Nachgehakt

Alzheimer

„Chancen und Grenzen der Biografiearbeit mit älteren Menschen“, so lautet der Titel der Konferenz, die von der „ALA“ in Kooperation mit dem RBS – Center fir Altersfroen organisiert wird.

Revue: Sie entwickelten das so genannte mäeutische Pflege- und Betreuungsprogramm. Was ist das?
Cora van der Kooij: Der Kern dieses Programms liegt im Kontakt zwischen den Mitarbeitern und den Pflegebedürftigen. Um deren Verhalten zu verstehen, ist es notwendig, die dahinter verborgenen Gefühle, Bedürfnisse und Geschichten ernst zu nehmen. Das Modell erfordert daher regelmäßige, systematische und strukturierte Teamgespräche.

Wo liegt das Hauptproblem in der Pflege und Betreuung von älteren Menschen?
Das merkwürdig anmutende Verhalten von älteren Menschen mit Demenz ist häufig für Pflegende schwer nachzuvollziehen. Nicht selten erleben sie das Verhalten als eine zu große Herausforderung. Trotz ihrer Zuwendung fühlen sie sich machtlos. Durch ein besseres Verständnis kann sich die Haltung der Pflegenden zu den Betroffenen positiv verändern.

Was erwartet die Teilnehmer Ihrer Konferenz?
Die Teilnehmer werden in praxisnahen Beispielen und lebendiger Gruppenarbeit an die Erlebenswelt von Menschen mit Demenz herangeführt. Dabei können sie erleben, dass man auch im alltäglichen Umgang mit Pflegebedürftigen viele wertvolle Informationen über deren biografischen Hintergrund erfahren und auch einiges über sich selbst erlernen kann.

10. Februar, 10 bis 13 Uhr, Audimax, Campus Walferdange, Tel.: 36 04 78 33

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