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Gut gebettet

Hart oder weich? Latex oder Federkern? Fragen über Fragen beim Matratzenkauf. Hier einige Tipps, was man dabei beachten sollte. Immerhin verbringen wir ein Drittel unseres Lebens in der Horizontalen.

Ihre Schlafposition

75 Prozent der Menschen schlafen auf der Seite, 20 Prozent auf dem Rücken und nur 5 Prozent auf dem Bauch. Bei der Suche nach einer neuen Matratze sollten Sie Ihre Schlafgewohnheiten nicht vergessen. Liegen Sie die neue Schlafunterlage in der Position Probe, die Sie beim Einschlafen einnehmen. Nur so können Sie herausfinden, ob sie zu Ihnen passt. Da die meisten Menschen mehrmals nachts die Position wechseln, sollte die Matratze idealerweise in allen Schlafpositionen bequem sein. Wichtig: Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit.

Der Härtegrad

Ob weich oder hart besser ist, diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Denn das Gewicht, die Größe, Anatomie und persönlichen Vorlieben des Benutzers sind bei der Wahl des Härtegrades ausschlaggebend. Generell gilt jedoch, dass eine zu harte Matratze sich nicht an den Körper anschmiegt und deswegen Druckstellen im Becken- und Schulterbereich erzeugt. Eine zu weiche Matratze ist jedoch auch nicht empfehlenswert, denn sie kann der Wirbelsäule nicht den nötigen Halt geben und speichert zudem Hitze, da sie den Körper regelrecht einhüllt. Der Härtegrad sollte dabei beim Probeliegen ausreichend getestet werden.

Das Material

Auf die Frage nach dem richtigen Material gibt es ebenfalls keine globale Antwort. Zu den gängigen Materialen gehören Federkern, Latex und Kaltschaum.

Federkern

Federkernmatratzen bestehen aus mehreren Stahlfedern, die durch eine Spirale miteinander verbunden sind. Bei der sogenannten Bonellfederkernmatratze befindet sich zwischen den Federn Luft. Bei der zweiten Variante, der Taschenfederkernmatratze, sind die Federn von kleinen Stoffsäckchen umhüllt. Beide Typen zeichnen sich dadurch aus, dass sie  Feuchtigkeit und Wärme gut ableiten und für eine gute Durchlüftung sorgen. Menschen, die nachts viel schwitzen, profitieren daher von diesem Material.

Kaltschaum

Aus Schaumstoff bestehende Matratzen haben einen Imagewandel erlebt. Galten sie früher als bretthart und unbequem, zeichnen sich die modernen Modelle durch eine hohe Punktelastizität aus, die sich bestens an die Körperkonturen anpasst. Das Material transportiert Feuchtigkeit ab, gleichzeitig isoliert es die Wärme. Die ideale Matratze also für Frostbeulen. Wichtig: Achten Sie beim Kauf auf das sogenannte Raumgewicht, das die Dichte des verwendeten Schaums angibt. Je schwerer ein Schaumstoff ist, desto hochwertiger ist die Matratze.

Latex

Latexmatratzen bestehen aus Gummi und können aus synthetischem, natürlichem oder gemischtem Latex hergestellt werden. Naturlatex weist im Vergleich zu synthetischem Latex eine höhere Punktelastizität auf. Latexmatratzen im Allgemeinen eignen sich vor allem für Menschen, die sich gerne weich betten. Außerdem hält es Wärme zurück und eignet sich somit ebenfalls für verfrorene Schläfer. Allergiker aufgepasst: Ein weiterer Vorteil ist seine geringe Anfälligkeit für Mikroben, Bakterien und Milbenbefall.

Bei der Wahl der Matratze sollte man darauf achten, dass die Wirbelsäule den nötigen Halt erhält.

Formgedächtnisschaum

Dieses Material findet man in viskoelastischen Matratzen wieder. Der Name ist hier Programm. So nimmt der Formgedächtnisschaum die Körpertemperatur wahr und passt sich so wortwörtlich der Form des Körpers der liegenden Person an. Auf diese Weise können die Muskeln sich entspannen, der Blutfluss wird verbessert und der Körper kann in seiner natürlichen Position ruhen. Zudem garantiert der Schaum eine optimale Durchlüftung.

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Die Matratze sollte Ihr Körpergewicht auf die komplette Fläche der Matratze verteilen. Prinzipiell sollten schwerere Menschen eine härtere Matratze wählen. Folgende Kategorien können als ungefährere Richtlinie dienen: Mittelhart: < 90 kg, Hart: < 110 kg, sehr hart: >110 kg. Auf das Etikett allein sollte man sich jedoch nicht verlassen, denn die Angaben des Härtegrades unterliegen keiner Norm. So kann jeder Produzent seine eigene Definition von Härte angeben. Letzten Endes zählt, also wie hart Sie selbst die Matratze empfinden.

Ihre Größe

Um einen bequemen Schlaf zu garantieren, sollte die Matratze Ihre Größe um mindestens 20 Zentimeter in der Breite und Länge übertreffen. Platz kann man schließlich im Bett nicht genug haben.

Ihre Anatomie

Beim Probeliegen sollten Sie darauf achten, dass die Matratze an Ihre Körpermorphologie angepasst ist. Damit Ihr Körper sich in einer natürlichen Position erholen kann. Ob Rücken- oder Seitenschläfer, die Wirbelsäule muss dabei gerade bleiben. Jeglicher Druck auf die Scheiben der Wirbelsäule sollte dabei vermieden werden.

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Author: Georges Noesen

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