche ihr Wahlergebnis und die Parteiführung klopfte sich selbst auf die Schulter. Angesichts des gewonnen Sitzes im Norden würde man zu den Gewinnern gehören, auch wenn man dem selbst gesteckten Ziel der Fraktionsstärke vorbeigeschrammt sei. Dies sei vor allem durch das ungerechte Wahlsystem zu erklären – gegen das der alte adr-Haudegen Robert Mehlen bekanntlich gerichtliche Schritte eingeleitet hat. Ungerecht fühlt man sich von der Presse behandelt, diese habe im Vorfeld der Wahlen zu oft negativ über die adr berichtet. Aber das Rügen der Presse ist halt eben auch im Ausland mittlerweile eine rechtspopulistische Tradition, da will die adr dann auch keine Ausnahme machen.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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