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Chronik der Woche 45 – Nix zu Lachen

Die Allerheiligenwoche ist alles andere als still ausgefallen. Brutale Clowns versetzen die Bevölkerung in Angst und Schrecken, gleichzeitig sorgen die Details zum Budget 2015 für Unruhe.

TERROR-CLOWNS – Nicht lustig

clownDie Coulrophobie geht um. Gemeint ist die Angst vor Clowns. Ausgelöst wird sie derzeit durch als Clowns verkleidete Menschen, die die Bevölkerung in den USA, aber auch in unseren Nachbarländern terrorisieren. So kam es in Frankreich und Belgien zu brutalen Angriffen durch teils bewaffnete Terror-Clowns. Nun scheinen sie auch hierzulande ihr Unwesen zu treiben. Anfangs waren es nur Gerüchte, doch mittlerweile hat sich angeblich eine erste Clown-Attacke ereignet. Das Opfer wurde nach eigenen Angaben nachts in seiner Wohnung von mehreren Clowns brutal überfallen. Die Po- lizei bestätigte den Fall zwar, dennoch ist frag- lich, wie sich der Tatbestand überprüfen lässt. Merkwürdig ist auch, dass das Opfer Fotos sei- ner Verletzungen auf Facebook veröffentlichte.

MEHRWERTSTEUER – Gefährliche Geldquelle

comic45Mit der geplanten Mehrwertsteuererhöhung würden auch die Preise für Tabakprodukte um zwei Prozent steigen. Doch damit Luxemburg weiterhin für Tanktouristen attraktiv bleibt, soll die Preiserhöhung durch eine Absenkung der Akzisen ausgeglichen werden. Die „Fondation Cancer“ bezeichnet dieses Vorhaben als „Rückschritt“ in Bezug auf die Anti-Tabak-Politik. Schließlich könnte die Preiserhöhung den Tabakkonsum insbesondere bei Jugendlichen senken. Zudem könnte sie so manchen Raucher zum Aufhören bewegen. Weniger Raucher bedeutet weniger Ausgaben für die Krankenkassen. Dies scheint die sonst so sparwütige Regierung nicht zu bedenken.

Zahl der Woche: 9,8

Millionen Euro sind im Budgetentwurf 2015 für den großherzoglichen Hof vorgesehen. Das sind fast 400.000 Euro mehr als in diesem Jahr.

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ERSTER WELTKRIEG Gedenkfeiern in Belgien

belgIn Nieuwport an der belgischen Küste gedachten einstige Gegner dem Einmarsch der deutschen Truppen in Belgien. An den Ebenen der Yser fand vor hundert Jahren die erste Flandernschlacht zwischen deutschen und alliierten Truppen statt, die zu großen Verlusten auf beiden Seiten führte. Zahlreiche Staatsgäste, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großherzog Henri, nahmen an der Zeremonie teil. Anschließend fand eine weitere Zeremonie in Ypern statt, einer Stadt, die durch den Krieg völlig zerstört wurde.

Zitat der Woche

Déi Mesure, déi mir elo huelen, déi ass aus gesondheetspolitescher Siicht bestëmmt keng glécklech Décisioun, ech verstinn se awer. Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) am 31. Oktober bei 100,7 über die geplante Senkung der Akzisen auf Tabakwaren.

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INSPECTION SANITAIRE – „Haben Sie Busch-Fleisch gegessen?“

Ja, diese Frage ist ernst gemeint. Genauso wie die anderen Fragen, die auf den Ebola-Warnplakaten der Inspection Sanitaire zu lesen sind. Am Flughafen Findel hängen sie schon länger aus, nun sind sie auch am Hauptbahnhof in Luxemburg-Stadt zu sehen. Bejaht man eine der Fragen, soll man nicht zum Arzt gehen, sondern den Notruf 112 anrufen, so das Plakat. Wie gut Luxemburg auf den Ernstfall vorbereitet ist, zeigte der Ebola-Fehlalarm in der Zitha-Klinik. Die Prozeduren funktionieren, so die Bilanz der Klinik-Leitung.

WETTBEWERBSFÄHIGKEIT – Luxemburg rückt vor

chrnDie Wettbewerbsfähigkeit des Großherzogtums hat sich deutlich verbessert. Dies geht aus dem neuesten Bericht des „Observatoire de la compétitivté“ hervor, den Statec-Direktor Serge Allegrezza und Staatssekretärin Francine Closener vorstellten. So belegt Luxemburg unter den 28 Ländern der Europäischen Union den 6. Platz und ist somit im Vergleich zum Vorjahr sieben Ränge vorgerückt. Zur Bestimmung der Wettbewerbsfähigkeit wurden knapp 81 Indikatoren in zehn Kategorien berücksichtigt. Trotz des guten Gesamtergebnisses hat Luxemburg in einigen Kategorien Verbesserungsbedarf. Im Bereich Ökologie und beim Unternehmertum beispielsweise. Kein Grund also, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

BUDGET 2015 – Arme Kinder

Laut Unicef-Bericht ist die Kinderarmut in Luxemburg seit der Wirtschaftskrise deutlich angestiegen. Umso fragwürdiger erscheinen die angekündigten Änderungen bei den Familienzulagen. Ein Eindruck, der durch die neuen Statistiken der Chambre des Salariés (CSL) bestätigt wurde. Selbst der CSL-Vorsitzende Jean-Claude Reding beanstandete, dass das Armutsproblem durch ein Herabsenken des Kindergeldes verschärft würde. Gleichermaßen absurd wirkt auch der im Budget 2015 vorgesehene Souveränitätsfonds. Er soll zukünftigen Generationen zugutekommen. Der Sache hat nur zwei Hacken. Zum einen soll der Fonds durch neue Schulden finanziert werden. Zum anderen fällt er im Vergleich zu anderen Ländern recht mau aus.

HADIR-TOWER – Trauriger Geburtstag

haus50 Jahre nach seiner Errichtung sind die Tage des Hadir-Towers gezählt. Vor dem Abbruch wird das einstige Bürogebäude des Stahlkon- zerns Hadir in Differdingen derzeit noch von Asbest befreit. Die Abrissgegner hoffen derweil immer noch auf einen Erhalt des Turmes. Und dies obwohl dessen Todesurteil längst unter- schrieben wurde. Zudem bestätigte Kulturmi- nisterin Maggy Nagel (DP) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Franz Fayot (LSAP), dass sie den Abriss nicht zu verhindern gedenke.

OECD – Bye bye Bankgeheimnis

Das Bankgeheimnis ist bald Geschichte. Was lange zur Diskussion stand, steht jetzt schwarz auf weiß. Und zwar in dem Abkommen über den automatischen Informationsaustausch, das rund 50 Länder unterschrieben haben. Zu den Unterzeichnern gehören auch Liechtenstein und Luxemburg, nicht hingegen die Schweiz und Österreich. Zustande gekommen war dieses Abkommen auf Betreiben der OECD zwecks Verhinderung von Steuerflucht. Der Beginn des Datenaustauschs ist für September 2017 vorgesehen.

SCHWARZE UNFALLSERIE – Nebel und hohes Tempo

policeDrei Tote und ein lebensgefährlich verletztes Opfer, so die Verkehrsbilanz am Wochenende von Allerheiligen. Der erste Unfall ereignete sich am Freitagmorgen im Nebel auf der A13. Bei ei- ner Karambolage mit fünf Autos kam für einen 30-jährigen Insassen alle Hilfe zu spät. Am Frei- tagabend der nächste Unfall: Ein Auto prallte auf der N13 mit hoher Geschwindigkeit frontal ge- gen einen Baum und wurde beim Aufprall in zwei Teile gerissen. Die beiden 19-jährigen In- sassen überleben nicht. Laut Polizeiangaben war der Fahrer erst seit einem Tag im Besitz seines Führerscheins. Zu einem weiteren schweren Unfall kam es in der Nacht zum Samstag: Ein Fahrzeug mit fünf jugendlichen Insassen fuhr ge- radeaus in den Kreisverkehr Raemerich und stürzte in die Fußgängerunterführung. Eine Per- son wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

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Author: Georges Noesen

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