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Kurz gefasst

Blitzartige Effekthascherei
„Du sollst nicht rasen“, ist eine Art elftes Gebot, was von der Polizei, dem Verkehrsminister und der Sécurité routière gebetsmühlenartig runtergebetet wird. Damit die Autofahrer sich daran erinnern, dass es tatsächlich sowas wie Geschwindigkeitskontrollen gibt, wurde am 3. April in 26 Ländern der recht medienwirksam inszenierte „Speed-Marathon“ veranstaltet. In Luxemburg wurden 200 Kontrollen durchgeführt und 1.200 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt. Ob ein derartiger „One shot“ wirklich hilft, um Autofahrer zu zwingen, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, kann bezweifelt werden.

Öfter mal was Neues
Seit Luc Frieden im Juli 2014 entschieden hat, dass er Oppositionspolitik gar nicht so richtig dufte findet und sich deshalb vom Luxemburgischen Politacker gemacht hat, tritt der Ex-CSV-Finanzminister regelmäßig neue Jobs an. Er arbeitete als „Vice Chairman“ der Deutschen Bank in London, war Präsident des Verwaltungsrates des Medienhauses Saint-Paul – was er bei der BIL noch immer ist – und wurde jetzt zum Präsidenten der luxemburgischen Handelskammer ernannt und damit Nachfolger von Michel Wurth. Umtriebig, trifft es wohl am besten. Eine Rückkehr von Frieden auf die Politbühne ist in näherer Zukunft wohl eher unwahrscheinlich.

Es fährt ein Zug nach Chengdu

Seit vergangenem Donnerstag gibt es eine direkte Zuglinie zwischen dem CFL Frachtterminal in Bettemburg/Düdelingen und Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan. Die 41 ersten Frachtcontainer werden für die über 8.000 Kilometer nach Zentral-West-China zwei Wochen brauchen. Ab Mitte des Jahres soll ein Containerzug die Woche diese Reise antreten. Vorteile des Warentransports über die Schienen sind unter anderem der Preis (um ein Vielfaches billiger als durch die Luft) und der Faktor Zeit (wo der Zug, den Transport via Schiff um Längen schlägt).

Mitteilungsbedürftiger Zaungast
Die Regierung ist bekanntlich dabei einen Zaun im Süd-Westen des Landes aufbauen zu lassen, um prophylaktisch gegen die afrikanische Schweinepest vorzubeugen, welche im nahen belgische Grenzgebiet grassiert. Einem stößt die Vorgehensweise besonders sauer auf: Der Bürgermeister aus Niederkerschen, Michel Wolter, wirft der Regierung fehlende Kommunikation und prozedurale Fehler vor. Gegen den Bau wolle er aber nicht vorgehen, sagt Wolter.

Roeltgen geht
OGBL-Präsident André Roeltgen hat angekündigt, nicht mehr für eine zweite Amtszeit kandidieren zu wollen. Der 59-Jährige zieht damit die Konsequenz aus dem verpassten Einzug in die Arbeitnehmerkammer, wo er bei den Wahlen vom 12. März im Dienstleistungsbereich den elften Rang belegte. Potenzielle Nachfolgerin von André Roeltgen auf dem Posten des OGBL-Präsidenten könnte die im Juli des vergangenen gewählte Generalsekretärin Nora Back sein.

12.000 Personen mehr
Laut rezenten Zahlen vom Luxemburger Statistikamt lebten am 1. Januar 2019 614.000 Personen in Luxemburg. Das sind 12.000 mehr als noch im Vorjahr. In Sachen Aufteilung sind die Luxemburger in der Majorität mit 53 Prozent. Die Lebenserwartung liegt für Männer bei 80 Jahren, bei den Frauen sind es 84,5 Jahre. 6.274 Kinder wurden im vergangenen Jahr hierzulande geboren, 4.318 Menschen sind gestorben. Durchschnittlich gebärt eine Frau hierzulande 1,38 Kinder und hat ein Durchschnittsalter von 30,8 Jahren bei der ersten Geburt.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Martine Decker

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