Nachgehakt
Wii-Therapie
21.02.2012, 18:24 –
Die Stiftung „Hëllef Doheem“ startet ein Pilot-Projekt, das die Therapie mit Hilfe des Wii-Geräts in den Mittelpunkt stellt. Pierrette Biver erklärt, was sich dahinter verbirgt.
REVUE: Was war der Grund, das Therapieprojekt zu starten?
Pierrette Biver: Anspruch der 13 spezialisierten Tagesstätten der Stëftung Hëllef Doheem ist es, jeden hilfs- und pflegebedürftigen Klienten individuell therapeutisch zu betreuen, sowie auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand zu sein, was Therapiemöglichkeiten betrifft. In diesem spezifischen Fall hat sich die Stiftung auf Studien von zwei amerikanischen, einer französischen und einer deutschen Universitätsklinik gestützt. Die „Wii-Therapie“ geht aus einer wissenschaftlichen Zielvorgabe hervor, wurde aber von unseren Ergotherapeuten weiterentwickelt, um rehabilitativ mit den Klienten in unseren Tagesstätten arbeiten zu können. Sowohl im Ausland als jetzt auch in den ersten Ergotherapiesitzungen mit unseren Klienten wurde festgestellt, dass man gute Therapie-Resultate erzielt mit einem Medium, das den Klienten zudem noch Spaß macht. Natürlich müssen die Mitarbeiter spezifisch geschult werden, um mit der Wii zu arbeiten. Notwendig ist es daher auch, wie bei jeder Therapieform, konkrete Ziele zu formulieren, die richtigen Übungen auszusuchen und eine regelmäßige Auswertung der Resultate zu gewährleisten.
An wen richtet sich die Wii-Therapie?
Die Wii-Therapie richtet sich grundsätzlich an alle Klienten der Stiftung, die in Bewegung bleiben oder ihre Beweglichkeit steigern möchten. Sie wird aber auch konkret bei Menschen, die unter Parkinson leiden, angewendet. Dabei wird der Schwerpunkt auf Gleichgewicht und Koordination gelegt. Ein weiteres Beispiel, bei dem die Wii-Therapie gezielt eingesetzt wird, ist bei Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben und jetzt unter einer leichten oder moderaten Bewegungseinschränkung leiden. Diese können ebenfalls auf spielerische Art und Weise ihre motorischen Fähigkeiten verbessern oder sogar wiedererlangen.
Wo können Interessierte mehr Informationen erhalten?
Indem sie die Stiftung unter 40 20 80 anrufen oder unserer Webseite weitere Informationen entnehmen: www.shd.lu



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