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Fast zu schön zum Essen

Kunstobjekt oder Weltraumpflanze? Weder noch: Seit 400 Jahren ist der Romanesco eine rein irdische Kohlart, die vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut wird.

Für Freunde der Mathematik ist der Romanesco eine Augenweide, vereint er doch sowohl die Fibonacci-Folge wie auch Fraktale in seiner filigranen Türmchenstruktur. Doch auch wer es nicht so mit Zahlen hat, muss zugeben, dass der aus dem Mittelmeerraum stammende Verwandte des Blumenkohls außerordentlich hübsch ist.

Das futuristisch wirkende Gemüse hat aber auch starke innere Werte. Da er im Gegensatz zu seinem weißen Vetter Sonne abbekommt, entsteht in ihm Chlorophyll, das ihm die frische grüne Farbe verleiht und ihn aromatischer und nährstoffreicher macht. Allein Provitamin A ist im Romanesco fast doppelt so viel enthalten wie im Blumenkohl. Auch sein Karotin- und Vitamin-C-Gehalt fällt deutlich höher aus. Durch seine leichte Verdaulichkeit, die er seiner feinen Zellstruktur verdankt, eignet er sich gut für Schonkostgerichte. Und zu guter Letzt wird es Figurbewusste freuen, dass der Romanesco nur 22 kcal/100 g enthält.
Viele gute Gründe, ein paar neue Rezepte auszuprobieren.

P1070475-hochRomanesco-Kartoffel-Suppe

Schnell, einfach und richtig lecker! Wenn draußen mal wieder Schmuddelwetter herrscht, ist diese auch für Kochanfänger geeignete Suppe genau das Richtige, um sich innerlich wieder aufzuwärmen. 

Für 4 Portionen

 

Zutaten

1 Romanesco
4 kleine Kartoffeln
1,5 l Gemüsebrühe
100 g Crème fraîche
Schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Romanesco waschen, putzen und in Röschen schneiden. Kartoffeln schälen, würfeln und mit der Brühe aufkochen. Nach 30 Minuten die weichen Kartoffeln aus der Brühe nehmen. Die Romanesco-Röschen in der Brühe 8 Minuten bissfest kochen. Die Hälfte der Röschen herausnehmen, die Kartoffeln wieder dazugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Pfeffer abschmecken. Die Suppe in vier Schalen geben, jeweils 25 g Crème fraîche einrühren und die restlichen Röschen hineingeben.

P1070458-Dinkel-breitDinkelrisotto mit Romanesco

Dinkel statt Reis – eigentlich müsste das Gericht ja „Dinkelotto“ heißen. Diese herzhafte, aber leicht verdauliche Variante des italienischen Küchenklassikers ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und schmeckt auch Nichtvegetariern.

Für 4 Portionen

Zutaten

400 g Romanesco
2 kleine Zwiebeln
800 ml Gemüsebrühe
2 EL Olivenöl
400 g Dinkel (ohne Salz vorgegart)
2 Knoblauchzehen
250 halbierte Kirschtomaten
60 g Parmesan
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Romanesco waschen, putzen und in Röschen schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Die Brühe aufkochen und warm stellen. In einem Topf das Öl erhitzen und die Zwiebel, die Romanesco-Röschen und den Dinkel darin 2 bis 3 Minuten dünsten. Den geschälten Knoblauch dazupressen. Eine Schöpfkelle Brühe hinzugeben und bei mittlerer Temperatur unter Rühren garen. Die restliche Brühe nach und nach dazugeben, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Die Kirschtomaten sowie den Parmesan (2 EL für später zurückbehalten) hineingeben und kurz umrühren. Das Dinkelrisotto auf Tellern verteilen und mit dem restlichen Käse bestreuen.

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Romanesco-Pudding

Gemüsebeilage mal ganz anders: Die Zubereitung erfordert etwas Zeit, doch der luftig-herzhafte Romanesco-Pudding ist auf jedem Teller ein echter Hingucker.

Für 6 Personen

 

 

Zutaten

800 g Romanesco
1 Knoblauchzehe
4 mittelgroße Eier
100 g Crème fraîche
1 TL Zitronensaft
1 Bund Petersilie
Salz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Romanesco waschen, putzen, in Röschen schneiden und mit dem Strunk ca. 25 Minuten dampfgaren. Ein Drittel der Röschen beiseite stellen. Den Rest mit der Petersilie, dem geschälten Knoblauch, den Eiern und der Crème fraîche mit dem Stabmixer pürieren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Eine 1-Liter-Terrinenform fetten, die Masse hineingeben und die restlichen Röschen hineindrücken. Mit Backpapier abdecken und in ein vertieftes Backblech stellen. Dieses mit 1,5 l heißem Wasser füllen und auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. 25 Minuten muss der Pudding bei 180°C (ohne Vorheizen) stocken, anschließend weitere 15 Minuten bei ausgeschaltetem Backofen. Den Pudding abkühlen lassen, auf eine Servierplatte stürzen und in Scheiben schneiden.

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Author: Georges Noesen

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