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Genussurlaub vor der Haustür

Einfach mal abschalten, genießen, Neues kennenlernen – das mag nach einer fernen, langen Reise klingen, muss es aber nicht zwingend. Das Schöne und Besondere ist manchmal so nah, dass wir es übersehen. Ein Erfahrungsbericht über die beste Adresse aus unserer Region.

Nur ein Katzensprung von der luxemburgischen und französischen Grenze entfernt, wartet das vielfach ausgezeichnete und bekannte Restaurant von Christian Bau im Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg in Perl-Nennig auf alle, die sich von der feinen sowie außergewöhnlichen Küche des Sternekochs und dessen Team verzaubern lassen wollen. Seine Küche ist geprägt von den besten Zutaten und faszinierenden japanischen Einflüssen. So beschreibt es auch das Menü, knapp und klar: Von Paris bis Tokio.

Nicht umsonst wird der begnadete Koch seit 2005 mit drei Michelin-Sternen gekrönt und von Gault Millau mit 19,5 Punkten zum Koch des Jahres 2018 gewählt. Seine herausragende Kochkunst hat er unter anderem bei Harald Wohlfahrt im Restaurant Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn erlernt. 25 Jahre konnte dieser seine drei Sterne verteidigen, so oft wie kein anderer in Deutschland. Genau wie Bau wurde auch er im Jahre 1991 mit 19,5 Punkten als Koch des Jahres von Gault Millau und mit vielen weiteren hochrangigen Auszeichnungen gekürt.

Seine Küche ist geprägt von den besten Zutaten und faszinierenden japanischen Einflüssen.

Nach der Ausstrahlung von „Kitchen Impossible“ am 25. März zusammen mit dem Hamburger Fernsehkoch Tim Mälzer wurde in mir nochmals die Lust befeuert, Baus Restaurant zu besuchen. Dieser emphatische, sensible und lebensfrohe Mensch hatte mich mit seinen Worten und seiner Art schlichtweg begeistert. Mitte Juni war es dann soweit, der lang ersehnte Sonntagmittag war eingetroffen. Mit größter Vorfreude betraten wir das sowohl klassische als auch moderne Restaurant im Schloss, umgeben von Natur. Zum Auftakt wurden wir mit drei Amuse-Bouche verwöhnt, dazu wurde der Hausaperitif, Winzersekt mit Yuzu, vom Weingut Markus Molitor an der Mosel, gereicht. Vor dem gewählten Menü wurden uns drei weitere Grüße aus der Küche serviert. Danach folgte unter anderem eine verblüffend elegante japanische Gelbflossenmakrele sowie Glattbutt an grünem Gemüse, Daikanöl und Dashibutter. Das Hauptgericht stellte ein perfekt gegartes Reh mit abwechslungsreichen Aromen dar.

Vor dem eigentlichen Dessert wurde uns ein erfrischender kleiner Nachtisch gereicht, der die entzückende Service-Chefin und Ehefrau des Sternekochs, Yildiz Bau, mit den Worten umschrieb: „Es macht Platz für die darauffolgenden Köstlichkeiten.“ Als Hauptdessert ließ ich mich vom „Ring of Desire“ überwältigen, einer runden Kreation aus Pistazie, Himbeere und Limone. Eine perfekt abgeschmeckte, texturreiche, und nicht zu süße Verführung. Den krönenden Abschluss bildeten eine Variation an Miniardises wie Maccarons, Pralinen, Schaumküsse oder eine Anlehnung an die „Yogurette-Schokolade“ in Form eines Lollis.

Nicht umsonst wird der begnadete Koch seit 2005 mit drei Michelin-Sternen gekrönt und von Gault Millau mit 19,5 Punkten zum Koch des Jahres 2018 gewählt.

Als Ausklang für einen schönen Nachmittag empfiehlt sich ein Spaziergang durch die sattgrünen Reben. Gäste des Hotels können hingegen im Wellnessbereich verweilen, bevor der kleine Genussurlaub vor der eigenen Haustür langsam ein Ende nimmt. Wer einen Tisch am Abend reserviert, kann sein Glück zu später Stunde im Hotel Casino herausfordern oder lässt ihn gemütlich an der Hotel-Bar ausklingen. 

Fotos: Lukas Kirchgasser, Marc André Stiebel, Julien Garroy (Editpress)

Alissia Dettori

Foodbloggerin
www.cookingislove.lu

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Author: Martine Decker

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