Home » Home » Kurz gefasst

Kurz gefasst

Home is…

…where your work is. So lautete das Motto für einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung, zumindest während des Lockdowns. Das Statec hält in einer Analyse fest, dass es im Zuge der Pandemie zu einer „explosion du télétravail“ kam. Diese Erkenntnis muss man nicht unbedingt in der Rubrik „bahnbrechend“ einstufen, allerdings liefert der Statec in seiner Mitteilung interessante Zahlen. 69 Prozent der Beschäftigten gingen ihrem Job von zuhause aus nach. Vor allem die Menschen mit einer höheren Ausbildung fanden sich verstärkt im „Home Office“ wieder (82 Prozent während des Lockdowns, 29 Prozent in Vorkrisenzeiten). Laut einer vom 29. April bis zum 8. Mai durchgeführten Umfrage sehen 55 Prozent der Befragten das „Home Office“ als eine „positive Erfahrung“, 30 Prozent haben eine neutrale Haltung gegenüber dem „daheim malochen“ und nur jeder Siebte fand den „Budenjob“ negativ.

Home-is-Kopie

Rassismus? Nein Danke!

Während einer Aktualitätsstunde (auf Anfrage der CSV und den Piraten) zum Thema Diskriminierung und Rassismus in Luxemburg waren sich fast alle Parteien einig, dass man in einem multikulturellen Land wie Luxemburg das Übel bei der Wurzel packen und gegen die teilweise existierenden rassistischen Tendenzen in der Gesellschaft vorgehen müsse. Alle Redner, inklusive der Justizministerin Sam Tanson (déi gréng) und Familienministerin Corinne Cahen (DP), unterstrichen, dass Diskriminierung keinen Platz in der Luxemburger Gesellschaft habe. Lediglich Fernand Kartheiser, der im Namen der adr das Wort ergriff, schlug andere Töne an. Eine Motion des DP-Abgeordneten Max Hahn, welche eine Stärkung der Rolle des „Centre pour l’égalité de traitement“ vorsieht, wurde mit 56 Stimmen (die adr stimmte dagegen) angenommen.

Schluss-Kopie

Schluss mit lustig

„Die Party ist vorbei und den Soundtrack zum Untergang basteln wir uns selbst“, proklamierten die deutschen Schrammelpunker Muff Potter vor rund zehn Jahren auf ihrer Platte „Gute Aussicht“. Doch in Sachen Corona-Pandemie sind die aktuellen Infektionszahlen in Luxemburg alles andere als eine gute Aussicht. Seit mehr als einer Woche steigt die Zahl der positiv getesteten Personen wieder erheblich an. Vor allem auf Partys und privaten Veranstaltungen herrscht erhöhte Ansteckungsgefahr. Die Regierung will nicht tatenlos zusehen und wieder strengere Regeln im privaten Bereich einführen. Ob der Staatsrat, der sich beim Ausarbeiten der Pandemie-Gesetze noch gegen solche Maßnahmen ausgesprochen hatte, jetzt mit auf diesen Weg geht, bleibt abzuwarten. Unterdessen wurden bisher 4.522 Menschen positiv auf das Virus getestet und 110 Menschen sind gestorben (Stand: Montagmorgen bei Redaktionsschluss).

Sozialdialog

Am Freitag trafen sich die Regierung, die Gewerkschaften OGBL, LCGB, CGFP sowie der Patronatsverband UEL im Senninger Schloss. Einziges Thema des Dreiergesprächs war die steigende Arbeitslosigkeit, welche durch die Corona-Krise bedingt ist. Im Herbst soll die nächste Tripartite stattfinden.

blau-blau-KopieBlau, blau, blau…

…ist nicht nur der Enzian, sondern auch die aktuelle politische Stimmung im Land. Laut der letzten Umfrage von TNS Ilres im Auftrag vom Luxemburger Wort und RTL würde die DP – falls am Sonntag Wahlen wären – als großer Gewinner hervorgehen und immerhin drei Sitze hinzugewinnen (rauf auf fünfzehn). Die LSAP würde bei zehn Abgeordneten bleiben und „déi gréng“ würden nur noch acht Abgeordnete ins Parlament entsenden (minus eins). Die größte Oppositionspartei CSV würde laut Umfrage zwei Mandate und die Piraten ein Mandat einbüßen. „Déi Lénk“ könnten sich von zwei auf drei steigern, während die adr bei vier bliebe.

Abstimmung verschoben

Eigentlich sollte am vergangenen Freitag im Escher Gemeinderat über den neuen allgemeinen Bebauungsplan (PAG) der zweitgrößten Stadt des Landes abgestimmt werden. Eigentlich… Der Schöffenrat hat es vorgezogen, die Abstimmung zu verlegen, wegen anhaltender Kritik und zunehmender Unzufriedenheit in der Bevölkerung (auch untermauert durch eine Protestkundgebung) zu den Regelungen in Bezug auf Wohngemeinschaften. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage üben sowohl Innenministerin Taina Bofferding (LSAP), wie auch Wohnungsbauminister Henri Kox (déi gréng), harsche Kritik am neuen Escher Bebauungsplan. Bürgermeister Georges Mischo (CSV) zeigt sich diskussionsbereit und erklärte dem Tageblatt gegenüber: „Wir reichen bei der ganzen Diskussion auch der Opposition die Hand, um einen PAG ohne Gegenstimme im Herbst zu erreichen.“ Dazu wolle man noch einmal über die Thematik Wohngemeinschaft und die Definition einer Haushaltsgemeinschaft diskutieren.

Abstimmung-verschoben-Kopie

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Martine Decker

Login

Lost your password?