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Go By Brooks

Die Geschichte beginnt in Paris, wo Laetitia Koener an ihrer Abschlussarbeit über Leonard Cohen schreibt und rein zufällig auf das Gedicht „Go By Brooks“ stößt. Der Titel prägt sich ihr derart ein, dass sie ihr erstes Bandprojekt danach benennt. (Foto: Go By Brooks)

„Go By Brooks“ heißt übersetzt: „Folge den Bächen“. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Logo der Luxemburger Newcomer-Band eine Libelle ist. Auch die Musik der jungen Formation, die sich aus Leadsängerin und Gitarristin Laetitia Koener, Keyboarder Jérôme Moes, Schlagzeuger Gilles Krein und Bassgitarrist Sacha Heck zusammensetzt, passt zum recht filigranen und zerbrechlichen Flügelinsekt, das als Jäger indes unbarmherzig ist. Während die Songs „Beautiful Loser“ und „Take My Hand“ auf eher leise Weise von den Herausforderungen des Lebens und von den Tränen einer verlorenen Liebe erzählen, enthüllt der etwas zynischere Text von „Streets Of Paris“ die beliebteste Touristen-Stadt der Welt als hohle Scheinwelt. „Dancing With The Devil“ und „Obey“ entpuppen sich derweil als Rocknummern, die Gitarren-Soli freien Flug lassen. Dass Daniel Balthasar mit seiner Band bei der Release-Party der EP „Rivers“ im Vorprogramm gespielt hat und dass E-Gitarrist Nicolas Palumbo, der sonst im Begleitflug von Emilie Duval, Chris oder Mental zu hören ist, mit von der Partie ist, sind weitere Beweise dafür, dass Go By Brooks keine Eintagsfliege sein wird. So überzeugend Laetitias akustische Solo-Konzerte bereits geklungen haben, durch den positiven Einfluss der drei Musikerkollegen und ihres Idols Leonard Cohen scheint sie spür- und hörbar gereift zu sein. Wann sich das Bächlein sich in einen majestätischen Fluss verwandeln wird, ist eigentlich nur mehr eine Frage der Zeit. Vorsicht demnach: Wer gedankenverloren am Ufer stehen bleibt, riskiert dann, mitgerissen zu werden.

Im Fachhandel oder auf: www.gobybrooks.com

Philippe Reuter

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