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Kurz gefasst

Space is the place
„This is ground control to Major Etienne, commencing countdown, engines on…“ Mit David Bowies „Space Oddity“ könnte man zusammenfassen, was Wirtschaftsminister Etienne Schneider während seiner Mandatszeit in Sachen „Space Mining“ und „Space Ressources“ zustande gebracht hat. Nämlich einiges und sogar relativ viel Konkretes. Letzte Woche kam die Ankündigung, dass drei weitere Firmen aus diesem Wirtschaftszweig sich in Luxemburg ansiedeln werden. Mit „Made In Space”, „Hydrosat“ und „CubeRover“ wird das Spektrum der Aktivitäten in diesem offenbar zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig erweitert.

Leicht rückläufig
Im August wurden 224 Anfragen auf Asyl eingereicht und 1.312 Menschen haben in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Antrag hier im Land gestellt. Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es 1.552 Anfragen. Die meisten Anträge kamen im August aus Eritrea, Afghanistan, Syrien, Georgien und dem Kosovo.

Mehr Parkraum
Die „Einweiheritis“ grassiert bekanntlich seit Wochen und wirklich jeder politische Mandatsträger scheint sich darauf eingeschossen zu haben, noch vor dem 14. Oktober mindestens 20 Mal irgendwo ein Bändchen durchzuschneiden. Die Hauptstadt macht da keine Ausnahme und so wurde vergangene Woche der Parking „Royal Hamilius“ mit 628 Parkplätzen (400 sind für die Öffentlichkeit vorgesehen) eingeweiht. Um dem handelsüblichen tristen Betongrau der meisten Parkhäuser entgegenzuwirken, durften Künstler sich an den Wänden austoben. Lydie Polfer beschreibt es als „wertvolle Bereicherung für die städtische Street-Art-Szene“. Man könnte auch kalauern, dass Street-Art in der Hauptstadt trotz Tiefgarage nicht mehr so wirklich „underground“ ist.

Alles im Lot auf dem Boot
Die Ratingagentur Fitch stellte Luxemburg die Note „AAA“ aus. Unter anderem die im Vergleich zu anderen Ländern niedrige Staatsschuld mit 23 Prozent des Bruttoinlandproduktes, der Wirtschaftswachstum und die Produktivität haben die Ratingagentur – genau wie die Agenturen DBRS und S&P – veranlasst, Luxemburg eine Bestnote auszustellen. Die Agentur sieht in weltweiten Handelskonflikten potenzielle Risiken für die Luxemburger Wirtschaft. Finanzminister Pierre Gramegna zeigte sich in einer Pressemitteilung angesichts des erneuten „Triple A“ entsprechend zufrieden.

Ja, aber…
Wahlen sind auch immer der perfekte Moment für Gewerkschaften, die Zivilgesellschaft und andere Interessensgemeinschaften, ihre eigene Bilanz zu der geleisteten Regierungsarbeit zu präsentieren und eigene Forderungen an die neue Regierung zu stellen. Genau dies tat letzte Woche die Staatsbeamtengewerkschaft CGFP, die sagte, die Regierung habe nicht alles richtig, aber auch nicht alles falsch gemacht. Für die CGFP ist das Glas also irgendwie halbvoll und doch halbleer, die Gewerkschaft gibt allerdings keine Wahlempfehlung heraus. Die Verbraucherschutzorganisation ULC tut dies auch nicht, präsentierte allerdings einige Forderungen, welche man von den kommenden politischen Verantwortlichen umgesetzt sehen möchte. Bei der „Saint Michel“-Feier der Polizei hat der Generaldirektor der Polizei Philippe Schranz ebenfalls erklärt, was die Polizei von der neuen Regierung erwartet.

Befristet
Laut einer Studie der Arbeiterkammer wächst die Zahl der Beschäftigten, welche lediglich über einen befristeten Arbeitsvertrag verfügen. Im Jahr sollen knapp zehn Prozent der Beschäftigten über einen CDD verfügen. Vor allem junge Menschen sind betroffen. Laut Studie soll in der Eurozone der Prozentsatz der befristeten Verträge noch höher liegen. Laut CSL ist das Armutsrisiko bei Menschen mit diesen Verträgen höher als bei Menschen mit unbefristeten.

Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

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Author: Philippe Reuter

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