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Nothing – Tired of tomorrow

NothingNach dem gelungen Debut „Guilty of Everything“ liefert die Band Nothing mit „Tired of tomorrow“ ein neues Album ab. Und schon der Titel des Albums verrät, dass Nothing nicht die Band ist, die eine Menschenmasse in Partylaune versetzt. Wie sollen sie auch die Band aus Philadelphia musste zahlreiche Rückschläge einstecken bevor sie den zweiten Longplayer im Kasten hatten. Doch was dabei herauskam, könnte man als grandiose Hommage an den 90er-Alternativerock bezeichnen. Es werden Grunge-ähnliche Momente zelebriert, träumerische Popsongs abgeliefert und irgendwo schielen auch noch Postrock und andere scheppernde Gitarren um die Ecke. Eine musikalische Achterbahnfahrt durch die Gefühlswelt der Band bei der Nirvana, die Smashing Pumpkins, Radiohead, My bloody Valentine und Jesus and Mary Chain Pate standen. Den tieftraurigen Gesang untermauert Domenic Palermo mit seinen Texten. So säuselt er zum Beispiel im grandiosen „Nineteen Ninety Heaven”: „I’m living in a dream world – life’s a nightmare”, rotzt in „Vertigo Flowers” dem Zuhörer ein „I hate everything you’re saying” entgegen und schlussfolgert: „Have a laugh, we are friends until the bitter end…” in „Eaten by worms”. Wer mit 90er-Alternativerock etwas anfangen kann, sollte sich „Tired of tomorrow” auf jeden Fall einmal zu Gemüte führen.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Stellvertretender Chefredakteur
Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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