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Kurz gefasst

Transhuman
Der Transhumanismus will die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten durch den Einsatz technischer Möglichkeiten überschreiten und die Evolution steuern. Das klingt nach Science Fiction, was es auch ist, wenn man zum Beispiel die Neuromancer-Romane von William Gibson liest: Menschen mit Microchips, die sie intelligenter machen, künstliche Intelligenzen. Eine bedeutende Rolle spielt die Eugenik, so zum Beispiel die Genmanipulation. Das mag manch einem schaurig erscheinen. So auch dem französischen Biologen Jacques Testart, der vergangene Woche bei einem Diskussionsabend in der Abtei Neumünster erklärte, warum er dem Transhumanismus nichts abgewinnen kann: Die Transhumanisten wollten den Menschen mit technischen und genetischen Mitteln bis hin zur Unsterblichkeit leistungsfähiger machen. Es gebe jedoch keinen Grund, unsterblich zu werden, so Testart. Der Transhumanismus sei eine Ideologie, keine Wissenschaft.

10.01.2019_Editpress_451365-KopiePeinlich
Nicht um Gewaltenteilung, sondern schlichtweg um die Trennung von privatem und öffentlichem Interesse handelt es sich bei der Mail von Familienministerin Corinne Cahen (DP) an den hauptstädtischen Geschäftsverband (UCVL). In dem Schreiben, abgeschickt von ihrer offiziellen Mailadresse des Ministeriums, kritisiert sie die UCVL, deren Vorsitzende sie einst war, und wirft ihr bezüglich der Trambahnbaustelle in der Avenue de la Liberté Tatenlosigkeit vor. Dass dies den Beigeschmack eines Interessenkonflikts hat, wie die Kommentatorin des Luxemburger Worts richtig feststellt, ist eine Sache, dass sie dabei auf den eigenen Betrieb Bezug nimmt, geht einfach zu weit.

12-Interview-Vogelsterben-KopieBedrohlich
Wie gefährdet viele Vogelarten hierzulande sind, zeigt die aktualisierte sogenannte Rote Liste der hiesigen Brutvögel, erstellt von mehreren Vereinigungen um „natur&ëmwelt“. Deren Präsident Roby Biver machte darauf aufmerksam, dass die Vogelwelt symbolisch für das Artensterben und das Verschwinden ganzer Lebensräume steht. Zurzeit gelten demnach die Brutbestände von 13 Arten als erloschen, sieben Arten sind vom Aussterben bedroht und 24 befinden sich in der Vorwarnliste. Als gefährdet gilt zum Beispiel die Feldlerche (siehe Foto).

490_0008_10857695_G4S_cambriolage_Garnich_3-KopieEndlich
Die Tat brachte es – zumindest das umgestürzte Polizeifahrzeug – vor sechs Jahren bei revue zum Bild des Monats. Nun wurde Cihan Guzel, einer der Haupttäter des Raubüberfalls auf die G4S-Zentrale in Gasperich im spanischen Marbella geschnappt. Bis dahin war der 34-Jährige, der im Januar 2018 im Großherzogtum zu 22 Jahren Haft verurteilt worden, aber flüchtig war, der meistgesuchte Straftäter Luxemburgs. Er war ein Jahr nach dem Überfall mit zwei Komplizen in Belgien verhaftet und ausgeliefert worden. Nachdem ihm das zuständige Berufungsgericht Haftverschonung bis zur Urteilsverkündung zugestanden hatte, tauchte er unter. Nach dem Überfall der schwer bewaffneten Bande im April 2013 war es zu einer Schießerei und einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei gekommen, bei der das Fahrzeug der Ordnungshüter umkippte.

28.06.2019_Editpress_479602-KopieGewaltig
Das Prinzip der Gewaltenteilung ist ein Bestandteil von Demokratie und Rechtsstaat. Der britische Staatstheoretiker John Locke unternahm noch die Aufteilung in die zwei Gewalten Exekutive und Legislative, der französische Baron von Montesquieu in die drei Gewalten Exekutive, Legislative und Judikative. In Luxemburg ist die Gewaltenteilung in der Verfassung eher vage formuliert. Anlass für die rezente Diskussion über die „checks and balances“ hat ein Brief gegeben, den die Generalstaatsanwältin Martine Solovieff und der Präsident des höchsten Gerichtshofes, Jean-Claude Wiwinius, an Fernand Etgen (DP), den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, geschrieben haben. Darin beschweren sie sich über die parlamentarischen Fragen zum Thema Datenschutz. In einem anderen Schreiben forderte Solovieff von dem CSV-Abgeordneten Felix Eischen die Offenlegung von Quellen. Nun hat sich auch Justizministerin Sam Tanson (déi Grêng) dazu zu Wort gemeldet. Sie zeigt zwar Verständnis für die Generalstaatsanwältin, nannte deren Initiative jedoch auch „unglücklich“. Die Gewaltentrennung, so Tanson, spiele „in beide Richtungen“.

Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

Author: Philippe Reuter

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