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Schwuppdiwupp!

Wenn Monstertrucks aus dem Nichts auftauchen und Menschen von einem Ort an den anderen gebeamt werden, sind die Ehrlich Brothers am Werk. Mit ihrer neuen Show gastiert das Brüderpaar in der Rockhal.

Fotos: Sebastian Konopix, Ralph Larmann

Wer seine böse Schwiegermutter loswerden will, darf sich freuen. Denn die Ehrlich Brothers haben für ihre neue Show eine Nummer erarbeitet, bei welcher Menschen teleportiert werden. Ob das tatsächlich ohne Hokuspokus auf einer Bühne möglich ist? Bestimmt. Andreas und Chris Ehrlich sind schon weitaus spektakulärere Illusionen gelungen. Bei ihnen werden keine Assistentinnen zersägt, keine Kaninchen aus einem Zylinder herbeigezaubert. Stattdessen lassen sie Orangenbäumchen aus einem Kern wachsen, verwandeln Papierblumen in duftende Rosen und fahren mit einem Motorrad aus einem iPad.

Sogar die Fachwelt rätselt über die Tricks der zaubernden Brüder aus Ostwestfalen, die bereits zwei Mal die Auszeichnung „Magier des Jahres“ erhalten und ihre Kunst in ein neues Zeitalter geführt haben. Dabei hat alles ganz harmlos mit einem Zauberkasten angefangen, den sie im Kindesalter geschenkt bekommen. Obwohl beide mit Begeisterung herumexperimentieren, studiert Andreas zunächst Sport und Mathematik, während Christian sich für Anglistik und Romanistik entscheidet, sich später jedoch zum staatlich geprüften Pyrotechniker ausbilden lässt. In ihrer Freizeit treten sie unabhängig voneinander als Andy McJoy und Chris Joker auf Familien- oder Firmenfeiern und kleinen Veranstaltungen auf.

Heute sind die Ehrlich Brothers regelmäßig in beliebten deutschen TV-Sendungen zu Gast und füllen Stadien. Mehr als 600.000 Leute haben ihre letzte Show „Magie – Träume erleben“ gesehen. Das Berühmtwerden sei ein Prozess gewesen, erklärt Andreas Ehrlich. Aus 12 Anfragen werden plötzlich 24, aus 24 irgendwann 48…. Und so kommen die Brüder ins „große“ Geschäft. Die Eltern sind anfangs zwar wenig davon angetan, dass ihre Söhne nichts „Solides“ machen, aber spätestens seit David Copperfield sich gemeldet und Interesse am Kauf von zwei Illusionen gezeigt hat, ist ihnen bewusst: Andreas und Chris schaffen das.

Mit ihren atemberaubenden Illusionen haben die Ehrlich Brothers die Zauberwelt revolutioniert.

Dass man heutzutage immer noch Menschen mit Zauberei um den kleinen Finger wickeln kann, ist wohl darauf zurückzuführen, dass Träumen etwas Wunderbares ist und dass es halt Spaß macht, den Magierbrüdern dabei zuzuschauen, wie sie zentnerschwere Bahnschienen mit bloßen Händen zu einem Herz verbiegen oder Bülent Ceylan in seiner Show mit einem einfachen Kartentrick verblüffen. Manche glauben, sie hätten tatsächlich übernatürliche Kräfte, doch das stimmt natürlich nicht wirklich. „Wir sind Showkünstler“, betont das Paar unisono. „Wir können niemanden von einer Krankheit heilen.“ Menschen verschwinden zu lassen, gelingt ihnen jedoch im Handumdrehen. Zauberei bestünde zu einem großen Teil aus Geheimnissen und zu einem nicht minder wichtigen Teil aus harter Arbeit.

Illusionen entstehen nicht an einem einzigen Tag. Die Ehrlich Brothers tüfteln mitunter Jahre an einer Nummer. Es gibt auch kein Studium der Magiekunst. Man muss als Magier seinen eigenen Stil finden. Wichtig ist Andreas und Chris dabei die Nähe zum Publikum. Ob man in der ersten oder der letzten Zuschauerreihe sitzt, jeder soll das Gefühl haben, Teil ihrer Show zu sein. Darüber hinaus sind die beiden wahre Charmebolzen. Dass sie trotz ihres Erfolgs nicht nach Las Vegas wollen, hat weniger mit falscher Bescheidenheit als mit Heimatgefühlen zu tun. Die „Sin City“ sei nicht ihre Welt, so Andreas. In Bünde, wo sie geboren und aufgewachsen sind, würden sie sich wohler fühlen. Bünde sei ihr liebster Rückzugsort.

Am wohlsten fühlen sich die Ehrlich Brothers allerdings im Scheinwerferlicht und in ihrer Werkstatt, wo die Requisiten und Bühnenbilder entworfen und zusammengebaut werden. Ihr handwerkliches Können haben die beiden von ihrem Vater vererbt bekommen, der Maschinenbauingenieur ist. Doch so aufwändig die Shows und so atemberaubend die einzelnen Nummern auch sind, in eine übersinnliche Ecke möchten die Brüder nicht gestellt werden. Stattdessen verstehen sie ihre Illusionen als klassisches Entertainment. Auf Youtube gibt es mehrere Ausschnitte von Fernsehauftritten – als Vorgeschmack auf „Faszination“ sozusagen –, aber die Magier live zu erleben, ist etwas völlig anderes.

Am 25. Januar um 19 Uhr in der Escher Rockhal, www.rockhal.lu

Gewinnspiel

Gewinnen Sie 3×2 Tickets für die Show am 25. Januar in der Rockhal. Mitmachen ist einfach:
Schicken Sie bis zum 22. Januar so oft Sie möchten per SMS (1€ pro SMS + Gebühr) den Text:
MAGIE + Name + Vorname an die Nummer 64647.
Die glücklichen Gewinner werden telefonisch über den Kartengewinn informiert.

Gabrielle Seil

Journalistin

Ressort: Kultur

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Author: Martine Decker

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