Home » Gastro » Gaumenparadies in Pink

Gaumenparadies in Pink

Mitten in der City eröffnete ein glamouröser Club mit einer gastronomischen Bar – das „Charlotte“. Genau so edel wie die frühere Grand-Duchesse trägt das Lokal den Namen der Grande Dame und das mit viel Klasse. revue stattete der neuen Location einen Besuch ab.

Fotos: Leslie Schmit

Sofort beim Betreten der Bar in der Rue des Bains in Luxemburg-Stadt steigt ein Gefühl von Großstadtfeeling, Luxus und Aufregung auf. Einen Moment, den man kennt, wenn man Carrie Bradshaw in der Serie „Sex and the City“ verfolgt hat und sich fragte, welchen stylischen Ort sie nun wieder entdecken würde, dann jedoch traurig der Realität ins Auge sah und einem klar wurde, dass es nur Fernsehen war und man in Luxemburg nicht mit solchen hippen Locations mithalten kann – denn Luxemburg ist nicht New York. Das „Charlotte“ kann hingegen sehr wohl damit mithalten. Endlich gibt es einen Ort für alle Carries da draußen, die ein Stückchen New York in Luxemburg suchen.

Pink mit Gold- und Blumenmustern und einem Touch von Kitsch, so kann man das edle Interieur kurzgefasst beschreiben. Die Verantwortlichen Tanja de Jager und Patrick Giry engagierten die Innendekorateurin Vanessa Berghman, um dem früheren „White House“ einen neuen Look zu verpassen. Die Expertin setzte auf den Geschmack und die Vorlieben vieler Frauen. Gewagte Farbkombinationen mit einem Hauch von Renaissance findet man auch in den Möbeln wieder, von denen einige sogar extra angefertigt worden sind. „Die Besucher sollen sich wohlfühlen, deshalb sind die Sofas wie eine Muschel geformt, in denen man versinken kann – mit Kuscheleffekt“, sagt die Designerin. An der Bar wird man von einem riesigen Gemälde der Großherzogin Charlotte angeschaut, das ihr auf den ersten Blick nicht ähnlich sieht. In jungen Jahren sah sie allerdings wirklich so aus. Von der Künstlerin Gilliane Warzée wurde sie mit Neonfarben, die im Dunklen leuchten, zum Leben erweckt.

Zu dem ganzen glamourösen Dekor passt nur eine edle Küche, die von keinem anderen als dem Küchenchef vom „L’Atelier du Windsor“ und „le B13“, Jan Schneidewind, geleitet wird. „Die Idee kam Tanja de Jager und mir bei einem Glas Wein zu später Stunde. Ich wusste sofort, dass diese Küche feminin angehaucht sein muss“, erklärt Schneidewind. So findet man vor allem leichte und gesunde Gerichte auf der Karte, die als kleine Häppchen oder als Gericht bestellt werden können. Von den „macarons au foie gras“, verschiedenen Suppen, der „salade pur boeuf façon thaï“, den Dim Sums in verschiedenen Variationen bis hin zur vegetarischen
„lasagne de courgettes et aubergines“, findet jeder Feinschmecker etwas, das ihm zusagt. Süße Versuchungen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ein „ratatouille de fruits exotiques“, die „soupe de chocolat chaud“ oder der „gâteau au thé Matcha“ lassen das Herz jeder Naschkatze höher schlagen.

Das Highlight von Jan Schneidewinds Kreationen ist das „hot pot à partager“, besser bekannt als chinesisches Fondue. In einem Topf mit Gemüse-Bouillon kann man zu mindestens zwei Personen Hähnchen, Rindfleisch, Scampi oder Jakobsmuscheln kochen. Die Produkte sind alle, wie man es von Jan Schneidewind kennt, von bester Qualität. Der Gaumen freut sich, das Portemonnaie jedoch weniger. Der „hot pot“ wird mit frischem Gemüse und Glasnudeln serviert, kostet 21 Euro pro Person, der Zusatz je vier oder sechs Euro. Auch die Preise der anderen Gerichte können es mit New Yorker Preisen aufnehmen. Hier bezahlt man das Luxus-Flair mit. Die Portionen sind eindeutig figurbewussten Menschen angepasst, manche werden danach vielleicht nicht ganz satt sein. So bleibt mehr Platz für einen guten Schluck Wein. Die ausgewählte Weinkarte fungiert als Sahnehäubchen auf dem „Charlotte“-Kuchen. Nur die feinsten Tropfen werden vom Sommelier Eduard Rousseau ausgesucht. Die Bar-Crew, die nur aus Männern besteht, serviert auch verschiedene Cocktails.
Das „Charlotte“ richtet sich definitiv mehr an Frauen und lädt zu Frauenabenden à la „Sex and the City“ ein, bei denen das Leben genossen, viel Geld ausgegeben und bis spät in die Nacht getanzt wird.

www.charlotteluxembourg.com

Teilen ...Email this to someoneShare on Google+Print this pageTweet about this on TwitterShare on Facebook
Author: alommel

Login

Lost your password?