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Kurz gefasst

Teures Wohnen

Dass Wohnen in Luxemburg ein kostspieliges Unterfangen ist, weiß jedes Kind. Rezente Zahlen des Statec zeigen, dass die Wohnthematik nach wie vor eine der höchsten Prioritäten der Regierugn haben sollte. Wie das Statistikamt meldete, sind durch die weiter steigenden Preise (um 5,4 Prozent zwischen 2011 und 2018) immer mehr Menschen von Armut bedroht. Geringverdiener sind besonders von der Preissteigerung betroffen, weil die Löhne weniger schnell steigen als die Wohnkosten. Wie und ob der Druck auf dem Wohnungsmarkt je abgefedert werden kann, bleibt abzuwarten.

Stellenabbau

ArcelorMittal hat bekanntlich geplant Stellen in den Standorten Belval und Differdingen abzubauen. Von 260 Stellen war die Rede. Wie das „Wort“ letzte Woche vermeldete, wurde bei einem Treffen mit dem LCGB und dem OGBL die Zahl auf 216 in den nächsten fünf Jahren festgelegt. Im Prinzip soll dieser Stellenabbau nicht mit Entlassungen einhergehen, sondern Abgänge sollen nicht ersetzt werden, zudem sollen Arbeiter in den Vorruhestand geschickt werden. Der Stahlkonzern sieht es als „Transformation“ hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit an. Die Gewerkschaften wollen aber mehr Klarheit über die Personalpolitik.

Kritik an Agrarpolitik

Der Bauernverband „Fräie Lëtzebuerger Bauereverband“ rechnete auf einer Pressekonferenz mit der Agrarpolitik der Regierung ab. Vieles sei Augenwischerei und nicht in der Realität umsetzbar. Zum Beispiel das angekündigte Ziel der Regierung, bis 2025 den Anteil der Bio-Landwirtschaft auf 20 Prozent der gesamten Landwirtschaft zu wollen und bis 2050 ganz auf Bio umgestellt zu haben. Auch das Glyphosat-Verbot (das Pestizid ist in Luxemburg nur noch bis zum 31. Dezember 2020 zugelassen) sei reines politisches Marketing. Es fehle zurzeit ganz einfach an alternativen Mitteln.

Bausch übernimmt

Nachdem sich Vizepremier und Justizminister Félix Braz aufgrund eines Herzanfalls in einem belgischen Krankenhaus befindet, hat sein Parteikollege François Bausch vorerst die Amtsgeschäfte im Justizministerium übernommen. Weitere Details über den Gesundheitszustand von Félix Braz wurden von der Regierung nicht übermittelt.

Einheitliche Kennzeichnungen

Das Umweltministerium und die Naturverwaltung haben ein neues und vor allem einheitliches Konzept vorgestellt, um nationale Naturschutzgebiete zu kennzeichnen. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Ausweisung von Naturschutzgebieten ist eines der wichtigsten Instrumente des nationalen und internationalen Naturschutzes. Naturschutzgebiete beherbergen in der Regel besonders herausragende Elemente der Biodiversität einer Region, sei es bedrohte Arten oder seltene Lebensräume.“ Und weiter „Mit einer ständig wachsenden Bevölkerung und steigenden Touristenbesuchen in Luxemburg erhöht sich auch der Druck auf naturbelassene Landschaften und ihre Biodiversität. Eine Beschilderung der Naturschutzgebiete erscheint folglich umso wichtiger.“ Das neue Design besteht aus einem umgekehrten Dreieck mit einer Ameise und einem Farn.

Schmit zuversichtlich

Nach einem Gespräch mit der designierten EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich Nicolas Schmit zuversichtlich, dass er der neuen Kommission angehören wird. Welches Ressort der ehemalige Arbeitsminister übernehmen wird, ist noch nicht bekannt. Von der Leyen möchte ihre Kommission bekanntlich paritätisch besetzen. Luxemburg hat mit dem LSAP-Politiker Schmit allerdings nur einen männlichen Kandidaten präsentiert, was aber scheinbar keine Hürde ist. Ende September müssen die neuen EU-Kommissionäre sich den Fragen des Parlaments stellen. Sollte Schmit in die Kommission kommen, wird Marc Angel ins Europaparlament nachrücken.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

Author: Martine Decker

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