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Kurz gefasst

Der Wurm ist drin
Dass „Esch 2022“ eine gute Sache für den Süden des Landes und vor allem eine Chance für diese lange Zeit verschriene Region ist, sich mit seinem neuen Image zu präsentieren, steht außer Frage. Ob es allerdings sehr produktiv ist, dass das Ganze momentan zu einer schlechten Provinzposse verkommen ist, bei der Kultur zweitrangig ist und wo vor allem das politische Geplänkel an der Tagesordnung steht, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass die Verträge der Koordinatoren Janina Strötgen und Andreas Wagner auslaufen werden (die beiden wollten sich allerdings juristisch dagegen wehren) und dass mit Michel Clees ein weiteres Mitglied aus dem Verwaltungsrat demissioniert hat.

Money, money, money
Besser als gedacht lief es 2017 bei den Staatsfinanzen. Ein Überschuss von 1,3 Milliarden Euro konnte verbucht werden, statt einem vorausgerechneten Defizit von 851 Millionen. Grund für dieses positive Ergebnis sind „des plus-values importantes en matière de recettes fiscale“ – wie es in der offiziellen Pressemitteilung des Ministerrats hieß. Bei den Ausgaben gibt es nur eine minimale Abweichung von 0,34 Prozent gegenüber dem, was im Staatshaushalt für das letzte Jahr vorgesehen war.

Mit harten Bandagen
Den Groll des LCGB hat sich Sozialminister Romain Schneider auf sich gezogen. Der christliche Gewerkschaftsbund hatte am Montag zu einer größeren Manifestation geladen und mehr als 200 Mitglieder waren dem Aufruf gefolgt. Man will sich gegen eine Verschlechterung wehren. LCGB-Präsident Dury hat dem Minister sogar „Dummheit“ vorgeworfen. Stein des Anstoßes ist unter anderem die Reform der Pflegeversicherung. Laut LCGB sei das einzige Ziel Einsparungen gewesen. Das markige Auftreten des LCGB zeigt aber wahrscheinlich auch, dass auf Gewerkschaftsebene der Wahlkampf längst begonnen hat.

Rot-weiß-blaue Party
Mit dem Nationalfeiertag ist es wie mit Weihnachten: „Alle Jahre wieder“. Und genau wie im Dezember ähneln sich auch am 22. und 23. Juni die Bilder jedes Jahr. Auch, wenn es am Nationalfeiertag selbst, mit dem Festakt in der Philharmonie, der Militärparade oder dem Te Deum, etwas gediegener zugeht als am Vorabend mit Fackelzug, Feuerwerk und Dauerparty. Wer am Vorabend durch die Straßen der Hauptstadt schlenderte, dem wurde schnell klar, dass Premierminister Xavier Bettel in seiner Ansprache völlig Recht hat, wenn er sagt: „Mir sinn en oppent Land, wou Leit mat verschiddenen Biographien an och mat verschiddenen Mammesproochen niefteneen a mateneen liewen an Lëtzebuerg méi räich maachen. Méi räich a senger Diversitéit, méi räich a senger Kultur, méi räich a senger Geschicht an och méi räich a senge Méiglechkeeten.“

Dingfest
Bei einem Anti-Terror-Einsatz wurde nach einer Durchsuchung seiner Wohnung in der Hauptstadt ein Mann festgenommen. Computer wurden beschlagnahmt. Der Vorwurf: Verbreitung von Botschaften und Propagandamaterial für die Terrorgruppe IS. Es handelt sich hierbei um den ersten konkreten Fall in Verbindung mit IS. Der Mann landete vor dem Untersuchungsrichter.

Kurze Wege
Man muss es nach wie vor gebetsmühlenartig runterbeten: Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, der greift beim Einkaufen am besten auf regionale und saisonale Produkte zurück. In Luxemburg scheint die Message allerdings schon angekommen sein, wie eine letzte Woche vorgestellte Studie von TNS-Ilres zeigt. 91 Prozent der Luxemburger haben Vertrauen in die Produkte, die aus der Luxemburger Landwirtschaft kommen, und 71 Prozent geben sogar an, dazu bereit zu sein, mehr Geld für lokale Produkte zu bezahlen. Einen kleinen negativen Aspekt gibt es allerdings auch: 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Gebrauch von Pestiziden in der Landwirtschaft exzessiv ist. Vielleicht gehört die Zukunft ja verstärkt der Bio-Landwirtschaft.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Stellvertretender Chefredakteur
Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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