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Kurz gefasst


Schaffe, schaffe
Zum 1. Januar 2018 war die Luxemburger Post mit 4.480 Beschäftigten, der größte Arbeitgeber in Luxemburg. Auf Platz zwei landen die CFL mit 4.290, Cactus mit 4.200 und ArcelorMittal mir 4.120 Arbeitnehmern. Das Spitzentrio der Privatwirtschaft in Sachen Arbeitsplätze ist damit das gleiche wie zum 1. Januar 2017. 2015 war die ArcelorMittal-Gruppe noch größter Arbeitgeber, 2016 noch zweitgrößter. Die Wichtigkeit der Stahlindustrie für die Luxemburger Wirtschaft schwächt sich also ganz langsam weiter ab.

Bauen was das Zeug hält
Der Regierungsrat hat eine Liste mit 33 großen Infrastrukturprojekten angenommen, welche nun dem Parlament vorgelegt wird. Unter anderem soll ein neuer Tower auf dem Findel gebaut werden. Und im Rahmen von unterschiedlichen Projekten sollen zahlreiche Straßen angepasst oder neu gebaut werden. So soll zum Beispiel die Escher Autobahn ausgebaut werden um Platz für den Bau einer schnellen Tram entlang der A4 zu ermöglichen und das Tram-Netzwerk soll Richtung Findel, Kalchesbruck und Strassen erweitert werden.

Kleine Strukturen
Im Parlament wurde das Gesetz über die „Mini-Crèches“ mit den Stimmen der Majoritätsparteien und der CSV angenommen. Diese ergänzenden Betreuungsstrukturen dürfen maximal elf Kinder haben. Geleitet werden sie von einem ausgebildeten Erzieher und einer zertifizierten Tagesmutter. Maximal dürfen vier Babys unter einem Jahr gleichzeitig betreut werden.

Neues Zeitalter
Die Katholische Kirche präsentierte ihre Bilanz für das Jahr 2017 und spricht von einer „einer herausragende Zeitmarke in der Geschichte des Erzbistums Luxemburg“. Gleich zwei Faktoren sprächen hierfür: zum einen die Neugliederung der Pfarreien mit 33 größeren Pfarreien, zum anderen das Wegfallen des Religionsunterrichtes, den die Katholische Kirche durch ein Angebot einer mehrstufigen Katechese für Kinder und Erwachsene auffangen will. Die Zahlen der Taufen, der Erstkommunionen, der Firmungen, der Hochzeiten wie auch der Begräbnisse sind weiterhin rückläufig. Finanziell hat die Kirche keinen Grund zur Klage: 2017 konnte nach Steuern ein Überschuss von 3,3 Millionen verbucht werden.

Unter Druck
Die Stimmung im Bauwesen in Luxemburg ist zurzeit meilenweit vom eitlen Sonnenschein entfernt. Es geht nach wie vor um einen neuen Kollektivvertrag (der alte ist bereits 2016 ausgelaufen). Letzte Woche demonstrierten sowohl der OGBL wie auch der LCGB um den gewerkschaftlichen Forderungen Nachdruck, wie zum Beispiel substanzielle Lohnerhöhungen, zu verleihen. Beide Gewerkschaften taten dies allerdings getrennt, weil sie sich zurzeit nicht sehr grün sind. Der erste Termin für die Schlichtung war am 11. Juli (nach Redaktionsschluss). Sollte die Schlichtung scheitern, würde ein Streik ins Haus stehen.

Attraktiver machen
Der „Fonds du Kirchberg“ präsentierte seine Visionen um das als „totes Bankenviertel“ verschriene Viertel attraktiver zu machen. Vor allem sollen vermehrt Wohnungen gebaut werden. Aktuell gibt es auf dem Kirchberg 41.000 Arbeitsplätze, allerdings wohnen nur 3.600 Menschen hier. Ziel ist es irgendwann bei 64.000 Arbeitsplätzen und etwas über 22.000 Einwohnern zu sein. Alles in allem soll damit die Attraktivität des Stadtviertels aufgewertet werden.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Stellvertretender Chefredakteur
Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Martine Decker

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