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Kurz gefasst

TGB_5252Gefährliche Halde
Jahrelang hat ArcelorMittal auf dem „Crassier Differdange“ umweltschädliche Abfälle entsorgt und bestenfalls zwischengelagert. Laut der Recherchen des Online-Magazins „reporter.lu“ schlummern auf einer Halde zwischen der drittgrößten Stadt des Landes und der Gemeinde Sassenheim zahlreiche gefährliche Stoffe. Eine der insgesamt sechs Deponien wurde nie vom zuständigen Umweltministerium genehmigt. Die Affäre war das Gesprächsthema der vergangenen Woche in der parlamentarischen Umweltkommission. Aber die Behörden scheinen überfordert zu sein. Nur Personalmangel? Sie hatten nach den Worten von Umweltministerin Carole Dieschbourg keine Kenntnis darüber, was dort gelagert wurde. Die Grünen-Politikerin forderte weitere Untersuchungen von dem Stahlkonzern über die illegale Deponie. Erst dann könne eine Genehmigung für die Halde ausgestellt werden. Das Unternehmen hat sechs Monate Zeit, um zu reagieren. Für nicht wenige Abgeordnete ist die Frist zu lange.

Relativ sauber
Sie ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. So definiert Transparency International die Korruption. Die Nichtregierungsorganisation veröffentlicht jedes Jahr ihren sogenannten Korruptionsindex. Dabei untersucht sie das wahrgenommene Korruptionsniveau im öffentlichen Sektor von insgesamt 180 Staaten. Im aktuellen Ranking liegt Luxemburg auf Platz neun und gehört damit zu den „saubersten“ Staaten. An der Spitze liegt Dänemark, gefolgt von Neuseeland, Finnland, Singapur und Schweden, Norwegen und der Niederlande. Am heftigsten ist die Korruption in Venezuela, Jemen, Syrien, Südsudan und Somalia. Übrigens erreichen auf dem Index 121 Länder weniger als 50 von 100 Punkten.

Im Hintertreffen
Der Ausbau erneuerbarer Energien in der Europäischen Union kommt nur schleppend voran. Der Anteil unter anderem von Wind- und Sonnenenergie sowie Biomasse am gesamten Bruttoendenergieverbrauch betrug im Jahr 2018 nur 18 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat vergangene Woche meldete. Dabei hat sich die EU zum Ziel gesetzt, den Anteil bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen (bis 2030 auf 32 Prozent). Für die einzelnen Staaten gibt es unterschiedliche Zielvorgaben, die des Großherzogtums liegt bei elf Prozent. Während zwei Jahre vor Fristende bereits zwölf Länder ihr Ziel erreicht haben, darunter vor allem Schweden mit 54,6 Prozent erneuerbarer Energien, Finnland (41,2 Prozent) und Lettland (40,3), befindet sich Luxemburg mit 9,1 Prozent im Hintertreffen (die Niederlande liegt bei 7,4 Prozent und Malta bei acht).

Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

Author: Philippe Reuter

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