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Feiern mal anders

Eine Party in einer Diskothek kennt jeder. Ob nun im angesagten Ausgehviertel Clausen oder in einem Club der Hauptstadt. Wer aber das Extravagante sucht, kann sich einen Partybus bei Sales-Lentz oder Demy Cars mieten. Ein neuer Trend.

Text: Jil Baustert (revue@revue.lu) / Fotos: Sales-Lentz, Hervé Montaigu/Editpress

Eine Disko auf Rädern? Bis 2011 kannte man diese Art zu feiern eigentlich nur aus Großstädten wie München, Stuttgart oder Paris. Dass diese Idee auch etwas für feierfreudige Luxemburger ist, kam dem Reiseveranstalter Sales-Lentz spontan nach seiner Werbung für Amerika-Reisen. Um hierzulande USA-Touren zu promoten, hat die Reiseagentur nämlich kurzerhand einen original amerikanischen Schulbus erworben. Als die Kampagne abgeschlossen war, brauchte der Schulbus aus Indianapolis jedoch ein neues Einsatzgebiet. Ganz spontan hat die Chefetage von Sales-Lentz entschieden, diesen zum Partybus umzubauen.

Hierzulande sind Busse zum Feiern eine Neuheit. Und auffällig ist der „Cool Bus“ auch: ein großes gelbes Gefährt, größtenteils noch mit Originalfarbe und Sitzen ausgestattet. „Um ihn als Partybus zu benutzen, haben wir erst den Boden ersetzt und Haltestangen eingebaut. Auch ein Bierfass ist immer dabei“, erzählt Luc Reis von Sales-Lentz. „Um den ursprünglichen Charme aber zu erhalten, haben wir die Fahrerkabine, den Lack sowie die Sitze mehr oder weniger im Originalstil gelassen.“

Das Konzept des Partybusses ist von Anfang an erfolgreich und mithilfe von Getränkesponsor Battin sitzen die Feierwütigen im „Cool Bus“ auch nie auf dem Trockenen. Als ein alter Merscher Schulbus ausrangiert wird, greifen die Chefs von Sales-Lentz erneut zu und lassen auch dieses Gefährt als Partybus umbauen. Diesmal allerdings mit Poll-Fabaire als Sponsor an Bord. Insgesamt eine edlere und weitaus größere Version des rollenden Clubs. Seit nunmehr zwei Jahren macht auch dieser „Cult Express“ an der Seite des „Cool Bus“ die Straßen im Großherzogtum und in der Großregion unsicher.

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Mit zwei komplett verschiedenen Designs ziehen die Partybusse ganz unterschiedliche Kunden jeden Alters an. Ob für die Betriebsfeier, den Junggesellenabschied oder Omas Geburtstag – die Busse haben schon vieles erlebt. Sogar der „Kleeschen“ ist bereits mit dem „Cool Bus“ im Land unterwegs gewesen, um Kinder zu beschenken. Viele würden die angesagten Busse zum Feiern auch als die etwas andere Lounge für besondere Events wie beispielweise den ING-Marathon buchen, erklärt Luc Reis.

Genauso flexibel wie der Einsatzbereich ist auch der Veranstalter. Unterwegs besteht immer die Möglichkeit, noch eine weitere Stunde dazuzubuchen, sofern der Bus noch verfügbar ist. „Oft haben unsere Partybusse mehrere Events an ein und demselben Abend“, so der Sales-Lentz-Verantwortliche. Die rollenden Diskotheken erfreuen sich hier im Land immer größerer Beliebtheit. Das hängt vor allen mit den Werbekampagnen über Facebook und der Mund-zu-Mund-Propaganda im Großherzogtum zusammen.

Ob für die Betriebsfeier, den Junggesellenabschied oder Omas Geburtstag – die Partybusse haben schon vieles erlebt.

Momentan vergeht kaum ein Wochenende, an dem die zwei Partybusse in der heimischen Garage in Bascharage bleiben. Jedes Gefährt bietet seine eigenen individuellen Packages an: Das Basis-Paket besteht aus Softdrinks und alkoholischen Getränken des jeweiligen Sponsors. Auch hier zeigt sich der Anbieter flexibel – Getränke kann jeder auf Wunsch auch selbst kaufen und sogar mitbringen. Oder den Bus mit nur einem bestimmten Getränk füllen lassen.

Ein Busfahrer und eine Hostess sind immer mit an Bord. Sie sorgen für den nötigen Komfort und Sicherheit. Derzeit kann Sales-Lentz auf sechs ausgewählte Fahrer zurückgreifen. Partylärm sei eben nicht jedermanns Sache. „Dass beim Feiern auf Rädern auch mal etwas verschüttet wird und der Boden dreckig wird, gehört dazu“, berichtet Luc Reis. Größere Zwischenfälle hat es in ihren Bussen bislang nicht gegeben. Trotz Partystimmung läuft hier alles ganz gesittet ab.

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Der Partybus von Demy Cars versucht dagegen mit einem ganz anderen Konzept zu punkten: Tagsüber ist das Gefährt ein normaler Sightseeing-Bus für Touristen. Doch bei Nacht verwandelt er sich in einen Bus der Extraklasse: Die Partygäste können im oberen Bereich statt einfachen Bussitzen komfortable Sessel auswählen und im Sommer das Verdeck komplett öffnen – fast wie in einem Open-Air-Club. Diese Kombination von Tourismus und Party ist auch der Ursprung des Namens „Fire & Eyes“ – „Fire“ bezieht sich auf das Feiern und „Eyes“ auf die Entdeckungsrundfahrten quer durch das ganze Land.

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„Bis jetzt kennen hierzulande leider nur wenige unseren Partybus. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Wir hoffen aber, dass sich das bald ändert“, erzählt Gast Schandler, Geschäftsführer von Demy Cars. Seit August 2013 fährt dieser maßgeschneiderte Bus durch das Großherzogtum. Die Nachfrage beim Sightseeing sei aktuell noch größer, sagt er.

Fahrgäste, die bereits mitgefeiert haben, sind vom Service des Keispelter Busunternehmens angetan. „Wenn man einmal den ‚Fire & Eyes‘-Bus gebucht hat, will man nirgends sonst mehr mitfahren. Eine schöne Abwechslung zur klassischen Partylocation“, erzählt Martine, die den Demy-Cars-Bus schon für einen Junggesellinnenabschied mit 22 Freundinnen gemietet hat. Viele sind begeistert, dass sie hier bei offenem Dach tanzen und abfeiern können. Allerdings darf der Busfahrer das Dach nur bei einer Geschwindigkeit bis 30 km/h öffnen. Am beliebtesten sind beim Partyvolk derzeit Touren innerhalb der Hauptstadt. Für die Sicherheit und den Service an Bord sorgt auch hier eine Hostess. Der Sponsor Simon Pils stillt den Durst der Fahrgäste. Auch Softdrinks sind hier erhältlich.

„Der ‚Fire-& Eyes‘-Bus ist eine schöne Abwechslung zur klassischen Partylocation.“ Partygast Martine

Preislich liegen die drei Partybusse alle etwa im gleichen Rahmen. Die Busse von Sales-Lentz kann man bereits ab 350 Euro die Stunde mieten. Jede weitere Stunde kostet zwischen 120 und 170 Euro. Den Bus von Demy Cars kann man für einen halben oder einen ganzen Tag mieten. Bereits ab 700 Euro kann man hier wahlweise feiern oder die schöne luxemburgische Landschaft genießen. In ihrer Größe variieren die Busse hingegen stark. Der „Cool Bus“ kann nur 20 Personen transportieren, der „Cult Express“ immerhin 45. Das größte Partygefährt ist der „Fire & Eyes-Bus – gut 50 Personen haben hier Platz zum Abfeiern. Für die richtige Musik kann übrigens jeder selbst sorgen, denn jeder Partybus ist mit einem iPod-Anschluss ausgestattet.

www.coolbus.lu
www.cult-express.lu
www.fireandeyes.lu

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Author: Martine Decker

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