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Kurz gefasst

Fortuna wechselt Besitzer
Eine der traditionsreichsten Banken Luxemburgs – die Fortuna Bank – wird von der libanesischen „Bank of Beirut“ übernommen. Damit die 1920 gegründete Bank, welche genossenschaftlich organisiert ist, übernommen werden kann, bedarf es allerdings noch der Zustimmung der Europäischen Zentralbank, der „Commission de Surveillance du Secteur Financier“ (CSSF) und der „Banque du Liban“. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Fortuna eine Bilanzsumme von 257 Millionen Euro (Nettogewinn 480.000 Euro). 26 Personen arbeiten aktuell für die Fortuna.

Millionenverlust
Die Verbindung zwischen Luxemburg und der amerikanischen Gesellschaft „Planetary Ressources“ ist Schnee von gestern, denn die staatliche „Société Nationale de Crédit et d’Investissement“ (SNCI) hat die zehn Prozent seiner Anteile an der amerikanischen Firma veräußerlicht. Das Problem: Die Anteile wurden für eine symbolische Summe verkauft, und der Staat hat damit – indirekt über die SNCI – einen Verlust von zwölf Millionen Euro zu beklagen. Die beiden Abgeordneten Laurent Mosar und Diane Adehm haben in Bezug auf den Verkauf eine dringliche parlamentarische Anfrage an den Wirtschaftsminister Etienne Schneider gestellt.

Offene Fragen
Die Gewerkschaften LCGB und OGBL trafen sich zum ersten Mal mit dem neuen Besitzer der Düdelinger Galvalange. Das Treffen mit Vertretern von Liberty House sei positiv verlaufen. Dennoch würden Fragen offen bleiben: zum Beispiel, ob alle 214 Festangestellten und die 70 Personen, welche mit begrenztem Arbeitsvertrag oder Interimsverträgen angestellt sind, vom neuen Besitzer übernommen werden.

Protest angekündigt
Bei der „Spuerkees“ sind die Mitarbeiter unzufrieden. Nach der Reform im öffentlichen Dienst steht ihnen nämlich eigentlich mehr Geld zu, dieses wurde noch nicht gezahlt. Die CGFP hat nun – nachdem die Mediation gescheiter ist – eine Protestaktion für den 27. November vor der Sparkassenzentrale angekündigt. Der Präsident der Personalvertretung bei der Sparkasse Georges Dennewald erklärte, der Unmut bei der Belegschaft sei hoch.

Erstmals Defizit
Beim Treffen der Quadripartite gab es – vor allem wegen der noch andauernden Regierungsbildung – wenig Konkretes zu vermelden. Die Reserven der Gesundheitskasse sind gut und liegen bei 855 Millionen Euro, im nächsten Jahr könnte allerdings erstmals ein Defizit von zehn Millionen zustande kommen. Einige Leistungen, welche bereits bei vergangenen Treffen beschlossen wurden, sind noch nicht umgesetzt. Dies soll nun schnellstmöglich passieren.

Strategische Partnerschaft
Die Firma GovSat S.A. – eine Kooperation zwischen dem Staat und der SES – hat eine Partnerschaft mit der französischen Firma Telespazio angekündigt. Beide wollen ihre Kompetenzen und Infrastrukturen eng miteinander verbinden, um einen vollständigen Katalog an Telekommunikationsangeboten über Satteliten für Militärs anzubieten. Wichtiges und ausschlaggebendes Element in dieser Strategie ist, der Militärsatellit GovSat-1, der am 31. Januar dieses Jahr von Cape Canaveral aus ins All geschossen wurde.

Fotos: Alain Rischard, Tania Feller, Claude Lehnert (alle Editpress), Philippe Reuter, unsplash.com, GovSat

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Philippe Reuter

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