Home » Gastro » „Rose” in Luxemburg

„Rose” in Luxemburg

Für viele ist er der sympathischste und bodenständigste Fernsehkoch Deutschlands. Am 21. März stattet Frank Rosin dem Großherzogtum einen kleinen Besuch ab, stellt sein Können live auf der „Springbreak“ unter Beweis. revue unterhielt sich im Vorfeld mit dem beliebten Sternekoch.

Fotos: Willi Weber/kabel eins

Waren Sie schon einmal im Großherzogtum?
Ja, ich bin ein richtiger Luxemburg-Fan (lacht). In den vergangenen Jahren war ich schon ein paar Mal hier. Ich habe „Punkrock“-Koch Damien Klein kennengelernt, mit ihm beim ZDF zusammengearbeitet und mit Tanja de Jager bei RTL. Tanja und ich sind einmal essen gegangen, in ein Landhaus, in der Nähe der Grenze. Das Restaurant hat zwei Schwestern gehört, der Name fällt mir jetzt leider nicht mehr ein, aber dort habe ich die Gastfreundschaft, das Leben und Kochen im Großherzogtum zum ersten Mal erfahren und wirklich zu schätzen gelernt.

Was halten Sie von der hiesigen Gastronomie?
Sie ist überaus klassisch und eng mit der französischen verwandt – das finde ich toll. Typisch luxemburgische Gerichte und Spezialitäten habe ich jedoch noch keine probiert. Ich hoffe, das allerdings bald nachholen zu können.

Was hat Sie dazu bewogen, an der „Springbreak“ teilzunehmen? Sind Sie oft auf Messen präsent?
Eigentlich nicht. Aus zeitlichen Gründen gehe ich nur zu ausgewählten Terminen. Ich hatte schon seit längerem Lust, wieder einmal nach Luxemburg zu kommen, habe es aber einfach nicht geschafft. Die „Springbreak“ schien mir die perfekte Gelegenheit, diesem Wunsch nachzugehen. Ich freue mich schon sehr drauf.

„Meine Lieblingsköchin wird wohl immer meine Großmutter bleiben.“
Frank Rosin

Was steht am 21. März an?
Ich werde den ganzen Tag anwesend sein und showkochen. Dabei stehen meine Prämissen im Vordergrund. Ich möchte den Menschen zeigen, was mir beim Kochen wichtig ist. Eine gesunde Ernährung, die Verwendung von frischen Lebensmitteln und ein regionaler Charakter gehören dazu.

Sie sind gerade dabei neue Folgen von „Rosins Restaurants“ zu drehen. Wie hat das alles angefangen?
Das weiß ich gar nicht mehr so genau (lacht). Ich glaube, ich wurde damals kontaktiert, weil man mir ein solches Format zutraute. Ich liebe es zu kommunizieren, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. In meiner Art bin ich locker und habe trotzdem die nötige Strenge. Ich helfe anderen Gastronomen zur Selbstständigkeit. Für mich ist das auch eine Form der Nächstenliebe.

Hat Ihre Sendung einen direkten Einfluss auf Ihr Restaurant?
Natürlich. Es ist eine Art Tourismus entstanden. Mein Restaurant habe ich vor fast 30 Jahren eröffnet, ich kenne meine Kunden. Ab und zu schauen Zuschauer vorbei, die sich einen Besuch mühevoll erspart haben, das bedeutet mir viel.

Welche Erfahrungen haben Sie aus neun Jahren „Rosins Restaurants“ mitgenommen?
Ich bin sensibler für die Branche geworden, kann besser abschätzen, was wichtig für die Zukunft ist. Die Gastronomie befindet sich derzeit in einem großen Wandel, doch die Ausbildung ist die gleiche geblieben. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband müsste unbedingt etwas daran ändern.

Was mögen Sie am meisten an Ihrem Job?
Das Schönste ist das zu tun, was man liebt. Es ist ein Genuss. Jeder Tag ist für mich ein Glückstag.

Ist es nicht manchmal schwer, alles unter einen Hut zu bekommen?
Nein. Wir sind ein gut organisiertes gastronomisches Unternehmen. Mit meinem Küchenteam arbeite ich teilweise schon seit zwanzig Jahren zusammen. Wir haben unseren Weg gemeinsam begonnen und gehen ihn immer noch gemeinsam. In der Hinsicht sind wir ein echtes Vorbildunternehmen.

Zum Schluss noch eine persönlichere Frage: Was essen Sie eigentlich am liebsten?
Ich liebe Königsberger Klopse. Darüber hinaus habe ich ein Faible für die italienische und mediterrane Küche. Türkische Gerichte mag ich ebenfalls sehr gerne. Vor allem, wenn mein Freund Hakan – er ist mein Fahrer – für mich kocht. Das ist wirklich authentisch. Doch meine Lieblingsköchin wird wohl immer meine Großmutter bleiben.

Frank Rosin
Jahrgang 1966, war als Jungkoch auf Wanderschaft in Kalifornien und Spanien. Auf seiner ersten Station als Chefkoch segelte er als Sous-Chef der berühmten Luxusyacht „Sea Cloud“ über die Weltmeere. Seit 1991 ist er mit seinem Restaurant „Rosin“ in seinem Geburtsort Dorsten selbstständig. Den ersten Michelin-Stern verdiente er sich 2004, der zweite kam 2011 hinzu. Seit 2007 ist Rosin, als einer der profiliertesten und besten Köche Deutschlands, zu Gast in zahlreichen Fernsehsendungen, seit 2011 mit eigenen Shows wie „Rosins Restaurants“ und „Hell’s Kitchen“ auf Sendung.

Frank Rosin at Springbreak Luxembourg,
am 21. März, von 12 bis 21 Uhr. Messe vom 21. bis 25 März
www.springbreak.lu

Françoise Stoll

Journalistin / Gastronomie

Ressorts: Lifestyle, Multimedia

Teilen ...Email this to someoneShare on Google+Print this pageTweet about this on TwitterShare on Facebook
Author: Martine Decker

Login

Lost your password?