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Leichtgewicht im Kühlregal

Lassen Sie sich vom Namen nicht täuschen: Buttermilch enthält viel weniger Fett als Milch und hat auch sonst nur gute Seiten. Für Figur- und Gesundheitsbewusste die ideale Erfrischung an warmen Tagen.

Fotos: Pixabay, Timo Klostermeier (pixelio.de)

Dass Milchprodukte zu den beliebtesten Lebensmitteln überhaupt gehören, kann man zu jedem Zeitpunkt im Supermarkt beobachten. Wenn es an der Kasse mal wieder etwas länger dauert und man zum Zeitvertreib die Einkäufe der anderen Kunden ganz unauffällig unter die Lupe nimmt, sind fast immer Milch, Joghurt, Käse oder Quark darunter. Buttermilch scheinen nur die wenigsten zu mögen: Sie taucht bei diesen „Stichproben“ nur selten auf.

Liegt es an ihrem leicht säuerlichen Geschmack, dass Buttermilch augenscheinlich kein Verkaufsschlager ist, oder doch eher an der fälschlichen Annahme, sie mache dick? Daran dürfte wohl das Wörtchen „Butter“ schuld sein, da es besonders viele Kalorien suggeriert. Dabei heißt sie nur deswegen so, weil sie als Nebenprodukt bei der Butterherstellung entsteht. Wo praktisch der ganze Fettanteil in der Butter landet, bleibt in ihr gerade mal ein Prozent zurück – viel weniger als in normaler Milch.

40 Kalorien pro 100 Milliliter sind für Abnehmwillige sicher ein guter Grund, öfter mal ein Glas Buttermilch zu trinken. Das eiweißreiche Getränk sorgt zudem für ein lange andauerndes Sättigungsgefühl. Verzichten sollte man allerdings auf Fertigdrinks mit Buttermilch; in ihnen ist meist noch jede Menge kontraproduktiver Zucker enthalten. Wer den puren Geschmack nicht so mag, mixt sich seine Drinks mit frischem Obst selbst, oder rührt – wenn es noch schneller gehen soll – einfach etwas ungezuckerten Obstsaft hinein.

Ein halber Liter deckt 75 Prozent des Tagesbedarf an Kalzium.

Das Leichtgewicht unter den Milchprodukten hat aber noch weitere gute Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Seine Milchsäurebakterien unterstützen die Darmflora und beugen Verdauungsproblemen vor, reichlich Vitamine sowie Kalium, Phosphor und Magnesium helfen zu einem guten Teil, den jeweiligen Tagesbedarf zu decken. Durch den hohen Kalziumanteil (110 mg/100 ml) kann man sogar mit nur einem halben Liter Buttermilch 75 Prozent der empfohlenen Tagesmenge des Mineralstoffs zu sich nehmen – gut für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Und nicht zuletzt kann man sogar Geld sparen: Ihr hoher Eiweißanteil macht aus Buttermilch ein geeignetes Getränk nach einer sportlicher Anstrengung – und genauso performant wie teure Proteinshakes.

Buttermilch lässt sich nicht nur wunderbar trinken oder zum Kochen und Backen verwenden. Als natürliches Kosmetikmittel wurde sie schon vor Jahrhunderten geschätzt, zum Beispiel als Gesichtsreinigungsmittel und als pflegender Badezusatz. Die müden Hautzellen werden durch die enthaltenen Mineralstoffe wieder angeregt, machen die Haut geschmeidiger und lassen sie strahlender erscheinen.

Gerade bei trockener Haut empfiehlt sich eine gelegentliche Buttermilchbehandlung. Bereits eine einfache Gesichtsmaske – 100 ml Buttermilch und 30 ml Olivenöl verrühren, auftragen, eine halbe Stunde einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abwaschen – kann wahre Wunder bewirken. Und wer an trockenen Stellen um die Augen herum leidet, tunkt zwei Wattepads in Buttermilch und legt sie für 20 Minuten auf die geschlossenen Augen. Kleiner Tipp fürs Wochenende: Wirkt auch prima gegen Augenringe nach schlaflosen Nächten.

490_0008_14566835_milkshake_691101_original_R_K_by_Timo_Eis-Alternative für Kalorienzähler

Frühlingssonne und Temperaturen wie im Sommer – da verlangt es nicht nur Kinder nach einem erfrischenden Eis. Doch während den Kleinen die Angst vor Hüftspeck noch völlig fremd ist, versagen sich viele Erwachsene aus genau diesem Grund die süße, aber etwas kalorienreiche Leckerei. Für fruchtige Abkühlung – und ein ruhiges Gewissen dazu – kann ein selbstgemachter Shake mit Buttermilch und frischen Beeren sorgen. Er lässt sich nicht nur leicht im Voraus zubereiten, sondern hat auch nur 90 Kalorien pro Portion. Eigentlich könnte man da sogar zwei Mal zulangen…

Für 4 Shakes

Zutaten

500 ml Buttermilch
250 g frische Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren…)
1 Pck. Vanillezucker
1 EL brauner Zucker
4 EL Instant-Haferflocken

Zubereitung
Alle Zutaten in einem Standmixer oder in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer pürieren und für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Hohe Gläser mit Eiswürfeln vorkühlen, Buttermilchshake darauf verteilen und sofort servieren.

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Author: Philippe Reuter

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