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Chronik der Woche 43 – Skandal im Sparbezirk

Die Rede von Premierminister Xavier Bettel zum Staatshaushalt 2015 stand im Fokus der Öffentlichkeit, aber auch sonst war reichlich Musik in der Wochenaktualität. Unter anderem mit Bankgeheimnis und einem Picasso-Bild.

Pablo Picasso Kunstwerk – Es fährt ein Bild nach nirgendwo

490_0008_13803520_Picasso_paysage_de_Cannes_au_crepusculDas Finanzministerium hat scheinbar darüber nachgedacht ein Bild des Künstlers Pablo Picasso zu verhökern, meldete der Radiosender 100komma7. „Paysage de Cannes au crépuscule“, so der Titel des Gemäldes, könnte eine Million Euro einbringen. Das Bild wurde im Jahr 2000 für sechs Millionen Dollar eingekauft, allerdings soll der Preis damals überzogen gewesen sein. Aktuellen Schätzungen zufolge soll das Picasso-Werk nämlich weniger wert sein. Das Bild ist im Sparpaket nicht aufgetaucht und dennoch scheint die Zukunft ungewiss. Über die Idee das Bild überhaupt zu verkaufen, schweigt am besten des Sängers Höflichkeit.

EU-Finanzminister – Ba-Ba-Bankgeheimnis

Das Ende des Bankgeheimnisses kommt 2017, wenn der automatische Informationsaustausch gegen Steuerhinterziehung eingeführt wird. Diese Entscheidung wurde beim EU-Finanzministertreffen in Luxemburg getroffen. Finanzminister Pierre Gramegna (DP) sagte, dass auch Luxemburg sich voll und ganz am geplanten Informationsaustausch beteiligen würde. Sein österreichischer Amtskollege Jörg Schelling handelte derweil ein Jahr Übergangsfrist für sein Land aus.

Zahl der Woche: 122

Arbeitsstellen werden bei der NAMSA in Capellen gestrichen. Hauptgrund für diesen Abbau ist das Ende der Nato-Mission in Afghanistan.

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Alkohol am Arbeitsplatz – Bier her oder ich fall um

490_0008_13835211_645818_original_R_K_by_Uwe_Schlick_pixEine rezente Umfrage des Conseil National Luxembourgeois d’Alcoologie spricht von zwischen 8.000 und 12.000 alkoholabhängigen Menschen am Arbeitsplatz. Neben Alkoholika wird auch vermehrt auf Medikamente und Drogen zurückgegriffen. Bei bis zu 25 Prozent aller Arbeitsunfälle stehen die Personen wahrscheinlich Alkoholeinfluss. Das Gesundheitsministerium will jetzt zusammen mit dem Arbeitsministerium eine Suchtprävention starten. (Foto: Uwe Schlick)

490_0008_13835068__MG_5064Rond-Point Gluck – Bodo mit dem Bagger

Wie von Transportminister François Bausch (déi gréng) abgekündigt, wurde die Mauer im Rond-Point Gluck abgerissen. Die Mauer im Kreisverkehr wurde dem Erdboden gleichgemacht, weil es zu mehreren schweren Unfällen an besagtem Ort kam. 2016 soll der ganze Kreisverkehr durch Ampeln ersetzt werden. Ob diese Maßnahme den Verkehrsfluss an diesem Knotenpunkt verbessern wird, bleibt abzuwarten.

Neuer Cattenomplan – Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein

cattenomUm im Falle eines nuklearen Zwischenfalls gewappnet zu sein, soll die Bevölkerung mit Jod-Pillen ausgestattet werden. Dies soll im Rahmen eines neuen „Cattenom-Plan“ passieren. Der alte Plan von 1989 wird momentan überarbeitet. Bis hier war es so, dass die Jod-Pillen nur im Notfall verteilt werden sollten. (Foto: PIERRE MATGE)

Médico-Leak-Prozess – Bisschen Spaß muss sein

20140919 Kopstal, Piratepartei, 1 a rue de luxembourg, PiratebruIn der Affäre rund um das Einloggen in die Datenbank des „Service médico-sportif“ wurde der Präsident der Piratenpartei Sven Clement zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Clement hatte bei einem Check im Médico ein Passwort auf einem Zettel mit seinem Handy abfotografiert. Gegenüber RTL erklärte Sven Clement, dass die Strafe zu der er verdonnert wurde, die sei, die er sich ausgemalt hatte und er wahrscheinlich auch nicht in Berufung gehen wird. (Foto: Didier Sylvestre/Editpress)

Zitat der Woche

„Wir müssen unsere Familienpolitik anpassen: Die ’allocation d‘éducation‘ macht keinen Sinn mehr. Die Individualisierung der Steuern ist der nächste Schritt.“ Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) am 13. Oktober via Twitter

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Jugendparlament – Ein ehrenwertes Haus

Nachdem im Juni der damalige Präsident des Jugendparlaments Patrick Weimerskirch wegen angeblichen Regelverstößen abgesetzt wurde, hat das Parlament mit Jean Wivenes bei der Eröffnungssitzung für das Jahr 2014-2015 einen neuen Präsidenten vorgestellt.

STATEC-Bericht – Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.

Laut einem rezenten Bericht des Statec ist die Bevölkerung im Großherzogtum in den letzten 10 Jahren um 20 Prozent gewachsen, vor allem durch Immigration. Die Beschäftigungsquote hat seit dem Jahr 2000 um die Hälfte zugenommen. Bis Ende 2014 solle es 395.000 Arbeitsplätze hierzulande geben. Die Gehälter in Luxemburg sind seit 2001 um 6,5 Prozent (Inflationsbereinigt) gestiegen. Parallel dazu nehmen die Ungleichheiten allerdings weiter zu. Das Armutsrisiko ist binnen zwölf Monaten von 15,1 auf 15,9 Prozent gestiegen.

490_0008_13844794_20141020_reel25REEL in München – Schön ist es auf der Welt zu sein

Die 30. „Réunion européenne des étudiants luxembourgeois“, kurz REEL, vereinte vergangene Woche 120 Luxemburger Studenten aus den verschiedensten Ländern in München. Während vier Tagen standen Diskussionen und Workshops rund um die Anliegen der Studenten auf dem Programm. Hochschulminister Claude Meisch (DP) stattete der REEL am Samstagmorgen einen Besuch ab um über anderem über die Studienbeihilfen zu diskutieren.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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