Gartenarbeit ist schön, aber mühselig. Wie wäre es, wenn jemand anders das Mähen auf Dauer übernehmen würde? Der Partner, ein Schaf oder besser noch: ein Roboter. Wir haben den „Gardena Sileno City“ getestet.
Wollen drei Frauen einen Mähroboter testen… Was wie ein schlechter Altherrenwitz klingt, ist unsere Prämisse: Eine Testerin, eine Fotografin, eine Journalistin, und jede einzelne von uns hat die Lage unterschätzt. Die erste Lektion, die wir lernen: Ein Mäh- ist kein Staubsaugerroboter. Es reicht nicht, die Lagestation einzurichten und das Netzteil in die Steckdose zu stecken. Mähroboter sind zwar „smart“, jedoch nicht so autonom wie ihre Indoor-Kollegen. Nicht falsch verstehen – sie arbeiten auch selbstständig, benötigen aber Starthilfe. Der Bereich, in denen sie sich später fortbewegen, muss erst definiert werden. Logisch, schließlich befinden sich drei scharfe, rotierende Messer an der Unterseite.
Das kleinste Modell von „Gardena“ eignet sich für eine Mindestfläche von 100 Quadratmeter. So mancher Stadtgarten dürfte wohl kleiner ausfallen.
Beim Öffnen fällt auf, dass sich ziemlich viele Einzelteile in der Verpackung befinden: Kabel, Anschlussklemmen, Haken und so weiter. Das Begrenzungskabel und die schwarzen Häkchen nutzen wir gleich, um einen von uns festgelegten Teil des Gartens abzustecken, in dem der „Gardena Sileno City“ sein Können unter Beweis stellen soll. Das Abgrenzen ist etwas anstrengend, aber nicht so sehr, wie wir es uns vorgestellt hatten: Trotz praller Sonne, fast 40 Grad und des überaus trockenen Bodens lassen sich die Haken ohne weiteres befestigen. Das Definieren des Geländes hat zudem den Vorteil, dass man Bäume, Zierpflanzen, Beete, Teiche oder andere Elemente von vorneherein aus dem Zuständigkeitsbereich des Roboters ausschließen kann. Beim Verlegen und Befestigen des Drahts sollte darauf geachtet werden, dass genügend Haken verwendet werden und dass keine Knicke entstehen. Bei einem großen Garten sollte genügend Zeit für die Installation eingeplant werden. Mindestens einen Tag sollte man sich hierfür nehmen, denn: Vorbereitung ist die halbe Miete. Eine weitere Lektion, die uns erteilt wurde, doch dazu später mehr.
Nach dem Festlegen des Areals heißt es, die Ladestation des Roboters einzurichten. Den idealen Ort mit Steckdose und idealerweise Überdach (um ihn vor Regen zu schützen) zu finden, ist gar nicht so leicht. Obwohl der „Sileno City“ regenfest und einsatzbereit ist, sollte man vermeiden, dass es tagelang auf sein Lager tropft. Fehlt nur noch das Leitkabel, welches das smarte Gerät von seinem Platz zum Rasen und wieder zurückführt. In der Verpackung suchen wir nach einem zweiten Kabel, können jedoch nur die Trommel finden, die wir schon für das Begrenzungskabel benutzt haben. Youtube sei Dank wird uns klar, dass wir den Draht genauso wie den vorherigen, je nach Bedarf, von derselben Trommel abtrennen müssen. Das Video zeigt uns außerdem, wie wir ihn mit der Station verbinden. Denn selbst nach mehrmaligem Durchlesen der Bedienungsanleitung und nach längeren Diskussionen über die mitgelieferten Abbildungen wollte uns nicht recht einleuchten, wie.



Rund eine Stunde dauert es, bis der „Sileno“ vollständig aufgeladen ist. Und tatsächlich: Plötzlich fährt er los. Er folgt dem Leitkabel und kundschaftet sein neues Revier aus. Im Vergleich zu herkömmlichen Mähmaschinen ist er sehr leise. So leise, dass wir uns fragen, ob er tatsächlich schon dabei ist, das Gras zu stützten, aber ja! Er schneidet zwar wenig, dafür kürzt er die Halme öfter, was dazu führt, dass der Rasen dichter wird. Darüber hinaus entsteht nur wenig Rasenabfall. Diesen kann man getrost liegen lassen und den Rasen so düngen.








