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Kurz gefasst

Sturmschäden
Das große Aufräumen hatte in den Straßen von Petingen und Käerjeng nach dem Tornado am 9. August eingesetzt. Doch die Arbeiten zogen sich noch weit in die darauffolgende Woche hin. Dabei waren sowohl berufliche wie auch freiwillige Hilfskräfte im Einsatz. Petingens Bürgermeister Pierre Melina und sein Amtskollege Michel Wolter aus Käerjeng zeigten sich von der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität sowie von den zahlreichen Spenden überwältigt. Vergangene Woche machten sich auch Agenten der Versicherungen an die Arbeit, um die Schäden zu schätzen und den Versicherten zu helfen. Der Gesamtschaden wird sich auf ungefähr 100 Millionen Euro belaufen, teilte die „Association des compagnies d’assurances et réassurances“ (ACA) mit. Bei den Versicherungen gingen bis Mitte vergangener Woche etwa 2.400 Schadenersatzansprüche ein. Etwa zwei Drittel davon betreffen Immobilien, beim Rest handelt es sich hauptsächlich um Fahrzeuge.

Blaualgen an der Mosel
Sie sind nicht neu an der Mosel. In letzter Zeit haben sie dem luxemburgisch-deutschen Grenzfluss wieder zu schaffen gemacht. Einmal mehr wurden sogenannte Cyanobakterien gesichtet, teilte das Wasserwirtschaftsamt mit. Sie kommen zwar auch unter normalen Bedingungen vor. Wenn es sich jedoch um eine „Blüte“ handelt und die Blaualgen sich exzessiv vermehren, können sich hochgiftige grau-blaue oder grüne Algenteppiche auf der Wasseroberfläche bilden. Das verseuchte Wasser ist dann zu meiden. Die Toxine können zu Hautirritationen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Übelkeit und sogar zu Leberschäden führen.

Keine „schwarzen Schafe“
Nachdem der Weltklimarat IPCC in der Vorwoche in seinem Sonderbericht auf die Wechselwirkungen zwischen Erderwärmungen und Landnutzung aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen hatte, dass rund ein Viertel der menschlichen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und aus Waldrodungen stammen, fühlten sich nicht wenige Bauern unberechtigterweise als „schwarze Schafe“ dargestellt. „Andere Zweige unserer globalen Wirtschaftsweise sollten – vor allem aus europäischer Perspektive – eher in Frage gestellt werden“, schrieb „De Letzebuerger Bauer“, die Wochenzeitung der Bauernzentrale. Dazu gehörten nicht zuletzt die Energiewirtschaft, die Industrie und das verarbeitende Gewerbe, der Verkehr sowie Haushalte und Kleinverbraucher. Sie sorgten zum Beispiel in Deutschland für rund 90 Prozent des Kohlendioxidausstoßes. Hervorgehoben wird außerdem der Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz und die Ernährungssicherung. Vor allem ist es aber die Art und Weise, wie wir unser Land nutzen, was das Klima auf vielfältige Art und Weise beeinflusst.

Heike Bucher

Journalistin

Ressort: Wissen

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Author: Philippe Reuter

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