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Kommentar: Jamais deux sans trois!

Große, sportliche Momente dominierten die Woche und die waren vor allem eines: emotional! Sogar für uns Sportjournalisten sind die großen Stars – außer während den routiniert abgespulten Interviews – meist weit weg. Doch plötzlich ist einem Andy Schleck ganz nah. Der sonst immer so Zuversichtliche ringt mit den Tränen und zeigt ganz viel Gefühl. Eine starke zehnjährige Profi-Karriere mit fünf intensiven und äußerst erfolgreichen Jahren ist vorbei.

Anne Kremer stand sogar deutlich länger im Profizirkus, doch auch für sie ist diese Situation, dieser Karriereabschied auf dem Tennisplatz in Kockelscheuer – vor leider wenigen Zuschauern – neu. Auch ihr versagt die Stimme, werden die Augen feucht. Auch unsere allerbesten Sportler sind ziemlich normale Menschen. Man übersieht das nur irgendwann, wenn man immer nur fasziniert auf ihre größste Stärke starrt.

Wer aber würde zum großen Abschluß am Abend zurücktreten? Del Bosque dann doch nicht, denn seine Spanier zeigen auch unter dem ungewohnten Regen keine Schwäche und ziehen den Löwen den Zahn. Anstatt eines dritten Rücktritts gab es kurz vor Schluß noch ein viertes Tor. Emotional waren vor allem die spanischen Journalisten unmittelbar hinter mir. Mit einem atemlosen Wortschwall und 400 Wörtern pro Minute, aber ganz ohne Tränen, feierten sie den Einzug ihrer Spieler bereits wie andere einen Titel.

Chrëscht Beneké

Journalist

Ressort: Sport

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Author: Philippe Reuter

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