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Kurz gefasst

„Fong“ zum Ersten
Seit gut einem Jahr gibt es einen sogenannten Kirchenfond. In ihm werden religiöse und nicht-religiöse Gebäude verwaltet. Er trat an die Stelle der früheren Kirchenfabriken. Im Besitz des Fonds sind 135 Kirchen und Kapellen im ganzen Land, vor allem im Süden, die anderen 486 gehören den Gemeinden, vorwiegend im Norden, Westen und an der Mosel. Die erste Bilanz von Norbert Haupert, dem Vorsitzenden des Fondaufsichtsrats, fällt recht positiv aus. Der ehemalige CSV-Abgeordnete spricht von einer „starken Dynamik“. Außer den Sakralbauten gingen auch zahlreiche Immobilien wie Vereinsgebäude und Versammlungssäle sowie Sozialwohnungen in den Besitz des Fonds über. Von den Sozialwohnungen wurden bereits 35 Einheiten fertiggestellt. Zum „Fong“ gehören außerdem 400 Hektar Wald und 1.500 Hektar Felder, Wiesen und Weiden. Weniger gut sieht die finanzielle Situation des Kirchenfonds aus. Er machte ein Defizit von 2,5 Millionen Euro, allerdings stehen dem Liquiditäten von mehr als 15 Millionen Euro gegenüber.

Fonds zum Zweiten
Ist der Chefposten des Fonds du Logement nun ein Schleudersitz oder ist er einfach nur unbequem? Zumindest hat der Wohnungsbaufonds einen hohen Verschleiß an Führungspersonal. Nachdem im März 2015 der damalige Präsident Daniel Miltgen seinen Hut nehmen musste, folgte ihm Tania Fernandes, die warf aber nach kurzer Zeit auch das Handtuch. Ähnlich erging es Claude Wagner. Im Dezember 2017 übernahm die Architektin Diane Dupont das Amt. Auch der Direktorenjob war umstritten: Bis Januar hatte ihn Eric Rosin inne. Der Fonds trennte sich nach nicht einmal neun Monaten von dem früheren ArcelorMittal-Manager. Nun übernimmt Jacques Vandivinit. Der 42-Jährige war früher unter anderem bei SES, bei Luxair und Berater der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Mehr bauen, bitte!
Vorschriftsmäßig hatte die Regierung das nationale Reformprogramm 2019 und das Stabilitätsprogramm 2019 an die Europäische Union geschickt. Nun hat Brüssel geantwortet: Die EU-Kommission unterteilt ihre länderspezifischen Empfehlungen in vier Bereiche. So soll Luxemburg die Beschäftigungsquote der älteren Erwerbstätigen erhöhen und soll die langfristige Tragfähigkeit des Rentensystems verbessern. Ein Weg wäre dabei zum Beispiel die Reduzierung des frühzeitigen Ruhestands. Ebenso sollen die Hindernisse für den Wettbewerb bei reglementierten unternehmensorientierten Dienstleistungen reduziert werden. Die investitionsbezogene Wirtschaftspolitik soll sich auf die Förderung von Digitalisierung und Innovation ausrichten. Ebenso im Visier hat die EU das Steuersystem. Nicht zuletzt soll die Regierung für mehr Nachhaltigkeit im Transportwesen und für ein größeres Wohnraumangebot schaffen.

Back an der Spitze
Neue Präsidentin der Chambre des Salariés (CSL) ist Nora Back. Die OGBL-Generalsekretärin ist damit die erste Frau an der Spitze der Arbeitnehmerkammer, die sich vergangene Woche konstituiert hat, nachdem sie bei den Sozialwahlen im März neu gewählt worden war. Back übernimmt das Amt von Jean-Claude Reding (OGBL), der nun zusammen mit LCGB-Chef Patrick Dury die Vizepräsidentschaft innehat. Die CSL, die etwa 520.000 Arbeitnehmer und Rentner repräsentiert, hat 60 Abgeordnete, 35 Sitze und damit die absolute Mehrheit hat der OGBL. Während dieser drei Mandate eingebüßt hat, legte der LCGB von 15 auf 18 Sitze zu. Weitere Sitzverteilung: Aleba vier, FNCTTFEL zwei, Syprolux einen.

Fotos: Fotos: Julien Garroy (2) (Editpress), Fonds du Logement

Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

Author: Philippe Reuter

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