Winzerchronik
Der Herzhafte
04.02.2012, 15:21
Wer ein Liebhaber aromatischer Weine ist, für den sollte der Gewürztraminer, auch noch Roter Traminer genannt, genau richtig sein. Sein Bukett erinnert leicht an Rosenblätter und Litschi.
Seinen Ursprung soll der Rote Traminer anscheinend in Tirol haben, das bezweifeln aber Weinexperten, viel wahrscheinlicher ist die Tatsache, dass der Gewürztraminer seine Wurzeln in Südosteuropa hat. Man kann aber mit Sicherheit bestätigen, dass der Rote Traminer seinen Namen der Stadt Tramin in Südtirol zu verdanken hat.
Der intensive Weißwein zählt zu einer der ältesten noch bestehenden Rebsorten. Der Rote Traminer ist kein Rotwein wie es der Name vermuten lässt, sondern ein Weißwein. Seinen Namen bekam der Gewürztraminer weil, die Beeren der Rebsorte einen grau-rötlichen Farbton haben. Die Traube ist klein bis mittelgroß. Das Fruchtfleisch hat einen herb-würzigen Geschmack. Was die Lage und den Boden angeht, hat die Rebe recht hohe Ansprüche. Der Boden sollte tiefgründig und nicht zu trocken sein. Aus der sehr aromatisch-würzigen Sorte können gewöhnliche, aber auch hochfeine Weine erzeugt werden. Je nach Boden und Ertrag sind die Weine eleganter oder schwerer – mit teilweise beachtlichem Alkoholgehalt – ausgeprägt. Gemeinsam ist allen eine relativ milde Säure. Typische Gewürztraminer haben je nach Qualitätsstufe eine strohgelbe bis goldgelbe Farbe und verströmen, mal dezent, mal üppig, einen Duft, der an abblühende Rosen erinnert; mitunter findet man auch den Duft von Akazienblüten, Veilchen, Honig, Marzipan, Quittengelee, Bitterorangen oder Maracuja. Edelsüße Auslesen eignen sich zu langjähriger Lagerung.
Trocken und halb ausgebaut, serviert man den Roten Traminer am Besten zu deftigeren Speisen wie z.B. zu einer Wildpastete oder einem würzig-aromatischen Ragout. Gut gereift und edelsüß wird er als Aperitif geschätzt. Spätlesen und Edelauslesen des Gewürztraminers werden zu Desserts sehr geschätzt. Besonders wird auch die Verbindung zwischen Gewürztraminer und Münsterkäse oder fettarmem Schimmelkäse geehrt. Am besten bei 11°C bis 13°C servieren. Das trockene bis leicht würzige Aroma und sein intensives Bukett machen den Roten Traminer zu einem Weinliebling der Frauen.
Überbackener Ziegenkäse
Zutaten (2 Personen)
2 kleine „Chèvre“
1 Msp Zimt
2 TL flüssiger Honig
Zubereitung
Als Nachspeise kann der Ziegenkäse eine wunderbare Verwendung finden. Im Ofen bräunlich überbacken, mit etwas Zimt bestreut und mit flüssigem Honig getauft, wird er zum leckeren Dessert. Diese süßliche Variante verlangt selbstverständlich nach einem etwas süßlicheren Wein. Hierzu serviert man am besten einen fruchtigen Gewürztraminer.



Kommentare