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Soldat wider Willen

Das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 erlebte Marcel Staar als Kriegsgefangener. Er war kurz zuvor von den deutschen Besatzern in Luxemburg zwangsrekrutiert und an die Ostfront geschickt worden. Im Interview mit revue erinnert sich der 88-Jährige. Fotos: Philippe Reuter, Privatarchiv

Wie erlebten Sie das Kriegsende?
Ich habe das Kriegsende in russischer Gefangenschaft erlebt. Am 29. April 1945 wurde ich in der mörderischen „Halber Kesselschlacht“, 80 Kilometer südöstlich von Berlin, gefangen genommen. Wir waren etwa achttausend Mann, die zu Fuß bis nach Sagan in Schlesien marschierten. Die Reise dauerte etwa einen Monat. Ich war in diesem Gefangenenlager, bis eine französische Militärkommission vorbeikam, die gefangene Elsässer aufspürte und ihnen versprach, sie aus der Gefangenschaft zu befreien. Da ich mich als Franzose ausgegeben hatte und bei den Elsässern war, traf das auch auf mich zu.

Warum hatten Sie sich als Franzose ausgegeben?
Bei meiner Gefangennahme führte mich ein russischer Soldat zu einem russischen Unterleutnant, der etwas Deutsch sprach. Ihm gegenüber gab ich mich als Franzose aus. Denn die Russen kannten Luxemburg nicht. Er ließ mich zu einer Gruppe elsässischer Gefangener bringen. Bei ihnen blieb ich bis Sagan.

Waren auch noch andere Luxemburger dabei?
In dem Lager in Sagan waren noch einige andere Luxemburger. Davon wusste ich aber nichts. Es war schwer, jemanden wiederzuerkennen. Wir waren stark abgemagert. Zudem sprachen alle Deutsch. Als wir später nach Warschau gebracht wurden, habe ich die anderen Luxemburger unterwegs kennengelernt.

Kannten Sie diese?
Mit zwei von ihnen war ich zuvor im Arbeitsdienst in Polen zusammen.

Staar-7

Mit 18 an die Front: Soldat Staar.

Wann begann für Sie der Arbeitsdienst?
Am 13. Juli 1944 sowie am Vortag mussten noch 1.100 Luxemburger zum Arbeitsdienst. Also zwei Monate vor der Befreiung am 10. September. Ich war damals noch Oberschüler am Gymnasium in Diekirch. Die Amerikaner waren schon auf dem Vormarsch, verharrten aber bei Avranches, ehe sie zum Angriff nach Osten antraten. Wir dachten, dass wir für drei Monate in den Arbeitsdienst kommen würden und müssten danach nicht mehr zur Wehrmacht, weil inzwischen die Amerikaner das Land befreit hätten. Da wir nicht nach Hause entlassen werden konnten, hielt man uns im Arbeitsdienst zurück und stellte uns dann Mitte November nach Berlin-Spandau zur Infanterie ab. Andere Kameraden kamen nach Frankfurt/Oder zur Artillerie oder Schwedt zu den Panzergrenadieren.

„Ich trug dieses Büchlein in der linken Brusttasche, als ich von einem Granatsplitter getroffen wurde. Es rettete mir das Leben.“

Erhielten Sie eine militärische Ausbildung?
In Berlin gab es eine kurze Ausbildung. Die Ersten von uns kamen schon Mitte Januar an die Front im Oderbruch. Eines Tages, als wir vom Truppenübungsplatz zur Kaserne zurückkamen, musste unsere Kompanie antreten. Der größte Teil musste an die Front. Die Übrigen wurden in ein Kriegsgefangenenlager abgestellt, um gefangene Russen zur Arbeit zu führen. Sie mussten um Berlin herum Schützengräben aufwerfen. Andere bewachten militärische Einrichtungen in der Hauptstadt. Mitte März wurden alle jüngeren Leute, darunter ich, neu eingekleidet und sollten an die Front.

Wo befand diese sich zu diesem Zeitpunkt?
Bei Frankfurt an der Oder. Wir kamen in eine Kaserne bei Fürstenwalde, wo ein während der Abwehrkämpfe bei Königsberg fast vollständig aufgeriebenes Bataillon im Rahmen der 9. Armee unter dem Befehl von General Busse neu aufgestellt wurde – bis die Russen am 16. April einen Großangriff an der Oderfront antraten.

Sie kamen also kurz vor Kriegsende an die Front?
Und wurde dabei drei Mal verwundet. Das Bataillon sollte einen Gegenangriff machen. Es erlitt schwere Verluste. Ich wurde verwundet und schlug mich zum Hauptverbandsplatz durch. Es waren ein Durchschuss am Arm und ein Steckschuss in der linken Wade. Die Narben sind heute noch zu sehen (er krempelt den Ärmel seines Hemdes hoch und zeigt die Narbe, dann auch die am Bein).

War es das erste Gefecht, das Sie miterlebten?
Ja. Es fielen gleich zwei Luxemburger aus meiner Kompanie. Auf dem Verbandsplatz angekommen, sagte der Arzt zu mir: „Sie haben ja noch Ihren Kopf auf dem Hals. Sie gehören nicht in ein Lazarett. Aber weil Sie noch so jung sind, überweise ich Sie für zwei Tage dorthin.“ Im Lazarett in Beeskow hieß es dann, ich könnte dort nicht bleiben. Ich müsste wieder an die Front. Meine Verwundungen seien zu leicht. Wir entlassenen Soldaten erhielten alte Gewehre aus dem Krieg 1870/71 mit fünf Schuss Munition. Damit sollten wir die Russen, die fünf Kilometer vor Beeskow standen, abwehren. Ein deutscher Gefreiter sagte zu mir: „Komm, lass uns zu den Amerikanern abhauen.“ Die waren allerdings 150 Kilometer westlich von Beeskow. Außerdem hatten wir keine Karte und keine Verpflegung.

Jugend in Uniform: Staar (stehend Mitte) mit Kameraden.

Jugend in Uniform: Staar (stehend Mitte) mit Kameraden.

Wie war das Verhältnis zwischen deutschen und Luxemburger Soldaten?
Das hing von den Deutschen ab. Wir waren sehr vorsichtig und sagten nicht, dass wir Zwangsrekrutierte seien. Man vertrug sich aber einigermaßen. Mein Vater sagte immer, ich hätte zwei Ohren und nur einen Mund. Ich sollte die Ohren aufsperren und den Mund halten. Unser Zugführer war von Beruf Lehrer und ganz verständig. Wiederum andere waren sadistische Schinder, die nach allen Regeln der Kunst schliffen und striezten.

Dachten Sie oft an eine Flucht?
Es wäre riskant und gefährlich gewesen. Jeder Soldat, der sich wenige Kilometer hinter der Front aufhielt, wurde wegen Fahnenflucht standrechtlich erschossen oder aufgehängt. Zehntausende Deutsche waren zu dieser Zeit auf der Flucht vor den Russen. Sie waren zu Fuß, andere zogen mit Pferde- und Kinderwagen nach Westen. Unter ihnen waren auch viele Deserteure, die sich „Versprengte“ nannten. Zu dem Gefreiten und mir gesellte sich noch ein Obergefreiter, der meinte, es könnte brenzlig für uns werden, und schlug vor, wir sollten uns auf der nächsten Versprengtensammelstelle melden, wo wir einen Stempel in unser Soldbuch bekämen. Dann könnten wir uns wieder verdrücken. Ein älterer, gutmütiger Hauptmann stempelte das Soldbuch ab mit dem Hinweis, sich bei irgendeiner Einheit zu melden.

Gab es bereits Auflösungs-erscheinungen der Wehrmacht?
Viele Einheiten waren versprengt, Kompanien zählten oft nur 15 Mann. Die Russen hatten Halbe eingekesselt und versuchten, es einzunehmen. Als wir dort ankamen, lagen die Leichen bis an die Dächer der niedrigen Häuser.

Deutsche Soldaten?
Russen und Deutsche. Der Ort war vier Mal von den Russen gestürmt worden. Ich hatte meine beiden Kumpels verloren. Während der Straßenkampf tobte und überall geschossen wurde, kam ich über den Hintereingang in ein Haus, in dem ungefähr fünf tote Russen lagen. Ein deutscher Soldat tauchte auf und sagte zu mir, wir sollten zum Bahnhof laufen. Dies taten wir. Auch dort überall Tote. Als ein Sanitätsfahrzeug vorbeifuhr, das mit Soldaten beladen war, auf den Schutzblechen, auf der Kühlerhaube und auf dem Dach, sprang ich auf den Kotflügel. Wir fuhren vier, fünf Kilometer weit an Leichen vorbei und über Leichen. Die Russen schossen mit schwerer Artillerie und der gefürchteten Stalinorgel. Ich ließ mich von dem Fahrzeug fallen und kroch in einen nahen Fichtenwald hinein. Tote und Sterbende lagen um mich herum. Unter einem großen Baum war ein Loch. Ich warf mich hinein. Tote und Verletzte wurden von Granaten getroffen. Leichenteile flogen durch die Luft. Plötzlich stürzte ein Knabe von etwa 16 Jahren in die Grube. Das Blut lief ihm aus dem Mund. Ein Lungendurchschuss. Ich half ihm mit einem Verband. Aber nach kurzer Zeit war er tot. Dann rutschte eine Frau mit einem kleinen Mädchen in das Loch. Sie hätte lange nichts mehr von ihrem Mann gehört, sagte sie. Er war Oberleutnant und stand im Westen. Die Frau und das Mädchen waren auf der Flucht vor den Russen. Es schoss und krachte. Auf einmal, um vier Uhr nachmittags, wurde es ganz still. Ein Russe stand vor mir. „Komm, Kamerad, komm“, sagte er. Ich hatte das Gewehr in der Zwischenzeit schon im märkischen Sand vergraben, damit ich keine Waffe mehr bei mir trug. Er nahm mir den Helm ab, griff mir in die Tasche und zog den Rosenkranz, den ich bei mir hatte, heraus. Er führte mich zu einem russischen Unterleutnant. Dem sagte ich, dass ich ein „Franzuski“ sei. Er sprach etwas Deutsch. Ich wurde zu einer Gruppe von Gefangenen gebracht.

Luxemburger Zwangsrekrutierte

Ins Ungewisse: Viele kamen aus der Gefangenschaft nicht mehr zurück.

Ins Ungewisse: Viele kamen aus der Gefangenschaft nicht mehr zurück.

In der Bevölkerung wurden sie als „ons Jongen“ bezeichnet: die Luxemburger Zwangsrekrutierten, aber auch die zum Reichsarbeitsdienst (RAD) Herangezogenen. Nicht zu vergessen ist, dass unter der Nazi-Besatzung auch Mädchen 1943 zum Kriegshilfsdienst (KHD) für die deutschen Besatzer herangezogen wurden – betroffen waren davon vor allem die Jahrgänge 1924 bis 1927.

Mit der deutschen Besatzung seit dem 29. Juli 1940 und der Zivilverwaltung des Großherzogtums versuchte der nationalsozialistische Gauleiter Gustav Simon ab Anfang 1941 mit großem Propagandaaufwand, luxemburgische Freiwillige zu gewinnen. Der RAD galt dabei als erster Schritt zum Wehrdienst. Im Mai 1941 wurde schließlich die Reichsarbeitsdienstpflicht für die 17- bis 25-Jährigen eingeführt. Die Dienstzeit dauerte sechs, später drei Monate.

Die Luxemburger wurden zumeist nach Osten geschickt. Viele der Einberufenen versuchten sich dem Zwangsdienst zu entziehen. Von den Deutschen wurde dies als Fahnenflucht geahndet. Im August 1942 wurden offiziell Wehrertüchtigungslager eingeführt, im selben Monat auch die Wehrpflicht – ebenso wie im Elsass und in Lothringen – und am 31. August 1942 schließlich der Ausnahmezustand verhängt. Zuerst wehrpflichtig wurden die Jahrgänge 1920 bis 1924.

Die ersten 2.200 Luxemburger Rekruten kamen im Oktober 1942 an die Ostfront. Sie hatten zwar laut Verordnung die gleichen Rechte wie die deutschen Soldaten, in der Realität wurden sie aber von der Wehrmacht als Soldaten zweiter Klasse behandelt. Häufig kam es zu Fällen von Fahnenflucht. Etwa 3.500 Luxemburger verweigerten den Wehrdienst, indem sie sich dem Stellungsbefehl entzogen oder desertierten.

Im April 1943 wurde der kurzfristige Luftwaffendienst eingeführt. Knapp 300 Schüler der Geburtsjahrgänge 1926 und 1927 mussten als Flakhelfer herhalten. Zu einem Kampfeinsatz kamen sie nicht, weil die Deutschen ihre Luftabwehrkanonen (Flak) ins Reich evakuierten. Am 10. September wurde Luxemburg durch die Amerikaner befreit.

Insgesamt wurden zwischen 10.000 und 11.000 Luxemburger zur Wehrmacht zwangsrekrutiert (10.211 nach den Angaben des Historikers André Hohengarten). Davon kamen 2.848 ums Leben. In den RAD und KHD wurden 3.614 luxemburgische Mädchen eingezogen.

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Zu den Elsässern?
Ja. Auf einmal hieß es Abmarsch. Wir gingen und gingen. Die einen humpelten. Manche wurden von Kameraden mitgeschleift. Wer nicht mehr weiterkonnte, wurde kurzerhand erschossen. Wir waren fast einen Monat lang unterwegs – bis nach Schlesien. Zu 18 Mann bekamen wir ein Brot. Weil wir nicht aus den Bächen trinken konnten, in denen Pferdekadaver und menschliche Leichen verwesten, rissen wir die Blätter von den Bäumen, um sie zu kauen und den Durst zu stillen. Endstation war das Gefangenenlager in Sagan. Es war in drei Teile unterteilt. Ich kam in das mittlere Lager. Die einen mussten russische Soldaten beerdigen, andere Munition sammeln. Ich wurde beauftragt, das Pflaster vor der Kommandantur zu fegen. Die Elsässer hatten eine französische Fahne aus alten blauen, weißen und roten Tuchfetzen zusammengesetzt. Eine französische Militärkommission, die am Lager vorbeifuhr, sah sie. Wir kamen in der Zwischenzeit in ein Sammellager nach Oppeln, zuvor aber in ein Straflager für deutsche Offiziere in Bolko. Neben dem Lager war eine Wiese, auf der todkranke deutsche, italienische und ungarische Soldaten lagerten und auf dem Heimweg waren. Ich ging abends mit drei Luxemburgern, die ich inzwischen kennengelernt hatte, an der Wiese entlang, als jemand rief: Sind Luxemburger da? Ich antwortete prompt, ich sei Luxemburger. Es war ein Deutscher aus Dasburg, der vor dem Krieg lange in Fischbach beim damaligen Bürgermeister gearbeitet hatte und meine Eltern kannte. Er versprach mir, dass er, falls er überleben sollte, meine Eltern wissen lassen würde, dass er mir begegnet war. (Er zeigt seinen Brief und liest daraus vor).

Haben Ihre Eltern etwas von Ihnen erfahren?
So erfuhren meine Eltern, dass ich noch lebte. Nach der ersten leichten Verwundung war ich noch einmal verletzt worden (er holt aus der Vitrine ein altes Feldgebetbuch). Ich trug dieses Büchlein in der linken Brusttasche als ich von einem Granatsplitter getroffen wurde. Der Splitter traf mich in der Nähe des Herzens und blieb in diesem Büchlein stecken. Es rettete mir das Leben. Auch diese Narbe ist heute noch zu sehen.

„Tote und Sterbende lagen um mich herum. Unter einem großen Baum war ein Loch. Ich warf mich hinein.“

PHR_1421Wann hatten Sie das Buch erhalten?
Als ich im Arbeitsdienst Schützengräben aushob. An einem Tag mussten wir 30 Kilometer mit dem Gepäck zu Fuß gehen. Tags darauf konnte ich nicht mehr gehen. Die Beine wollten einfach nicht mehr. Zwei Tage später kam ein Feldarzt. Er schickte mich in ein Kriegslazarett. Dort schenkte mir ein katholischer Militärgeistlicher dieses Büchlein.

Wie kamen Sie nach Hause?
Aus dem Lager in Bolko wurden wir nach Oppeln in ein Sammellager verlegt, nachdem wir zuvor in Christianstadt eine Munitionsfabrik abgebaut und nach Russland verschickt hatten. Nach Oppeln kam die französische Militärkommission, die uns mitteilte, dass wir nach Hause kämen. Es dauerte aber noch eine Weile, ehe wir abgeholt wurden. Aus Frankreich kam ein Militärzug mit polnischen Zwangsarbeitern, die in Deutschland und Frankreich gearbeitet hatten und nach Polen repatriiert wurden. Mit diesem Zug fuhren wir nach Warschau. Dort war ein großes internationales Sammellager. Eine Delegation aus Luxemburg mit dem Außenminister und Captain M. Meyer von der luxemburgischen Militärkommission begrüßte uns. Die französischen Hostessen liehen uns ihre Mäntel. Schließlich trugen wir ja noch deutsche Uniformen. So konnten wir in ihrer Begleitung das zerstörte Warschau ansehen. Von Warschau ging es nach Prag und weiter nach Straßburg, wo wir unsere Entlassungspapiere bekamen. Eine Lokomotive mit einem Tender und einem Gepäckwagen brachte uns nach Thionville. Von dort ging es mit einer anderen Lokomotive nach Hause. Das war am 15. Oktober 1945.

Vom 13. Juli 1944 bis zum 15. Oktober 1945 – Sie waren 15 Monate von zu Hause weg.
Ja, für meine Eltern war es besonders schwer, weil ich ihr einziges Kind war. Als ich den Stellungsbefehl bekam, hatten sie große Angst. Die Deutschen waren bereits auf dem Rückzug und die Amerikaner griffen mit ihrer Luftwaffe die Züge an, auf denen Militärmaterial transportiert wurde. In einem dieser Züge befanden sich meine Kameraden und ich. Glücklicherweise wurde unser Zug aber nicht angegriffen.

Ihren Klassenkameraden erging es ähnlich…
Meine ganze Klasse wurde eingezogen. Die Mehrheit kam zurück.

Dachten Sie daran, dem Arbeitsdienst zu entgehen?
Hätte ich dies getan, wäre meine Familie womöglich nach Schlesien zwangsumgesiedelt worden. Wir hatten kaum Gelegenheit, im Gegensatz zu den Jahrgängen davor. Unter meinen Bekannten waren zwei, die sich der Einberufung zum Arbeitsdienst entzogen. Einer ist inzwischen verstorben, den anderen treffe ich heute noch manchmal.

Marcel Staar

Jahrgang 1926, stammt aus Clerf und ist dort aufgewachsen. Sein Vater Paul Staar, Schulinspektor für die Bezirke Clerf und Wiltz, verstarb unerwartet 1950. Zurück aus der Kriegsgefangenschaft, beendete Staar sein Studium in der Hauptstadt. Danach trat er in die Privatindustrie ein und arbeitete in der Brennstoffhandelsgesellschaft Schuler, Tochterfirma eines internationalen Konzerns, als Privatbeamter und dann als Prokurist. Später wurde er zum Direktor ernannt. Mit 65 Jahren ging er in Pension. Seine Kriegserlebnisse schilderte er in dem Buch „Waffenträger wider Willen. Ein Luxemburger Schicksal im Zweiten Weltkrieg“. In einem von mehreren weiteren Büchern befasste er sich mit dem Postwesen in Luxemburg unter der deutschen Besatzung. Außerdem veröffentlichte er den Nachlass seines Vaters.

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Erinnerungen eines Zwangsrekrutierten: Marcel Staar erzählt von seinen Erlebnissen im Krieg und als Kriegsgefangener.

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Stefan Kunzmann

Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft

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Author: Philippe Reuter

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