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Kurz gefasst

Natürliche Ressourcen
Der Earth Overshoot Day, zu Deutsch Erdüberlastungstag, ist der Tag, an dem wir Menschen mehr Rohstoffe verbraucht haben, als im laufenden Jahr nachwachsen können. Dieser Tag war in diesem Jahr der 29. Juli. Seit Anfang der 1970er Jahre übersteigt der jährliche Verbrauch der Ressourcen das natürliche Angebot. Dabei rutscht der Earth Overshoot Day immer weiter nach vorne. Rein wirtschaftlich betrachtet ein Spiel, das keiner gewinnen kann. Wenn das Angebot irgendwann völlig erschöpft ist, kann die Nachfrage nämlich noch so groß sein. Dabei verhalten sich die einzelnen Länder sehr unterschiedlich. Während Katar bereits am 11. Februar sein nationales Defizit einfährt, ist es in Indonesien erst am 18. Dezember so weit. An zweiter Stelle der Verbraucher steht übrigens Luxemburg. Unsere Schulden begannen bereits am 16. Februar.

Feuer bei Kronospan
Ganze zwei Tage dauerte es, bis der Brand in der Sassenheimer Industriezone gelöscht werden konnte. Auf dem Gelände der Holzverarbeitungsfirma Kronospan war am Mittwochmorgen ein Feuer ausgebrochen, dort geriet zunächst ein Lager mit Holzresten in Brand. Anschließend griff das Feuer auf benachbarte Holzstapel über, mit teils meterhohen Flammen. Bis zu 240 Feuerwehrleute waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, phasenweise mit Hilfe von Kollegen aus Frankreich. Donnerstagabend galt das Feuer als unter Kontrolle, am frühen Freitagmorgen war es gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden, die Brandursache muss noch geklärt werden.

Die Rolle der Großherzogin
Da wird die Großherzogin Luxemburgs gebeten, die Schirmherrschaft der diesjährigen Orange Week zu übernehmen, und schon wittert der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser eine unziemliche politische Aktivität mit männerfeindlichem Charakter. Der Arme! Dabei hat er so ein Glück, dass er ein Mann ist. Er gehört nicht zu den 67 Prozent Frauen, die in Luxemburg bereits sexuell belästigt wurden. Und auch nicht zu den 38 Prozent, die psychische oder physische Gewalt erlebt haben. Genau dagegen will die Orange Week ein Zeichen setzen, mit einem Nein zur Gewalt gegen Frauen. Premierminister Xavier Bettel hat das verstanden. Auf die parlamentarische Anfrage antwortete er, dass Gewalt gegen Frauen leider noch immer weit verbreitet und es daher keine politische Angelegenheit sei, sondern eine Frage „universeller Menschlichkeit und elementarer Menschenrechte“. Zudem sei die Rolle der Großherzogin im Detail nicht geregelt.

Neues von der CFL
Der kostenlose öffentliche Personentransport ist beschlossene Sache, ab März kommenden Jahres wird es ihn geben. Doch mit ihm werden weitere Veränderungen bei der nationalen Bahngesellschaft CFL vorgenommen. So ist geplant, die meisten Verkaufsschalter in den Bahnhöfen zu schließen. Internationale Tickets sowie Fahrkarten für die 1. Klasse, die kostenpflichtig bleibt, können an Automaten oder digital erworben werden. Zudem soll mehr Wert auf die Kundenbetreuung an den Bahnhöfen gelegt werden. Der Ettelbrücker Schöffenrat zeigt sich von der geplanten Schließung des Ettelbrücker Schalters wenig begeistert.

Alle Menschen sind gleich
…, nur manche sind gleicher. Es war George Orwell, der mit diesem (hier etwas abgewandelten) Spruch in seiner dystopischen Fabel „Farm der Tiere“ auf den Punkt brachte, dass Macht und Machtmissbrauch sehr nah beieinander liegen. Im Differdinger Gemeinderat scheint sich das gerade zu bewahrheiten. Dort soll ein Grundstück in den Bebauungsplan aufgenommen werden, auf dem zwar ein Wohnhaus steht, das aber bislang als Parzelle eines Kleingartenareals galt. Alle angrenzenden Kleingartenparzellen sollen weiterhin außerhalb des Wohngebiets bleiben. Das Pikante daran: Betreffendes Grundstück mit Haus gehört dem Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini. Auf eine diesbezügliche Nachfrage des Linken Gary Diderich wollte Traversini nur in nicht-öffentlicher Sitzung antworten. Diesen ungewöhnlichen Schritt begründete er damit, seine Privatangelegenheiten nicht in der Öffentlichkeit diskutieren zu wollen. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf: Es geht ihm um sein eigenes Hab und Gut. Es sind eben doch nicht alle gleich.

Mehr Schüler im Classique
5.195 Schülerinnen und Schüler haben mit dem Abschluss des Schuljahres die Grundschule erfolgreich beendet und werden zum September auf die weiterführenden Schulen wechseln. Das teilte das Bildungsministerium mit. Rund 40 Prozent, genauer 2.066 Schülerinnen und Schüler, werden dann das klassische Lyzeum besuchen, das sind mehr als in den vergangenen Jahren. Auffällig ist vor allem die große Anzahl an Übereinstimmungen zwischen Eltern und Schulen, was die Orientierung der Kinder betraf. Mehr als 99 Prozent der Eltern waren mit den Vorstellungen der Schulen einverstanden. In 32 Fällen musste eine Kommission entscheiden, zweimal wurde dem Wunsch der Eltern nachgegeben.

Fotos: Alain Rischard (2), Hervé Montaigu, Fabrizio Pizzolante, Isabella Finzi (alle Editpress), Rainer Sturm (pixelio.de)

Heike Bucher

Journalistin

Ressort: Wissen

Philippe Reuter

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