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Kurz gefasst

Geburt von Charles

Am frühen Sonntagmorgen ist mit Prinz Charles, dem ersten Kind von Erbgroßherzog Guillaume und seiner Ehefrau Stéphanie, ein Thronfolger zur Welt gekommen.
Eine Geburt ist immer ein magischer Moment. Dies bestätigte auch Erbgroßherzog Guillaume am frühen Sonntagmorgen per Videostream, nachdem seine Ehefrau Stéphanie den kleinen Prinzen Charles am Sonntag um 05.13 Uhr per Kaiserschnitt in der Maternité Grande-Duchesse Charlotte zur Welt gebracht hatte. Mit vollem Namen heißt der 3,190 Kilogramm und 50 Zentimeter große Stammhalter „Charles Jean Philippe Joseph Marie Guillaume“. Der Name Charles könnte eine Art Hommage an den mit nur 49 Jahren verstorbenen Prinz Charles, den jüngeren Bruder des im vergangenen Jahr verstorbenen Großherzogs Jean sein. „Für meine Frau und mich ist es einer der schönsten Tage im Leben“, sagte Guillaume noch in seiner Ansprache via Stream. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten Charles Großeltern, Großherzog Henri und seine Ehefrau Maria Teresa, den neuen Enkel (insgesamt sind es jetzt fünf) erstmal nur per Video-Stream „kennenlernen“. Die Geburt von Prinz Charles, der eines Tages seinem Vater Guillaume auf dem Thron folgen soll, wurde mit 21 Kanonenschüssen gefeiert.

Erste Resultate

Die ersten Ergebnisse der am 9. April gestarteten Convince-Studie liegen vor. 1.842 Personen (repräsentativ für die Luxemburger Bevölkerung) wurden getestet. Fünf Getestete waren positiv, hatten allerdings keinerlei Symptome. Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung wären damit 1.449 Bürger in Luxemburg infiziert, ohne dass sie klassische Covid-Symptome zeigen würden. Außerdem wurde analysiert, wie viele Menschen bereits Antikörper entwickelt haben. In 35 von 1.820 durchgeführten Proben waren diese zu finden. Je nach Hochrechnung waren damit zwischen zwei und fünf Prozent der Bevölkerung bereits mit dem Virus in Kontakt. Die oft zitierte Herdenimmunität liegt bei 70 Prozent. Die bereits angestammten hygienischen Maßnahmen mit Maske und Händewaschen sind also nach wie vor äußerst wichtig, besonders seit der Lockerung des Lockdowns. Indessen ist die Zahl der Covid-Toten auf über hundert angestiegen und liegt aktuell bei 101 (am Montag bei Redaktionsschluss), die Infektionsrate liegt mittlerweile unter eins, was bedeutet, dass ein Infizierter weniger als eine andere Person ansteckt.

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Exitstrategie

Premierminister Xavier Bettel erklärte in einer Ansprache vergangene Woche, dass die Lockerungen des Lockdowns, die seit Montag gelten – unter anderem soziale Kontakte in begrenzter Anzahl, geöffnete Geschäfte und Friseurläden – der nächste Schritt hin in Richtung Normalität wären. Weitere Schritte würden immer erst dann eingeläutet, wenn die Zahl von Neuinfektionen und die Zahl der Personen, die auf der Intensivstation liegen, nicht in die Höhe schnellen würden. Bettel appellierte an die „Eigenverantwortung und die Disziplin“ eines jeden Einzelnen, damit es nicht zu einer zweiten Welle kommt.

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Streit um Abriss
In Esch soll der Industriebrache „Lentille Terres Rouges“ bekanntlich neues Leben eingehaucht werden und das neue Stadtviertel „Rout Lëns“ soll hier entstehen. Für eine gewisse Polemik sorgte in den vergangenen Wochen die Tatsache, dass auf dem Areal angefangen wurde die „Keeseminnen“ (eine stillgelegte Möllerei) abzureißen. Ungeachtet der Tatsache, dass diese als einzigartiges industrielles Gebäude gelten. Es hagelte Kritik von allen Seiten an diesem Vorgehen und der Haltung der Escher Gemeindeverantwortlichen. Bislang (bis zum Redaktionsschluss am Montag) sind die politischen Verantwortlichen auf Tauchstation geblieben, und weder gab es eine öffentliche Reaktion von CSV-Bürgermeister Georges Mischo, noch vom verantwortlichen Schöffen Martin Kox („déi gréng“). Nach dem Abriss der „Centrale thermique“ und der Zerstörung der „Ronn Bréck“ scheint das nächste Escher Wahrzeichen und Zeitzeuge aus Industriezeiten einfach dem Erdboden gleichgemacht zu werden.

CETA angenommen

Letzte Woche wurde im Parlament (wegen der Covid-Krise wird bekanntlich im Cercle Cité getagt) das umstrittene Freihandelsabkommen CETA, was die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Kanada regelt, mit den Stimmen der Majoritätsparteien angenommen. Die CSV hatte aus Protest den Saal verlassen und nicht an der Abstimmung teilgenommen. Heftige Kritik gab es von Seiten der Umweltverbände, Gewerkschaften und Verbraucherorganisationen. „Déi Lénk“ hatten noch mit der Unterstützung von der CSV, der adr und den Piraten gefordert die Debatte und die Abstimmung in die Zeit nach dem „état de crise“ zu verlegen. Die Majoritätsparteien sahen keine Notwendigkeit.

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Hackerangriff

Die Filialen Windhof, Merl und Bonneweg der Supermarktkette „Cactus“ mussten zeitweilig geschlossen werden, weil ein Hackerangriff vorlag. Das IT-Sicherheitsunternehmen „Cyble“ schreibt auf seiner Webseite, dass es sich um einen kriminellen Erpressungsversuch der Betreiber der Software REvil handelt und eine Art Warnung, das geforderte Geld zu überweisen, ansonsten könnten die REvil-Betreiber eine Menge an sensiblen Daten veröffentlichen. Laut der Internetseite zdnet.com liegt die durchschnittliche Summe bei den REvil-Erpressungsversuchen bei 260.000 US-Dollar.

Der-Tod-in-Zahlen-KopieDer Tod in Zahlen

Alle Todesursachen zusammengefasst sind im ersten Trimester dieses Jahres 1.129 Menschen verstorben. Obwohl es in den zwei letzten März-Wochen überdurchschnittlich viele Tote gab, liegt die Zahl unter der vom Vorjahr (1.160 Tote im ersten Trimester 2019). 2018 waren es im gleichen Zeitraum 1.272 Menschen, die aus dem Leben schieden. Die 23 Personen, die in den zwei letzten März-Wochen am Corona-Virus gestorben sind, haben dazu geführt, dass die Zahl der Toten im Vergleich zu den Vorjahren für diesen Zeitraum überdurchschnittlich hoch war.

Fotos: Sophie Margue / Cour Grand-Ducale, Anna Shvets (Pixabay), Isabella Finzi, Julien Garroy (3) (beide Editpress)

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Martine Decker

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