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The Big Bang Theory

Die Regierung lässt in Sachen Sparpolitik und Zukunftskurs des Landes erst diese Woche die Katze aus dem Sack. In den letzten acht Tagen musste sich die breite Öffentlichkeit noch mit Vorgeplänkel und durchgesickerten Informationen begnügen.

490_0008_13255074_MULLERTHAL_543Müllerthal – Two and a half Naturpark
Der Regierungsrat beschließt, neben den zwei bereits existierenden Naturparks Our und Obersauer einen dritten Naturpark im Müllerthal auszuweisen. Der neue Naturpark soll dreizehn Gemeinden umfassen, unter anderem Echternach, Fischbach, Heffingen, Fels, Mompach, Nommern und Rosport. Über eine Fläche von insgesamt 29.545 Hektar soll sich der Park erstrecken. Der großherzogliche Reglementsentwurf besteht bereits, allerdings wird der Naturpark erst Realität, wenn alle Gemeinden diesem zugestimmt haben. (Foto: Robert Spirinelli)

Herbstmesse – Alle unter einem Dach
490_0008_13798168_Salon_Home_Living_semaine_logement_18Die traditionelle Herbstmesse, welche dieses Jahr erstmals als „Home & Living“ gelabelt ist, steht ganz im Zeichen des Wohnungsbaus und der Inneneinrichtung. Bei ihrer Rede erklärt Wohnungsbauministerin Maggy Nagel (DP), die Regierung würde aktiv nach Lösungen für bezahlbaren Wohnraum suchen, während Staatssekretärin Francine Closener (LSAP) in ihrer Ansprache vor allem das Thema des Energiesparens anreißt. Die Messe läuft noch bis zum 19. Oktober. (Foto: F.Aussems)

EU-Kommission versus Luxemburg – Hör mal, wer da jammert
Die EU-Kommission analysiert die Steuerabmachung zwischen dem Onlineversandhändler Amazon und dem Großherzogtum. Der Verdacht auf illegale öffentliche Hilfe steht im Raum. In dem Fall, wenn die Kommission unlautere Steuervorteile feststellen sollte, muss Amazon nachzahlen. In einem Interview mit Bloomberg TV versichert Finanzminister Pierre Gramegna (DP), dass Luxemburg sich an die Spielregeln gehalten habe.

Zahl der Woche: 337.546

Euro beträgt der durchschnittliche Verkaufspreis eines bestehenden Appartements in der Zeitspanne zwischen dem 1. Juli 2013 und dem 30. Juni 2014.

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(Karikatur: Carlo Schneider)

(Karikatur: Carlo Schneider)

Arbedgebäude – Wer ist hier der Boss?
Der ehemalige Firmenhauptsitz der Arbed am Rousegäertchen steht seit zwei Jahren leer. ArcelorMittal will das Gebäude nun anscheinend für die Summe von 100 Millionen Euro an die „Bank of China“ verticken. Das Sandsteingebäude aus dem Jahr 1922 wurde erst vor Kurzem unter Denkmalschutz gestellt. Der„déi Lénk“-Abgeordnete Justin Turpel, CSV-Präsident Marc Spautz und der adr-Abgeordnete Gast Gibéryen interessieren sich in parlamentarischen Anfragen für die Zukunft des historisch wertvollen Gebäudes.

Referendum Pro und Contra – Rauchende Colts
490_0008_13774725_csv_DSC0951Die Oppositionsparteien CSV und adr haben sich zum angedachten Verfassungsreferendum mit den vier Fragen geäußert. Die CSV spricht in diesem Zusammenhang von Populismus, Unprofessionalität und Amateurismus. Fraktionschef Claude Wiseler klagt, die Regierung würde – weil sie keine konstitutionelle Mehrheit hat – versuchen, die CSV via Referendum auszubooten. Außerdem sei es „politischer Unfug“, die vier Fragen einer „Ja oder Nein“-Abstimmung zu unterbreiten. Ähnliche Töne schlägt auch die adr an. „Déi Lénk“ ist mehr oder weniger mit den vorgeschlagenen Fragen einverstanden, will zudem, dass weitere Fragen gestellt werden, unter anderem über die Rolle des Großherzogs. LSAP-Fraktionschef Alex Bodry und der DP-Fraktionschef Eugène Berger konterten sowohl gegen die CSV wie auch gegen die adr. Die verbalen Messer scheinen gewetzt und der erste Schlagabtausch nur noch eine Frage der Zeit… (Foto: Alain Rischard / Editpress)

Sparkurs – Eine schrecklich nette Familienpolitik
490_0008_13810100_372060_original_R_B_by_Andreas_Morlok_Zwei Vorboten der angedachten Sparmaßnahmen werden durch RTL bekannt. Die Regierung will anscheinend zwecks Haushaltssanierung zwei Familienzulagen ersatzlos streichen. Zum einen soll die „Allocation d‘éducation“, das Erziehungsgeld, welches während 21 Monaten an den Elternteil ausgezahlt wird, der sich zu Hause um ein Kind kümmert, abgeschafft werden. Zum anderen soll das Mutterschaftsgeld eingemottet werden. 74 Millionen Euro würden so im Staatsbudget eingespart. Die „Piraten“, die CSV und auch „déi Lénk“ übten heftig Kritik. Eins steht jedenfalls fest: Wer als erster bei den Familien anfängt zu sparen, der setzt ein eindeutiges Zeichen… Leider ein falsches!

Zitat der Woche

„Et ass absolut noutwendeg, dass esou vill wei méiglech Informatiounen zougänglech gemaach ginn.“ Fedil-Direktor Nicolas Soisson am 8. Oktober im Interview bei RTL über das TTIP-Abkommen.

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Verunreinigtes Wasser – Mission: Impossible?
Das Wasser im Stausee war bekanntlich mit Pestiziden belastet. Die Wasserqualität hat sich wieder verbessert, sodass das Wasser wieder aus dem See statt aus Tiefbrunnen ins Netz gespeist wird. Allerdings wurde bei Tests herausgefunden, dass das Grundwasser einer Grundbelastung, unabhängig vom rezenten Zwischenfall, ausgesetzt ist. Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) erhofft sich mehr „Transparenz“ von der Landwirtschaft.

Erdrutsch Monnerich – Breaking Bad
Nach dem Erdrutsch Mitte März auf der Bauschuttdeponie Monnerich, welcher die Straße zwischen Monnerich und Esch/Alzette mitsamt Radweg verschüttet und unpassierbar machte, war die Ursache lange nicht geklärt. Der Expertenbericht hält fest, dass ein erhöhter Grundwasserstand der Auslöser des Erdrutschs war. Den Betreiber trifft keine Schuld, weil er sich, wie umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) unterstrich, an alle Auflagen gehalten hat. Die Deponie soll in den kommenden Wochen erst einmal winterfest gemacht werden. Wie es mit Straße und Radweg zwischen Esch und Monnerich weitergeht, bleibt weiterhin unklar. Scheinbar ist Geduld in diesem Dossier, wie bei vielen anderen Dingen eben auch, eine Tugend…

Renovierung des Pont Adolphe – Emergency Room
490_0008_13806103_20141013_PONT_ADOLPHESeit Dezember wird die „Nei Bréck“ bekanntlich renoviert. Um Anwohner vor Staub und herunterfallenden Steinen zu schützen, wird in den nächsten Wochen die Brücke mit einer riesigen Plane eingekleidet. Die Plane erinnert an einen Verband und wer sich über die Arbeiten an dem „Pont Adolphe“ interessiert, der kann sich via Internetseite guérirlepontadolphe.lu über die Arbeiten an der Brücke informieren.

Hubert Morang

Stellvertretender Chefredakteur

Ressorts: Politik & Wirtschaft, Multimedia

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Author: Philippe Reuter

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