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Klassenkämpfer aus der Arena

Mit dem neuen Ateca möchte SEAT den Platzhirschen Nissan Qashqai in seinem SUV-Segment pikieren, ohne jedoch dem großen Bruder Tiguan allzu sehr auf die Pelle zu rücken.

Text: Claude Legrand / Fotos: Seat

Das wird den Spaniern wohl auch gelingen, denn der neue Ateca wandelt auf bekannten Pfaden, man sieht ihm gleich seine Herkunft an: der Leon ist als stolzer Vater leicht erkennbar, aber auch VW und besonders Audi standen als DNA-Spender bereit.

Seine Kühlerfront und die typischen, dreieckigen Leuchten des Wagens identifizieren den Ateca eindeutig als SEAT-Modell, dazu kommen die scharfen Kanten und die deutsch-spanische Nüchternheit des Designs. Das sehr helle Tagesfahrlicht fungiert gleichzeitig als Blinker und wechselt übergangslos zwischen Weiß und Orange. Vielleicht hätten etwas mutigere Linien dem Wagen auch gut gestanden, diese hätten ihn jedoch eventuell eines Teils seiner Vertrautheit beraubt.

Die Raumausbeute ist die Beste in dieser Klasse, seine 4,36 Meter wirken irgendwie größer als sie sind, besonders im Innenraum steht den Insassen mehr Platz zu als bei den meisten Konkurrenten. Trotzdem wird er sich dank seiner guten Übersicht im Stadtverkehr sehr wohl fühlen. Dem Allradler stehen 485 Liter, dem Fronttriebler 510 Liter Stauraum im Kofferraum zur Verfügung, trotz nicht verschiebbarer Rückbank ein sehr guter Wert. Leider ist die Ladefläche bei umgelegter Rückbank nicht ganz eben, dafür werden beidhändig ausgelastete Tütenträger die automatisch öffnende und schließende Heckklappe schätzen, welche per Wischbewegung mit dem Fuß aktiviert wird.

Wenn er im Juni 2016 erstmal ausgeliefert wird, werden alle gängigen Motorisierungen, wie ein 1,6 und 2,0 Liter großer Dieselmotor sowie ein 1,4 Liter Turbo-Benziner mit Zylinderabschaltung erhältlich sein, ein Cupra-Modell wurde bereits angedacht, bislang aber nicht offiziell bestätigt. Der Startpreis wird wohl um die 20.000 Euro liegen, als direkte Kampfansage an den Nissan Qashqai. Ein überarbeitetes Infotainment-System namens „Seat Full Link“ wird ebenfalls mit an Bord sein, welches ausdrücklich sowohl iPhones wie auch Android-Handys unterstützen wird und sogar induktives Laden ermöglicht.

Somit ist der neue SEAT-SUV gut aufgestellt, um das für 2016 angepeilte Verkaufsziel von 7.500 Fahrzeugen zu erreichen und die Konkurrenz aus Fernost damit gehörig auf die Hörner zu nehmen.

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Author: Philippe Reuter

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