Kochen ohne Nährstoff- und Geschmacksverlust? Kein Problem. Dampfgaren hat sich zu einem Trend entwickelt, der herkömmliches Kochen in vielem übertrumpft.
Zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört Gemüse selbstverständlich dazu. Bloß schade, dass im Kochtopf so viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. Das lässt sich bereits mit bloßem Auge leicht feststellen. Das Kochwasser, das beim Garen von Gemüse oder Reis zurückbleibt, hat eine milchige Farbe, ein Zeichen, dass Mineralien, Stärke und andere Inhaltsstoffe ausgeschwemmt wurden. Auch der Geschmack leidet unter dieser Zubereitungsart, da ein guter Teil der Aromastoffe ebenfalls im Wasser verloren geht und im Abflussrohr endet. Eine Lösung dafür bietet das Garen mit Dampf, keine neumodische, sondern eine altbewährte Methode, die – anders als in der europäischen Küche – in Asien seit Jahrtausenden einen festen Platz in der Küche hat.
Profiköche, die Wert auf vollen, intensiven Geschmack legen, schwören schon lange auf das Dampfgaren. In privaten Haushalten überzeugt die Technik eher langsam. Manche haben zwar bereits einen Dampfgarer zuhause, benutzen ihn aber nicht. „Was kann man dämpfen und was nicht?“ oder „Wie lange muss ich denn dämpfen?“ sind die häufigsten Fragen, die gestellt werden. Die Antwort auf beide ist ganz einfach: Alles, was gekocht werden kann – Gemüse, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte oder magerer Fisch – kann man auch dämpfen, bei gleicher Garzeit. Nicht geeignet sind Lebensmittel wie Fleisch, das sein Aroma erst beim Braten im Fett entfaltet, oder fettreicher Fisch.
Profiköche schwören schon lange auf das Dampfgaren.
Neben dem Erhalt wichtiger Vitamine und Nährstoffe hat das Garen mit Dampf noch viele weitere Vorteile. Zum einen behalten die Lebensmittel ihre Konsistenz und können bei Weitem nicht so rasch verkochen wie im Kochwasser, zum anderen bleibt ihr Eigengeschmack erhalten, da ihre Zellstruktur während des schonenden Garprozesses nicht zerstört wird. Hübscher Nebeneffekt – das Auge isst ja bekanntlich mit – ist die intensive Farbe, die vor allem das Gemüse auch nach dem Garen behält. Durch den Aromaerhalt ist Salzen und Würzen größtenteils überflüssig, auch die Beigabe von Fett erübrigt sich in den meisten Fällen. Klar, dass das nicht nur besser für die Gesundheit ist, sondern auch für die Figur. Wer dennoch Salz dazugeben will, sollte dies erst nach dem Garen tun, denn im Wasserdampf löst es sich auf und gleitet nutzlos ab. Kräuter können dagegen schon vorher hinzugegeben werden.
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Ein weiterer Pluspunkt ist die Energieersparnis, weil mehrere Lebensmittel gleichzeitig zubereitet werden können. Selbst Geruchsintensives wie Fisch oder Zwiebeln kann unbesorgt mit anderen Speisen im selben Gefäß gegart werden. Da der Wasserdampf die einzelnen Lebensmittel isoliert, können weder Geschmack noch Geruch von einem zum anderen übertragen werden. Abkühlen sollte das Gargut allerdings nicht zusammen im Dampfgarer. Denn entfällt die schützende Wirkung des Wasserdampfs, nehmen die Speisen rasch den Geruch und Geschmack der anderen an.








